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Wohnen wird in Städten wie Athen für viele unerschwinglich. Einige müssen wieder bei ihren Eltern leben. Zwei Betroffene schildern ihre Situation
Savas Savidis: 27.04.2026, 12:04 Uhr (Lesedauer: 4 Min.)
Athen ist eine dicht bebaute Stadt mit stark wachsender Nachfrage nach Wohnraum. Die Wohnkosten steigen seit Jahren deutlich schneller als die Einkommen – Wohnen wird für viele zunehmend unbezahlbar. Die Hauptstadtregion mit über drei Millionen Einwohnern vereint mehr als 30 Prozent der Bevölkerung Griechenlands. Viele Jobs und wirtschaftliche Chancen konzentrieren sich dort. (…)
Griechenland: Eine große Gentrifizierungsstrategie bedroht die autonom verwalteten Wohnblocks Prosfygika, sagen Isa M. und Korsa S.
Interview: Osa Udushesheri
Isa M. und Korsa S. (Namen geändert) sind Mitglieder des Internationalen Komitees der Kampagne »Save Prosfygika« zur Verteidigung des besetzten und von Gentrifizierung bedrohten Stadtteils in der griechischen Hauptstadt Athen
Die offenbar größte besetzte Nachbarschaft Europas, die Athener Wohnblocks Prosfygika, befinden sich neben einem Krebskrankenhaus zwischen einer Polizeidirektion und dem Obersten Gerichtshof. Die Besetzung dauert mittlerweile 30 Jahre an. Seit 16 Jahren hat sich die »Gemeinschaft des besetzten Prosfygika« gebildet, vor allem um organisierte Kriminalität zu vertreiben. Die Siedlung sollte schon einige Male für Milliardenprojekte weichen, hat sich aber immer wieder gewehrt. Wofür steht der Name Prosfygika, und wer lebt dort?
Isa M.: Der Name bedeutet übersetzt quasi »Ort der Geflüchteten«. In den Dreißigern wurden diese acht Häuserblocks erbaut, um Geflüchteten aus Kleinasien eine Unterkunft zu geben. Sie befindet sich im Arbeiterviertel Ambelokipi. Früher war sie am Stadtrand, heute liegt Prosfygika mitten im Stadtzentrum von Athen. Ob durch Partisanen in Zeiten der Besatzung durch den Hitlerfaschismus, zur Zeit der Militärjunta in den 70ern oder während der neoliberalen Politik ab den 90er Jahren: Prosfygika war immer ein Ort des Widerstands und ist ein historisches Monument. In den 2000ern haben sich auch Drogenhändler angesiedelt. Anarchisten, Kommunisten, arme Leute, Geflüchtete und türkische Revolutionäre haben sich dann dagegen zusammengetan. (…)
Regierungspartei unter Druck: Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis (Athen, 9.7.2025)
Athen. Das griechische Parlament hat am Mittwoch die Immunität von 13 Abgeordneten aufgehoben. Sie sind mutmaßlich in den Betrug von EU-Agrarbeihilfen verwickelt. Damit weitet sich ein Skandal aus, in dessen Folge Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis Anfang April bereits sein Kabinett umgebildet hatte. Die jüngsten Ermittlungen beziehen sich auf mutmaßliche Straftaten im Jahr 2021. Dazu zählen unter anderem Anstiftung zur Untreue, Computerbetrug und Falschbeurkundung. Anfang April hatten Staatsanwälte das griechische Parlament gebeten, die Immunität von 13 Abgeordneten der Regierungspartei Nea Dimokratia aufzuheben. Dazu gehören der ehemalige Landwirtschaftsminister und der ehemalige Minister für Klimakrise und Zivilschutz. Griechische Abgeordnete können nur dann von der Justiz strafrechtlich verfolgt werden, wenn das Parlament ihre Immunität aufhebt. (…)
Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des griechischen Meinungsforschungsinstituts »Interview« sank die Zustimmung für die Regierungspartei Nea Dimokratia von 28,7 Prozent im März auf 25,7 Prozent im April. Sie liegt jedoch weiterhin deutlich vor der zweitplatzierten sozialdemokratischen Partei Pasok. (Reuters/jW)
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Griechenland: Die Athener »Prosfygika« ist die größte Hausbesetzung Europas und von Räumung bedroht. Doch die Beteiligten wehren sich Von Lorena Saraniero, Athen
Selbstverwaltet, autonom und widerständig: Die dritte Demonstration gegen die Räumung (Athen, 18.4.2026)
Die Parole »Unsere gemeinsame Sprache ist Widerstand« schmückt eine der Wände des selbstverwalteten besetzten Gebäudekomplexes »Prosfygika« in Athen. Die Bäckerei »Berkin Elvan«, benannt nach einem 15jährigen Aktivisten, der 2014 bei den Gezi-Park-Protesten von türkischen Polizisten getötet wurde, öffnet dort an einem sonnigen Morgen. Kinder sind auf dem Weg zum selbstorganisierten Kindergarten eine Straße weiter.
»Prosfygika« liegt in unmittelbarer Nachbarschaft eines Fußballstadions, zwischen einem Krankenhaus für Krebspatienten, einer Polizeistation und dem Obersten Gericht. Der Komplex besteht aus acht Häuserblocks auf 3,5 Hektar. Mehr als 400 Menschen aus über 27 Ländern haben hier ein gemeinsames Zuhause gefunden, das sie selbstverwaltet organisieren. Es ist die größte Häuserbesetzung in Europa. Im vergangenen Sommer beschloss die Hauptstadtregion Attika gemeinsam mit der griechischen Regierung ein 15 Millionen Euro teures und mit EU-Geldern finanziertes »Sanierungsprogramm«, das die Zwangsräumung seiner Bewohner ohne vorherige Konsultation vorsieht. Regionale Behörden haben klar gemacht, dass dies auch gewaltsam unter Einsatz von Polizeikräften erfolgen soll. (…)
Panos Ruci, Vater eines der Opfer des Tempi-Unglücks, über seinen Kampf für Gerechtigkeit
Interview: John Malamatinas – 22.3.2026
Die Katastrophe in Tempi hat eine große Protestbewegung in Griechenland nach sich gezogen. Vor allem Angehörige der Opfer wie Panos Ruci sind hier aktiv.
Was erwarten Sie von dem Prozess zum Eisenbahnunglück von Tempi, der an diesem Montag beginnt?
Ich erwarte leider nicht viel, denn die Justiz in Griechenland funktioniert nicht wie in anderen Ländern. Sie ist derart kontrolliert, dass wir Angehörigen die Wahrheit selbst ans Licht bringen müssen. Beim großen Prozess am 23. März hoffen wir dennoch, dass die Arbeit korrekt gemacht wird. Ich glaube, dass es noch ehrliche Menschen gibt, die ihrer Verantwortung genüge tun. (…)
In den vergangenen drei Jahren gab es zahlreiche Protesttage wegen der schleppenden Aufklärung der Vorfälle.
Die deutsche Besatzungszone, die von General Alexander Löhrs Heeresgruppe E kontrolliert wurde, umfasste Athen, den Peloponnes und den größten Teil Mittelgriechenlands. Hier sollte sich Kaisariani ereignen.
Die nationalsozialistische Besatzung erfolgte nicht allein durch direkte deutsche Verwaltung. Stattdessen errichteten die Deutschen eine griechische Marionettenregierung unter kollaborativer Führung. Diese Regierung – zunächst unter Ioannis Tsolakoglou und später unter anderen – wahrte den Anschein der griechischen Staatlichkeit, während sie gleichzeitig den Interessen der Nazis diente.
Die Kollaboration zwischen den Nazi-Besatzern und den griechischen Marionettenbehörden ist für das Verständnis von Kaisariani von entscheidender Bedeutung. Die Hinrichtungen waren keine rein deutsche Operation, sondern wurden unter Beteiligung griechischer Behörden, der griechischen Polizei und griechischer Verwaltungsstrukturen durchgeführt. Diese Kollaboration sollte später zu bitteren internen Konflikten und historischen Vorwürfen führen.
Die Widerstandsbewegung und die ELAS
Gegen die Besatzung durch die Nazis entstand eine mächtige Widerstandsbewegung. Die dominierende Kraft war die ELAS (Elliniko Apeleftherotiko Socio, griechische Volksbefreiungsarmee), der militärische Flügel der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE). Bis 1944 kontrollierte die ELAS bedeutende Gebiete in den griechischen Bergen und stellte eine echte militärische Bedrohung für die Besatzungstruppen dar.
Es gab noch andere Widerstandsgruppen – darunter nationalistische und royalistische Organisationen –, aber die ELAS war bei weitem die größte und militärisch effektivste. Diese Tatsache prägte die Art der Vergeltungsmaßnahmen der Nazis: Sie betrachteten die ELAS und den Kommunismus als die größte Bedrohung.
Der unmittelbare Auslöser: Der Angriff von Molai im April 1944
Kommunistische ELAS-Partisanen (Foto aus dem griechischen Bürgerkrieg)
Der direkte Auslöser für die Hinrichtungen von Kaisariani war ein Angriff der Widerstandskämpfer auf die deutschen Truppen in der Nähe der Stadt Molai im südlichen Peloponnes Ende April 1944.
General Franz Krech und die 41. Festungsdivision
General Franz Krech befehligte die 41. deutsche Festungsdivision (41. Infanterie-Division), die als Teil der Besatzungstruppen in Griechenland stationiert war. Krech hatte die Aufgabe, die deutsche Kontrolle über den Peloponnes aufrechtzuerhalten und die Widerstandsaktivitäten der ELAS zu bekämpfen.
Der Vorfall von Molai
Ende April 1944 griffen ELAS-Kämpfer deutsche Militärstellungen in der Nähe von Molai an. Der Angriff forderte das Leben von des Generals und vier seiner Begleiter – die Schätzungen variieren, aber etwa 20 bis 30 deutsche Soldaten wurden getötet oder verwundet. Für einen Militärkommandanten in besetztem Gebiet stellte dies sowohl eine taktische Herausforderung als auch ein politisches Problem dar: Es zeigte, dass Widerstandskräfte nach Belieben gegen Besatzungstruppen zuschlagen konnten.
Die Doktrin der Vergeltung
Die Besatzungstruppen operierten nach einer Doktrin der kollektiven Bestrafung und Massenvergeltung. Diese Doktrin war auf höchster Ebene der Wehrmacht und der SS-Führung formalisiert worden. Das Prinzip war einfach: Für jeden deutschen Soldaten, der von Widerstandskämpfern getötet wurde, würden eine große Anzahl von Zivilisten oder politischen Gefangenen hingerichtet werden.
Dies war keine ad hoc begangene Brutalität, sondern systematisch, rationalisiert und tief in der Nazi-Besatzungspolitik in ganz Europa verankert. In Griechenland wie auch in Jugoslawien, der Sowjetunion und dem besetzten Westeuropa waren Repressalien-Hinrichtungen ein gängiges Instrument der Besatzungsverwaltung.
Das Verhältnis 1:10 und die Repressalienberechnungen der Nazis
Die Nazis wandten oft ein Verhältnis von 1:10 oder sogar 1:20 an – für jeden getöteten Deutschen wurden 10 oder 20 Menschen hingerichtet. Im Fall von Kaisariani lässt die Hinrichtung von 200 Gefangenen darauf schließen, dass die Kommandeure dies als angemessene Vergeltungsmaßnahme für die Opfer von Molai berechnet hatten.
Generalmajor Karl von Le Suire, verantwortlicher Kommandant über die Peloponnese, erteilte den Befehl zur Durchführung von Massenhinrichtungen als Vergeltung für den Angriff von Molai. Aber der General handelte nicht isoliert; seine Befehle standen im Einklang mit der allgemeinen deutschen Besatzungspolitik und wurden wahrscheinlich von höheren Kommandoebenen genehmigt.
Die Auswahl der Opfer: Wie 200 Namen ausgewählt wurden
Nachdem die Entscheidung für Massenhinrichtungen gefallen war, stellte sich die Frage: Wer sollte getötet werden? Die Antwort offenbart die politischen Dimensionen der Besatzungspolitik der Nazis.
Politische Gefangene als Ziele
Die Besatzungstruppen führten keine willkürlichen Hinrichtungen an Zivilisten durch. Stattdessen nahmen sie politische Gefangene ins Visier – Männer und Frauen, die wegen ihres Widerstands gegen die Nazi-Herrschaft oder ihrer Unterstützung von Widerstandsbewegungen inhaftiert waren.
In Griechenland gab es mehrere Haftanstalten für politische Gefangene:
Konzentrationslager Chaidari – die wichtigste Einrichtung in der Nähe von Athen
Festung Akronafplia – in Nafplio
Verschiedene lokale Gefängnisse – in ganz Griechenland
Internierungslager – für Personen, die der Sympathie für den Widerstand verdächtigt wurden
Die Entscheidung, politische Gefangene hinzurichten, diente mehreren Zwecken:
Terrorismus – dem Widerstand zu demonstrieren, dass eine Gefangennahme den Tod bedeutete
Entscheidend war, dass die griechischen Behörden in den Auswahlprozess involviert waren. Die griechische Marionettenregierung und die griechische Polizei arbeiteten zusammen, um zu bestimmen, welche Gefangenen hingerichtet werden sollten. Diese Zusammenarbeit wurde später zu einem wichtigen Streitpunkt in der griechischen Nachkriegspolitik und in Gerichtsverfahren.
Die griechische Polizei und Beamte verfügten über detaillierte Kenntnisse über die politischen Zugehörigkeiten und Aktivitäten der inhaftierten Personen. Sie nutzten dieses Wissen, um den Nazi-Besatzern dabei zu helfen, diejenigen zu identifizieren, die als besonders gefährlich oder ideologisch engagiert galten.
Der Fokus auf Kommunisten
Unter den 200 zur Hinrichtung Ausgewählten waren die meisten Kommunisten oder Sympathisanten der Kommunisten. Dies spiegelte mehrere Realitäten wider:
Die Besatzer betrachteten den Kommunismus als existenzielle Bedrohung.
Auch die kollaborierenden griechischen Behörden sahen in den Kommunisten die größte politische Bedrohung.
Die kommunistischen Gefangenen stellten die am besten organisierte und ideologisch engagierteste Opposition gegen die Nazi-Herrschaft dar.
Die Hinrichtung war daher nicht nur gegen den Widerstand gerichtet, sondern speziell gegen den Kommunismus. Diese Tatsache prägte die Erinnerung an dieses Ereignis und seine Politisierung in der griechischen Nachkriegsgeschichte.
Die politischen Dimensionen: Besatzung, Kollaboration und Widerstand
Soldaten der griechischen Sicherheitsbataillone, welche mit den deutschen Truppen zusammenarbeiteten, ruhen sich während einer Anti-Partisanen-Aktion im Jahr 1943 aus. Sie tragen die Uniform der Evzonen-Regimenter aus der Vorkriegszeit. [Bundesarchiv, Bild 101I-178-1536-18A / Schütte / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5476357]
Um Kaisariani zu verstehen, muss man sich mit der komplexen politischen Dynamik des besetzten Griechenlands auseinandersetzen.
Die Widerstandslandschaft
Der griechische Widerstand war nicht monolithisch. Es gab mehrere Bewegungen:
ELAS/KKE – kommunistisch geführt, militärisch am stärksten, kontrollierte bedeutende Gebiete
EDES (Griechische Demokratische Nationale Liga) – nationalistisch/republikanisch, verbündet mit den Westmächten
Königstreuer Widerstand – unterstützte den im Exil lebenden König Georg II.
Verschiedene andere Organisationen – aus dem gesamten politischen Spektrum
Bis 1944 war der Hauptkonflikt nicht mehr nur zwischen Besatzung und Widerstand, sondern zunehmend zwischen ELAS und antikommunistischen Widerstandsgruppen. Diese interne Dimension sollte die Nachkriegszeit prägen.
Die griechische Marionettenregierung sowie die griechische Polizei und Sicherheitskräfte kollaborierten aktiv mit den Deutschen. Einige Motive dafür waren:
Ideologische Übereinstimmung – einige griechische Faschisten und Konservative betrachteten den Kommunismus als die größte Bedrohung.
Selbsterhaltung – Kollaborateure wollten ihre Macht erhalten und vermeiden, selbst zu Opfern zu werden.
Nationalismus – einige Kollaborateure glaubten sogar, dass sie die griechischen Interessen gegen die Besatzung verteidigten.
Zwang – viele Griechen wurden gezwungen, sich an den Besatzungsstrukturen zu beteiligen.
Dieser Kollaborationsapparat wurde im Nachkriegsgriechenland zu einem äußerst umstrittenen Thema und ist bis heute Gegenstand historischer Debatten und politischer Auseinandersetzungen.
Die Rolle der Sicherheitsbataillone
Besonders hervorzuheben sind die Sicherheitsbataillone (Tagmata Asphaleias) – griechische paramilitärische Einheiten, die von den den Deutschen rekrutiert und bewaffnet wurden, um gegen die ELAS zu kämpfen. Diese Einheiten, die sich aus griechischen Freiwilligen oder Wehrpflichtigen zusammensetzten, wurden für ihre Brutalität gegenüber dem kommunistischen Widerstand berüchtigt.
Die Existenz und Rolle der Sicherheitsbataillone führte zu einer Situation, in der Griechen im Namen des Kampfes gegen die Besatzung andere Griechen töteten. Diese interne Dimension machte die Besatzungserfahrung und die Nachkriegszeit noch komplexer.
„Jahrzehntelang blieben die Gesichter derjenigen, die in Griechenlands dunkelster Stunde hingerichtet wurden, der Geschichte verborgen. Nun hat die Archivforschung der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) einem der Opfer – einem jungen Mann aus Chania – einen Namen und eine Geschichte gegeben.
Am 1. Mai 1944 wurden etwa 200 kommunistische Gefangene auf dem Schießplatz Kaisariani in Athen hingerichtet – ein Massaker, das als eines der tragischsten Kapitel der griechischen Widerstandsbewegung gilt. Kürzlich gelang der KKE ein bedeutender historischer Durchbruch, indem sie zwei der Opfer anhand von erhaltenen Fotos und akribischen Archivrecherchen identifizieren konnte: Thrasybulos Kalafatakis, ein 30-Jähriger aus Chania, und Dimitris Papadopoulos, pontischer Abstammung.
Die Entdeckung der Kaisariani-Fotos
Eine sensationelle Entdeckung, die in griechischen Geschichts- und Wissenschaftskreisen für Aufruhr gesorgt hat: Bislang unbekannte Fotos, die die Massenhinrichtung von Kaisariani am 1. Mai 1944 dokumentieren, sind unerwartet auf der Online-Auktionsplattform eBay aufgetaucht. Zum ersten Mal seit über acht Jahrzehnten kann die Welt die Gesichter der Opfer und Täter sehen, eingefroren in einem einzigen, erschütternden Moment.
Das Auftauchen dieser Fotos am Samstag, den 14. Februar 2026, hat eine intensive Debatte über die Bewahrung von Geschichte, die Ethik der Dokumentation von Nazi-Kriegsverbrechen und die Verpflichtung der Nationen ausgelöst, die Erinnerung an diejenigen, die durch staatliche Gewalt ums Leben gekommen sind, wiederherzustellen und zu ehren. Was als gewöhnliche Online-Auktion begann, ist zu einem außergewöhnlichen Fenster in eine der dunkelsten Stunden Griechenlands geworden.
Die Entdeckung: Wie unbekannte Fotos bei eBay auftauchten
Am Samstag, dem 14. Februar 2026, bemerkte eine aufmerksame Gemeinschaft von Historikern und Forschern etwas Außergewöhnliches bei eBay: eine Sammlung von Originalfotografien, die den Hinrichtungsort Kaisariani am 1. Mai 1944 dokumentieren. Die Fotos befanden sich offenbar seit mehr als 80 Jahren in Privatbesitz – wahrscheinlich im Besitz einer deutschen Familie mit einem Angehörigen, welcher im Zweiten Weltkrieg bei den Besatzungstruppen in Griechenland stationiert war. (…)“
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