Yanis Varoufakis und MeRA25 erklären den Versuch der „Memorandums-Regierungen“ (Tsipras und Mitsotakis), die Türkei durch strategische Allianzen mit Israel, den USA, dem diktatorischen Regime Ägyptens, sowie mit Exxon-Mobil und Total zu isolieren, zum Fiasko. Ergebnis sei die Isolation der giechischen Diplomatie.
„Kritische Äußerungen im Internet werden verfolgt. Journalisten stehen unter Druck. Alles, was sie sagen oder schreiben, kann gegen sie verwendet werden
Mehrere Journalisten, aber auch ein Lehrer, müssen sich in Griechenland wegen kritischer Äußerungen und journalistischen Beiträgen gegen die Regierung, deren Anhänger oder gegen einzelne Regierungsabgeordnete vor Gericht verantworten. Gleichzeitig sieht Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis in der Veröffentlichung von Fotos schlagender Polizisten – und nicht in der Polizeigewalt – das Problem. Er möchte nun offenbar gegen das Fotografieren bei Demonstrationen vorgehen. (…)
Causa Bogdanos vs Medien: Von Rechts gegen die Pressefreiheit (..)
Im vorliegenden Fall war es (Anm.: der Abgeordnete der Nea Dimokratia) Bogdanos selbst, der die Kündigung einer Journalistin forderte. Eleftheria Koumantou hatte im Zusammenhang mit zwei Demonstrationen, die am 15. Juli rund um den Viktoria-Platz stattfanden, ihre Eindrücke über soziale Netzwerke geteilt. (…) „
Constantinos Bogdanos, Abgeordneter der Nea Dimokratia, und der frühere Abgeordnete der Goldenen Morgenröte, Ilias Kasidiaris, unterstützen rechte „Bürgerkomitees“ bei einer Kundgebung gegen Flüchtlinge und Migranten
Türkische Kriegsschiffe sollen Bohrschiffe in Richtung Kreta begleiten (imago images / Xinhua)
“ Der Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer zwischen der Türkei und der EU verschärft sich. Über kurz oder lang werde die EU nicht darum herum herumkommen, Sanktionen gegen die Türkei zu verhängen, sagte Istanbul-Korrespondent Thomas Seibert im Dlf. Die bisherige Kompromissuche habe nichts gebracht. (…)“
Der Konflikt um Wirtschaftszonen im Mittelmeer erreicht eine neue Dimension. Athen versetzt seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft und fordert von der EU Sanktionen gegen Ankara.
Gerd Höhler – 21.7.2020, Handelsblatt
FR vom 14.7.19
Athen Die wachsenden Spannungen zwischen Athen und Ankara beschäftigen die deutsche EU-Präsidentschaft. Wie brenzlig das Thema ist, erfuhr Bundesaußenminister Heiko Maas am Dienstag.
Während er bei einem Besuch in Athen Anknüpfungspunkte für einen Dialog der beiden verfeindeten Nato-Partner suchte, eskalierte der Konflikt: Die Türkei kündigte Erdgasexplorationen vor der griechischen Insel Kastelorizo an – in einem Gebiet, das Griechenland als seine Wirtschaftszone beansprucht.
Das türkische Forschungsschiff „Oruc Reis“ nahm Kurs auf das umstrittene Seegebiet, eskortiert von türkischen Kriegsschiffen, berichtete das griechische Staatsfernsehen ERT. Griechenland versetzte daraufhin seine Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft.
Veröffentlicht unterGriechenland|Verschlagwortet mitTürkei, Zypern|Kommentare deaktiviert für Der Erdgasstreit zwischen der Türkei und Griechenland droht zu eskalieren
Ein Demonstrant mit einem Brandsatz in der Hand tritt einen Tränengaskanister weg, den Bereitschaftspolizisten während einer Demonstration gegen das neue Protestgesetz in Athen am 9. Juli geworfen hatten. (AP Photo/Petros Giannakouris)
„Am letzten Donnerstag haben in Athen und 40 weiteren griechischen
Städten Tausende gegen einen drakonischen Gesetzentwurf demonstriert,
der das Recht auf Demonstrationen stark einschränkt und an die
Unterdrückung durch die faschistische Junta anknüpft, die das Land von
1967 bis 1974 regiert hat.
Viele trugen Transparente mit der Aufschrift ‚Hände weg von den Demonstrationen‘. Der Marsch war friedlich, bis er das Parlamentsgebäude am Syntagma-Platz erreichte, wo gerade über den Gesetzentwurf debattiert wurde. Die Bereitschaftspolizei setzte Blendgranaten und Tränengas ein, und es kam zu zahlreichen Fällen von Polizeigewalt gegen die Demonstranten. Das Internet-Nachrichtenportal pressproject.gr veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine Polizeiformation auf Motorrädern in eine Gruppe von Demonstranten fährt. (…)“
Seit zwei Wochen läuft die aktuelle Tourismussaison in
Griechenland. Internationale Flüge bringen Urlauber ins Land. Die
Landgrenze zu Bulgarien ist für Touristen geöffnet. Die ersten beiden
Wochen brachten eher schlechte Nachrichten. An vielen Orten blieben die
Touristen aus. Vor allem unter der Woche warten Kellnerinnen und Kellner
in Tavernen eine gefühlte Ewigkeit auf Kundschaft. Gleichzeitig zeigt
sich, wie widersprüchlich die Maßnahmen der griechischen Regierung sind.
Die Infektionszahlen in Griechenland steigen an
Trotz steigender Infektionszahlen, und obwohl die gerade erst erlaubten Volksfeste erneut verboten wurden, dürfen seit Mittwoch auch Touristen aus dem Vereinigten Königreich nach Griechenland reisen. Flüge aus Schweden sollen ebenfalls folgen. (…)
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