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»NATO raus!« Protest gegen US-Flugzeugträger auf Kreta

Von Hansgeorg Hermann, Chania, 26.2.2026 – jW

Auf der griechischen Insel Kreta protestieren einige tausend Inselbewohner gegen den dort ankernden US-Flugzeugträger »Gerald Ford«. Seit 45 Jahren fordern sie den Abzug der US-Truppen.

Wollen sich nicht in einen Krieg verwickeln lassen: Protest gegen die »USS Gerald Ford« am Dienstag in Chania

Einige tausend Inselbewohner waren es, die am Dienstag nachmittag in der kretischen Hafen- und Universitätstadt ­Chania friedlich gegen die andauernde Präsenz US-amerikanischer Militäreinheiten protestiert haben. Auslöser des starken zivilen Widerstands gegen den »US-Imperialismus« war die Ankunft des US-Flugzeugträgers »Gerald Ford« am Montag im Hafen von Souda. Die Souda-Bucht gilt seit ­Odysseus’ Zeiten als einer der weltweit größten Naturhäfen und als strategischer Knotenpunkt zwischen Europa und Asien.

Seit einem halben Jahrhundert verlangen nicht nur die Menschen der auf rund 150.000 Einwohner angewachsenen Nordwestmetropole der Insel den Abzug der US-Amerikaner. Geteilt wird diese Forderung auch in der Hauptstadt Heraklion. Souda ist seit den Jahren der griechischen Militärdiktatur (1967 bis 1974) nicht nur der wichtigste NATO-Stützpunkt im östlichen Mittelmeer. Bürgermeister und Stadträte waren sich über die Jahrzehnte auch einigermaßen sicher, dass in den Felskatakomben am Nordufer der Bucht bis heute gegen ihren Willen US-Atomwaffen gelagert werden. (…)

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Vorwärts ins 19. Jahrhundert

6. Januar 2026 – Gregor Kritidis

Zur Bedeutung der Einführung des 13-Stunden-Tages in Griechenland

Nach mehr als 100 Jahren geht in Griechenland eine Ära zu Ende: Mitte Oktober 2025 wurde vom griechischen Parlament ein Gesetz zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten verabschiedet, das die Ausdehnung eines Arbeitstages auf 13 Stunden erlaubt.

Mit Ihrer Gesetzesinitiative hat die Regierung Mitsotakis Griechenlands führende Rolle bei der Deregulierung der Arbeitsverhältnisse in der EU verteidigt. Nach einer Reihe von Einschränkungen der Rechte abhängig Beschäftigter – zuletzt wurde die Sechs-Tage-Woche eingeführt – stellt das neue Gesetz einen Meilenstein dar. (…)

Formal bleibt die 40-Stunden-Woche das Maß der Dinge. Doch unabhängig von diesen Einzelheiten, die in den großen schwarzen und grauen Sphären der Ökonomie wie etwa dem Tourismus-Sektor ohnehin keine Geltung haben, wird die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages ins Werk gesetzt und ein seit der großen Schuldenkrise nach 2008 schrittweise durchgesetzter Ist-Zustand gesetzlich sanktioniert. (…)

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Kollision vor Chios: Überlebende widersprechen Küstenwache

Staatsanwaltschaft lässt Mann aus Marokko ohne Beweise als Bootslenker verhaften

Matthias Monroy – 10.02.2026, 14:21 Uhr, nd

Beschädigtes Patrouillenboot der griechischen Küstenwache nach einer Kollision mit einem Flüchtlingsboot. +++ dpa-Bildfunk +++

Neue Zeugenaussagen von Überlebenden des tödlichen Unglücks vor Chios stellen die Darstellung der Ereignisse durch die griechische Küstenwache in Frage. Vor dem Untersuchungsrichter beschreiben Insassen des gesunkenen Flüchtlingsbootes übereinstimmend eine plötzliche, durch das Patrouillenboot verursachte Kollision – ohne Vorwarnung. Dessen Besatzung hatte zunächst behauptet, das aus Richtung der Türkei kommende Boot sei »mit Licht- und Tonsignalen« zum Stoppen aufgefordert worden, habe dann aber den Kurs geändert und seinerseits das Küstenwachschiff gerammt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters gaben drei Überlebende an, ihr motorisiertes Schlauchboot habe seinen Kurs nicht geändert und keine Warnung erhalten.

»Wenn sie uns verfolgt hätten, hätten wir angehalten. Wir waren auf einem Schlauchboot mit Kindern. Wir fuhren einfach geradeaus«, sagte einer der Insassen zu Reuters. Die Überlebenden berichten demnach übereinstimmend, sie hätten nur gesehen, wie kurz vor dem Aufprall ein helles Licht eingeschaltet worden sei. Ein weiterer Überlebender gab an, nach dem Aufprall umgeben von verletzten Menschen und Blut wieder zu Bewusstsein gekommen zu sein.“

Bei dem Unglück am 3. Februar vor der Ägäis-Insel Chios kamen 15 Menschen ums Leben, zwei schwangere Frauen verloren außerdem ihre Babys. 24 Erwachsene und Minderjährige wurden teils schwer verletzt. Die Opfer waren afghanischer Herkunft.

Migrationsminister Thanos Plevris lobte vergangene Woche die Küstenwache für die Rettungsmaßnahmen und machte Menschenschmuggler für die Todesfälle verantwortlich. Mit diesem Vorwurf befindet sich ein marokkanischer Mann weiter in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Außenbordmotor des Bootes gesteuert und damit den Unfall verursacht zu haben. Der Mann erklärt indes, seine Eltern hätten einem türkischsprachigen Mann 3000 Euro für seine Überfahrt gezahlt.

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197496.gefluechtete-kollision-vor-chios-ueberlebende-widersprechen-kuestenwache.html

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Herzliche Glückwünsche zum 13. Geburtstag

Herzliche Grüße und die besten Glückwünsche zu Eurem 13. Geburtstag als rückeroberter Betrieb sendet euch das Griechenland Solidaritätskomitee Köln (www.gskk.org).

Seit nunmehr 15 Jahren sind wir miteinander verbunden. Wir haben von Eurer
Fabrikbesetzung 2011 erfahren, als wir den Aufstand der griechischen Aganaktismenoi
(Empörte) gegen das EU-Diktat begeistert unterstützt haben. Und als Ihr 2013 die Fabrik
rückerobert und mit Eurer Produktion in Selbstverwaltung begonnen habt, gab es eine breite
Unterstützungsbewegung in Deutschland und in Köln, mit der wir Euch vielfältig geholfen
haben.

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Haft bis ans Lebensende für »Migrantenschmuggel«

Ein Gesetzentwurf in Griechenland zielt auf Hilfsorganisationen und Geflüchtete

Matthias Monroy, 29.01.2026 – nd

Bootsunglück vor der griechischen Insel Mykonos (Archivbild)
Foto: dpa/Griechische Küstenwache

Griechenlands Regierung hat dem Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem die Strafen für sogenannten »Migrantenschmuggel« erneut deutlich erhöht werden sollen. Nach Angaben des Migrationsministeriums sollen »die Strafen für den illegalen Handel mit Migranten auf allen Ebenen verschärft« werden. Künftig könnten Verurteilte mit lebenslanger Haft belegt werden.

Derzeit werden Haftstrafen in Griechenland bereits häufig kumulativ verhängt, da jede geschleuste Person einzeln für das Strafmaß zählt. Auf diese Weise kommen Urteile mit mehreren hundert Jahren Haft zustande. Häufig sind erwachsene und minderjährige Geflüchtete aus dem Sudan betroffen, die zu Hunderten in griech. Gefängnissen sitzen. (…)

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EU-Grenzregime

Späte Freiheit für Ziad

Griechenland: Freispruch für Geflüchtete aus Gaza, Hunderte weitere warten auf Prozess

Von Yaro Allisat, 23.1.2026 – junge Welt jw

Von der Justiz kriminalisiert: Für viele Flüchtende hört der Horror mit der Ankunft in der EU nicht auf

Fünf bis 15 Jahre Haft und Geldstrafen im fünf- bis sechsstelligen Bereich: Das steht gemäß griechischem Gesetz auf Schleuserei. Angeklagt werden vor allem Flüchtende selbst, die bei ihrer Ankunft in Schlauchbooten von der griechischen Küstenwache mehr oder weniger zufällig festgenommen werden, aber auch freiwillige Helfer. Auch Ziad wurde Menschenschmuggel vorgeworfen, am Mittwoch sprach ein Gericht auf Rhodos den palästinensischen Schutzsuchenden aus Gaza frei. Er soll das Schlauchboot, mit dem er und andere Flüchtende das Mittelmeer überquerten, gesteuert haben.

Über Ägypten und die Türkei war Ziad im August 2024 nach Griechenland gekommen. Bei seiner Ankunft wurde er festgenommen und für 17 Monate ins Gefängnis gesteckt. »Von dem Moment an, als ich in Europa ankam, habe ich, anstatt Gerechtigkeit zu finden, die größte Ungerechtigkeit erfahren«, so Ziad in einem Statement verschiedener NGOs vor dem Prozess. »Ich wurde eines Verbrechens beschuldigt, das ich nicht begangen hatte, und inhaftiert. Jeder Tag im Gefängnis kommt mir wie ein Jahr vor, und ich lebe in ständiger Angst und Sorge um meine Familie, die ich unter Bombenangriffen und Leid in Gaza zurückgelassen habe.« Ziads sehr kranke Tochter starb in Gaza, weil das israelische Regime ihr keine Evakuationserlaubnis erteilt hatte, berichtet Zaid. Nach zwei Monaten, in denen er zu fliehen versuchte, konnte er 2023 entkommen, kurz vor Beginn von Israels Krieg gegen Gaza. (…)

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Das Echo der Katastrophe

Musik und Widerstand: David Prudhommes wundervolle Comicbände »Rembetiko« und »Rembetissa«

Von Marc Hieronimus, 12.1.2026 – junge Welt jw

David Prudhomme: Rembetiko. Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock. Reprodukt-Verlag, Berlin 2010, 104 Seiten, 24 Euro; David Prudhomme: Rembetissa. Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock. Reprodukt-Verlag, Berlin 2025, 112 Seiten, 25 Euro

Wenn im Tagtraum die Fee mit dem Chronoteleporter kommt und einen Urlaub in einer europäischen Stadt der Wahl im Jahre 1930 anbietet, denkt man an Paris oder Berlin, wenn eine zerebrale Sprachinstallation inbegriffen ist, vielleicht auch an Moskau, Lwiw oder Madrid, aber wahrscheinlich nicht an Thessaloniki, Athen oder Piräus. Zu Unrecht, denn da spielte die Musik, und zwar der Rembetiko.

Er entstand Anfang der 1920er Jahre, als viele verarmte Bauern in die Städte strömten und dort auf ihre geflüchteten Landsleute aus Kleinasien trafen, die mit dem Ende des Griechisch-Türkischen Krieges aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. Die Rembetes und wenigen Rembetissas, d. h. die Musiker, Sänger und Sängerinnen des Rembetiko, waren unter den Bourgeois nicht gut angesehen, galten als Gammler, Gauner, Drogenabhängige. Sie verkörperten den türkischen, orientalischen Teil der Griechen und sangen in ihren Liedern unter anderem von Drogen, Glücksspiel, Raufereien, Ärger mit der Polizei und allgemein vom Elend des Lebens am Rande der Gesellschaft. Kein Wunder, dass der Rembetiko unter dem General Ioannis Metaxas (1936–1941) verboten wurde. Er hatte sich nach der Niederschlagung eines Arbeiteraufstands im August 1936 zum Diktator aufgeschwungen und träumte mit dem westgriechischen Bürgertum von einer »Dritten griechischen Zivilisation«, die sich nun an die klassische Antike und das Byzantinische Reich anschließen sollte. (…)

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