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Nach 140 Tagen: Hungerstreik in Athen nach Erfolg des Prosfygika-Widerstands beendet

Der Stadtrat Athens hat die Aussetzung des umstrittenen Erneuerungsprojekts gefordert und einen Dialog mit der Prosfygika-Gemeinde beschlossen. Nach diesem ersten Erfolg des Widerstands beendeten Aristotelis Chantzis und Suzon Doppagne den Hungerstreik.

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Der seit Anfang Januar andauernde Hungerstreik zum Schutz der selbstverwalteten Prosfygika-Gemeinschaft in Athen ist nach einem ersten Erfolg des Widerstands beendet worden. Der Athener Stadtrat verabschiedete einen Beschluss, der die historische Gemeinschaft als Gesprächspartner anerkennt, die Aussetzung des geplanten Stadterneuerungsprojekts fordert und einen Dialog zwischen den beteiligten Seiten vorsieht. Daraufhin erklärte die Prosfygika-Gemeinschaft das Ende des Hungerstreiks, der am 5. Januar begonnen hatte und sich gegen die Räumungspläne sowie das geplante Stadterneuerungsprojekt richtete. Die Aktivist:innen werteten die Entscheidung als wichtigen politischen und gesellschaftlichen Erfolg ihres monatelangen Widerstands.

Gemeinschaft setzt politischen Kampf fort

Die Entscheidung wurde am Abend auf einer Kundgebung auf dem Athener Syntagma-Platz bekannt gegeben. In ihrer Erklärung machte die Gemeinschaft zugleich deutlich, dass der Widerstand damit nicht beendet sei. Solange das Stadterneuerungsprojekt nicht endgültig aufgegeben werde, solle der politische und gesellschaftliche Kampf für den Erhalt von Prosfygika fortgesetzt werden. Die Bewohner:innen wehren sich seit langem gegen Pläne, das historische Viertel zu räumen und einer großangelegten Umgestaltung zu unterziehen. In Prosfygika leben heute rund 400 Menschen. Die Gemeinschaft versteht sich als selbstverwalteter Lebensraum und beherbergt neben Bewohner:innen aus Griechenland auch Geflüchtete aus Kurdistan und der Türkei sowie zahlreiche politische und soziale Initiativen. (…)

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Leben am seidenen Faden

Athen: Die Menschen in der besetzten Nachbarschaft Prosfygika sind von Vertreibung bedroht. Doch der Widerstand ist groß – zwei Bewohner sind in den Hungerstreik bis zum Tod getreten

Von Marigona Gjebrea, Athen – 24.6.2026

Gegen Vertreibung und Staatsgewalt: Protest in Solidarität mit den Bewohnern der Prosfygika (Athen, 16.5.2026)

Er kann nicht mehr laufen. In einem Video wendet sich Aristotelis Chantzis, sichtlich angestrengt und erschöpft, an seine Mitstreiter. Aristotelis, von allen nur »Aristos« genannt, hat fast die Hälfte seines Körpergewichts verloren. Am Montag musste der Bewohner der besetzten Athener Nachbarschaft Prosfygika ins Krankenhaus eingeliefert werden. Doch trotz seines kritischen Zustands hält Aristos an seinem Entschluss fest. Seit dem 5. Februar befindet er sich im »Hungerstreik bis zum Tod«. Seine Botschaft ist klar: Er wird nicht aufgeben, solange die Zukunft von Prosfygika ungeklärt bleibt.

Mitten im Herzen Athens, zwischen Betonfassaden und vielbefahrenen Straßen, liegt eine der bekanntesten Besetzungen Europas. Acht Wohnblöcke bilden die Gemeinschaft von Prosfygika. Rund 400 Menschen leben hier – Geflüchtete, politisch Verfolgte, Aktivisten, Familien, Kranke und sozial Benachteiligte. Mehr als 20 Sprachen werden gesprochen, Menschen aus 27 Ländern und Regionen teilen sich diesen ungewöhnlichen Ort.

Doch: Laut den griechischen Behörden sollen die Gebäude saniert werden. Die Bewohner sehen das jedoch als Vorwand, um sie zu vertreiben. (…)

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Weitere Beiträge: z.B. von „Rote Fahne News“

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Arbeiterpolitik

Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: A. KaraberisGFSA – Gesellschaft zur Förderung des Studiums der Geschichte der Arbeiterbewegung e.V.

Arbeitermacht: „Wir vertreten eine grundsätzliche Antikriegsposition“


„Vom 4. Mai bis zum 10. Mai besuchte eine griechische Delegation gewekschaftlicher Vertreter und von Genossinnen aus antimililitaristischen Initiativen Deutschland. Ebenfalls dabei war der Chor aus dem linken und widerständigen Stadtteil Exarchia. Der Chor trat zum 8. Mai am sowjetischen Ehrenmal in Treptow auf und gab am 10. Mai ein Konzert mit vier Berliner Antifachören. Wir dokumentieren hier das Interview …“

„Hallo reader! Auf unserer Webseite sind neue Beiträge erschienen und aktuell die Arbeiterpolitik Nr. 2/2026. Jederzeit willkommen! Solidarische Grüße von der Gruppe Arbeiterpolitik!“

WEITERE AKTUELLE THEMEN ZUM NACHLESEN – HIER!!

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Alexis Tsipras‘ zweite Chance

John Malamatinas, 17.6.2026 – freier Journalist in Berlin, Brüssel und Thessaloniki.

An Symbolik wurde nicht gespart: Der frühere Ministerpräsident und ehemalige Syriza-Vorsitzende Alexis Tsipras gründet die neue Linkspartei ELAS (Athen, 26.5.2026).

„… Vor der Kulisse der Akropolis, vor tausenden Menschen, verkündet Tsipras den Namen der neuen Linkspartei: Griechische Linke Koalition, kurz: ELAS.

Es handelte sich nicht einfach um die Vorstellung einer weiteren Partei in einem ohnehin fragmentierten Parteiensystem, sondern um den Versuch, eine politische Leerstelle zu besetzen, die durch das Fehlen einer glaubwürdigen, progressiven Opposition gegen die konservative Nea Dimokratia (ND) von Kyriakos Mitsotakis entstand und seit Tsipras’ Rückzug von der politischen Bühne immer größer geworden ist.“

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„Bei der Frage nach der Eignung für das Amt des Ministerpräsidenten bleibt Kyriakos Mitsotakis mit 26,3 Prozent deutlich in Führung. Alexis Tsipras folgt mit 15,1 Prozent auf dem zweiten Platz. Dahinter liegen PASOK-Chef Nikos Androulakis mit 8,2 Prozent. Maria Karystianou erreicht in dieser Frage 7,1 Prozent. Bemerkenswert ist, dass fast jeder fünfte Befragte angibt, keinen der Politiker für geeignet zu halten.

Gleichzeitig wächst in der Bevölkerung der Wunsch nach einem politischen Machtwechsel. Nach der GPO-Umfrage erhoffen sich 69,1 Prozent der Befragten nach den nächsten Wahlen eine andere Regierung. Nur 27,5 Prozent sprechen sich für eine Fortsetzung des aktuellen Mitte-Rechts-Kabinetts unter Mitsotakis aus.“ (Die Presse)

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Wadephuls Griechenland-Besuch steht im Schatten von Kaisariani

Neue Fotos zeigen die Hinrichtung von 200 Kommunist*innen in einem Athener Vorort. Deutschlands Außenminister weicht der Frage nach dem Umgang mit dem NS-Verbrechen aber aus.

Matthias Monroy – 04.05.2026, 13:20 Uhr

Im Februar aufgetauchtes Foto der Hinrichtungen in Kaisariani – davon waren vor allem Kommunist*innen betroffen.
Foto: Griechisches Kulturministerium

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) flog am heutigen Montag nach Griechenland, wo er von seinem Amtskollegen Giorgios Gerapetritis und Regierungschef Kyriakos Mitsotakis empfangen wurde. Dort hätten die beiden Länder eine »Partnerschaft für eine strategische Kooperation« beschlossen, sagte Wadephul bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gerapetritis. Diese solle »auf allen Ebenen« vertieft werden; genannt wurden die Rüstungskooperation und Investitionen in den griechischen »Wachstumsmarkt«. Zudem geht es bei den Gesprächen um europäische Themen: Griechenland übernimmt nach Zypern im zweiten Halbjahr 2027 die EU-Ratspräsidentschaft. (…)

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Acht Blocks – zwischen Selbstverwaltung und Staatsgewalt

Die besetzte Gemeinschaft Prosfygika in Athen kämpft mit Hilfe vieler Unterstützer gegen die drohende Räumung

Von Alicia Kühn

Nicht unbedingt schön, aber Gemeinschaft: Blick von oben auf Prosfygika (17.12.2013)

Morgens weht mit der süßlich duftenden griechischen Luft ab und zu Kaffeeduft vorbei – mit einem Hauch von Kardamom. Langsam sammeln sich immer mehr Leute unter dem Vordach des Kiosks, denn es tröpfelt an diesem frischen Tag. Es ist eine Mischung aus Warten und Wachsamsein. Gucken, ob wer Fotos macht, ob die Polizei, die ständig zwischen ihrer Wachstation und dem Gerichtsgebäude an der Alexandras Avenue vorbeifährt, nicht doch in die besetzten Gemeinschaftsblocks abbiegt.

Kurz bevor es zur Demo losgeht, klingelt das Handy. Zwei Streifenwagen wurden gesehen, wie sie die Mittelstraße herunterfahren. Die Gruppengespräche verstummen. Alle Blicke gehen zur Straße, bis die Autos an uns vorbei sind und auf der Alexandras wieder verschwinden.

»Schon wieder!«

Die acht Wohnhäuser des heute besetzten Prosfygika in Athen wurden 1933 für griechische Flüchtlinge gebaut. Mit dem Wachstum der Hauptstadt und wachsendem Interesse der staatlichen Immobiliengesellschaft an der Wohnfläche sahen sich die Bewohner in ständiger Bedrohung, zwangsgeräumt zu werden.

Die Menschen, die 2009 anfingen, die Wohnungen zu renovieren, Wasser- und Stromleitungen wieder anzustellen, um sich in Prosfygika ein Zuhause zu errichten, sind heute auf den Straßen, um für ihr Bleiberecht zu kämpfen.

Mit dem Wachstum der Hauptstadt und wachsendem Interesse der staatlichen Immobiliengesellschaft an der Wohnfläche sahen sich die Bewohner in ständiger Bedrohung, zwangsgeräumt zu werden.

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Griechenland: Der Lohn reicht nicht für die Miete

Wohnen wird in Städten wie Athen für viele unerschwinglich. Einige müssen wieder bei ihren Eltern leben. Zwei Betroffene schildern ihre Situation

Savas Savidis: 27.04.2026, 12:04 Uhr (Lesedauer: 4 Min.)

Athen ist eine dicht bebaute Stadt mit stark wachsender Nachfrage nach Wohnraum. Die Wohnkosten steigen seit Jahren deutlich schneller als die Einkommen – Wohnen wird für viele zunehmend unbezahlbar. Die Hauptstadtregion mit über drei Millionen Einwohnern vereint mehr als 30 Prozent der Bevölkerung Griechenlands. Viele Jobs und wirtschaftliche Chancen konzentrieren sich dort. (…)

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