Κάτω τα ξερά σας από τη ΒΙΟ.ΜΕ! Hände weg von VIO.ME! #defendviome
Die einzige Fabrik des Landes, die von den Bossen befreit und der Gesellschaft zurückgegeben wurde, die einzige Fabrik, die im Sinne von Selbstverwaltung, Gleichheit und Solidarität arbeitet, ist in Gefahr! Die große Solidaritätsbewegung wird jede „Investition“ und jede Zwangsräumung stoppen!
Neue Fotos zeigen die Hinrichtung von 200 Kommunist*innen in einem Athener Vorort. Deutschlands Außenminister weicht der Frage nach dem Umgang mit dem NS-Verbrechen aber aus.
Im Februar aufgetauchtes Foto der Hinrichtungen in Kaisariani – davon waren vor allem Kommunist*innen betroffen. Foto: Griechisches Kulturministerium
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) flog am heutigen Montag nach Griechenland, wo er von seinem Amtskollegen Giorgios Gerapetritis und Regierungschef Kyriakos Mitsotakis empfangen wurde. Dort hätten die beiden Länder eine »Partnerschaft für eine strategische Kooperation« beschlossen, sagte Wadephul bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gerapetritis. Diese solle »auf allen Ebenen« vertieft werden; genannt wurden die Rüstungskooperation und Investitionen in den griechischen »Wachstumsmarkt«. Zudem geht es bei den Gesprächen um europäische Themen: Griechenland übernimmt nach Zypern im zweiten Halbjahr 2027 die EU-Ratspräsidentschaft. (…)
Die besetzte Gemeinschaft Prosfygika in Athen kämpft mit Hilfe vieler Unterstützer gegen die drohende Räumung
Von Alicia Kühn
Nicht unbedingt schön, aber Gemeinschaft: Blick von oben auf Prosfygika (17.12.2013)
Morgens weht mit der süßlich duftenden griechischen Luft ab und zu Kaffeeduft vorbei – mit einem Hauch von Kardamom. Langsam sammeln sich immer mehr Leute unter dem Vordach des Kiosks, denn es tröpfelt an diesem frischen Tag. Es ist eine Mischung aus Warten und Wachsamsein. Gucken, ob wer Fotos macht, ob die Polizei, die ständig zwischen ihrer Wachstation und dem Gerichtsgebäude an der Alexandras Avenue vorbeifährt, nicht doch in die besetzten Gemeinschaftsblocks abbiegt.
Kurz bevor es zur Demo losgeht, klingelt das Handy. Zwei Streifenwagen wurden gesehen, wie sie die Mittelstraße herunterfahren. Die Gruppengespräche verstummen. Alle Blicke gehen zur Straße, bis die Autos an uns vorbei sind und auf der Alexandras wieder verschwinden.
»Schon wieder!«
Die acht Wohnhäuser des heute besetzten Prosfygika in Athen wurden 1933 für griechische Flüchtlinge gebaut. Mit dem Wachstum der Hauptstadt und wachsendem Interesse der staatlichen Immobiliengesellschaft an der Wohnfläche sahen sich die Bewohner in ständiger Bedrohung, zwangsgeräumt zu werden.
Die Menschen, die 2009 anfingen, die Wohnungen zu renovieren, Wasser- und Stromleitungen wieder anzustellen, um sich in Prosfygika ein Zuhause zu errichten, sind heute auf den Straßen, um für ihr Bleiberecht zu kämpfen.
Mit dem Wachstum der Hauptstadt und wachsendem Interesse der staatlichen Immobiliengesellschaft an der Wohnfläche sahen sich die Bewohner in ständiger Bedrohung, zwangsgeräumt zu werden.
Wohnen wird in Städten wie Athen für viele unerschwinglich. Einige müssen wieder bei ihren Eltern leben. Zwei Betroffene schildern ihre Situation
Savas Savidis: 27.04.2026, 12:04 Uhr (Lesedauer: 4 Min.)
Athen ist eine dicht bebaute Stadt mit stark wachsender Nachfrage nach Wohnraum. Die Wohnkosten steigen seit Jahren deutlich schneller als die Einkommen – Wohnen wird für viele zunehmend unbezahlbar. Die Hauptstadtregion mit über drei Millionen Einwohnern vereint mehr als 30 Prozent der Bevölkerung Griechenlands. Viele Jobs und wirtschaftliche Chancen konzentrieren sich dort. (…)
Griechenland: Eine große Gentrifizierungsstrategie bedroht die autonom verwalteten Wohnblocks Prosfygika, sagen Isa M. und Korsa S.
Interview: Osa Udushesheri
Isa M. und Korsa S. (Namen geändert) sind Mitglieder des Internationalen Komitees der Kampagne »Save Prosfygika« zur Verteidigung des besetzten und von Gentrifizierung bedrohten Stadtteils in der griechischen Hauptstadt Athen
Die offenbar größte besetzte Nachbarschaft Europas, die Athener Wohnblocks Prosfygika, befinden sich neben einem Krebskrankenhaus zwischen einer Polizeidirektion und dem Obersten Gerichtshof. Die Besetzung dauert mittlerweile 30 Jahre an. Seit 16 Jahren hat sich die »Gemeinschaft des besetzten Prosfygika« gebildet, vor allem um organisierte Kriminalität zu vertreiben. Die Siedlung sollte schon einige Male für Milliardenprojekte weichen, hat sich aber immer wieder gewehrt. Wofür steht der Name Prosfygika, und wer lebt dort?
Isa M.: Der Name bedeutet übersetzt quasi »Ort der Geflüchteten«. In den Dreißigern wurden diese acht Häuserblocks erbaut, um Geflüchteten aus Kleinasien eine Unterkunft zu geben. Sie befindet sich im Arbeiterviertel Ambelokipi. Früher war sie am Stadtrand, heute liegt Prosfygika mitten im Stadtzentrum von Athen. Ob durch Partisanen in Zeiten der Besatzung durch den Hitlerfaschismus, zur Zeit der Militärjunta in den 70ern oder während der neoliberalen Politik ab den 90er Jahren: Prosfygika war immer ein Ort des Widerstands und ist ein historisches Monument. In den 2000ern haben sich auch Drogenhändler angesiedelt. Anarchisten, Kommunisten, arme Leute, Geflüchtete und türkische Revolutionäre haben sich dann dagegen zusammengetan. (…)
Regierungspartei unter Druck: Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis (Athen, 9.7.2025)
Athen. Das griechische Parlament hat am Mittwoch die Immunität von 13 Abgeordneten aufgehoben. Sie sind mutmaßlich in den Betrug von EU-Agrarbeihilfen verwickelt. Damit weitet sich ein Skandal aus, in dessen Folge Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis Anfang April bereits sein Kabinett umgebildet hatte. Die jüngsten Ermittlungen beziehen sich auf mutmaßliche Straftaten im Jahr 2021. Dazu zählen unter anderem Anstiftung zur Untreue, Computerbetrug und Falschbeurkundung. Anfang April hatten Staatsanwälte das griechische Parlament gebeten, die Immunität von 13 Abgeordneten der Regierungspartei Nea Dimokratia aufzuheben. Dazu gehören der ehemalige Landwirtschaftsminister und der ehemalige Minister für Klimakrise und Zivilschutz. Griechische Abgeordnete können nur dann von der Justiz strafrechtlich verfolgt werden, wenn das Parlament ihre Immunität aufhebt. (…)
Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des griechischen Meinungsforschungsinstituts »Interview« sank die Zustimmung für die Regierungspartei Nea Dimokratia von 28,7 Prozent im März auf 25,7 Prozent im April. Sie liegt jedoch weiterhin deutlich vor der zweitplatzierten sozialdemokratischen Partei Pasok. (Reuters/jW)
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Griechenland: Die Athener »Prosfygika« ist die größte Hausbesetzung Europas und von Räumung bedroht. Doch die Beteiligten wehren sich Von Lorena Saraniero, Athen
Selbstverwaltet, autonom und widerständig: Die dritte Demonstration gegen die Räumung (Athen, 18.4.2026)
Die Parole »Unsere gemeinsame Sprache ist Widerstand« schmückt eine der Wände des selbstverwalteten besetzten Gebäudekomplexes »Prosfygika« in Athen. Die Bäckerei »Berkin Elvan«, benannt nach einem 15jährigen Aktivisten, der 2014 bei den Gezi-Park-Protesten von türkischen Polizisten getötet wurde, öffnet dort an einem sonnigen Morgen. Kinder sind auf dem Weg zum selbstorganisierten Kindergarten eine Straße weiter.
»Prosfygika« liegt in unmittelbarer Nachbarschaft eines Fußballstadions, zwischen einem Krankenhaus für Krebspatienten, einer Polizeistation und dem Obersten Gericht. Der Komplex besteht aus acht Häuserblocks auf 3,5 Hektar. Mehr als 400 Menschen aus über 27 Ländern haben hier ein gemeinsames Zuhause gefunden, das sie selbstverwaltet organisieren. Es ist die größte Häuserbesetzung in Europa. Im vergangenen Sommer beschloss die Hauptstadtregion Attika gemeinsam mit der griechischen Regierung ein 15 Millionen Euro teures und mit EU-Geldern finanziertes »Sanierungsprogramm«, das die Zwangsräumung seiner Bewohner ohne vorherige Konsultation vorsieht. Regionale Behörden haben klar gemacht, dass dies auch gewaltsam unter Einsatz von Polizeikräften erfolgen soll. (…)
Panos Ruci, Vater eines der Opfer des Tempi-Unglücks, über seinen Kampf für Gerechtigkeit
Interview: John Malamatinas – 22.3.2026
Die Katastrophe in Tempi hat eine große Protestbewegung in Griechenland nach sich gezogen. Vor allem Angehörige der Opfer wie Panos Ruci sind hier aktiv.
Was erwarten Sie von dem Prozess zum Eisenbahnunglück von Tempi, der an diesem Montag beginnt?
Ich erwarte leider nicht viel, denn die Justiz in Griechenland funktioniert nicht wie in anderen Ländern. Sie ist derart kontrolliert, dass wir Angehörigen die Wahrheit selbst ans Licht bringen müssen. Beim großen Prozess am 23. März hoffen wir dennoch, dass die Arbeit korrekt gemacht wird. Ich glaube, dass es noch ehrliche Menschen gibt, die ihrer Verantwortung genüge tun. (…)
In den vergangenen drei Jahren gab es zahlreiche Protesttage wegen der schleppenden Aufklärung der Vorfälle.
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