11. Geburtstag von VIO.ME in der selbstverwalteten Fabrik

DER 11. GEBURTSTAG VON VIO.ME – 2024
„Die selbstverwaltete Fabrik der Kooperative VIO.ME hat elf Jahre ununterbrochenen Betrieb hinter sich. Am 17. und 18. Mai laden wir Sie ein, gemeinsam den Fortbestand eines in Europa einzigartigen Projekts zu feiern.
Wir unterstützen die Emanzipation der Arbeiter von ihren Chefs, die Befreiung von Hierarchien und Ungleichheiten am Arbeitsplatz. Wir verwenden natürliche und ökologische Reinigungs- und Pflegeprodukte, die seit 11 Jahren von unseren Mitarbeitern mit Leidenschaft und Konsequenz hergestellt werden. Wir feiern unseren 11. Geburtstag am 17. und 18. Mai.“ ( infolibre, 5. Mai 2024)

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Κάτω τα ξερά σας από τη ΒΙΟ.ΜΕ! Hände weg von VIO.ME! #defendviome

Die einzige Fabrik des Landes, die von den Bossen befreit und der Gesellschaft zurückgegeben wurde, die einzige Fabrik, die im Sinne von Selbstverwaltung, Gleichheit und Solidarität arbeitet, ist in Gefahr! Die große Solidaritätsbewegung wird jede „Investition“ und jede Zwangsräumung stoppen!

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Über 600 Tote und keine Konsequenzen?

Aus dem Sondernewsletter von Pro Asyl zum Jahrestag von Pylos (14.6.)

Greece: On Pylos Shipwreck Anniversary, Still No Justice (Human Rights Watch)
Liebe Freundinnen und Freunde,
heute vor genau einem Jahr erfuhren wir von einer fürchterlichen Katastrophe im Mittelmeer: Mehr als 600 Flüchtlinge starben, als der überfüllte Fischkutter Adriana vor dem griechischen Küstenort Pylos sank. Obwohl die griechische Küstenwache mehr als 15 Stunden zuvor von der Seenot des Schiffes erfahren hatte und vor Ort war, überlebten am Ende nur 104 Menschen. Seit diesem Tag stehen unser Team in Griechenland und wir in Deutschland den Überlebenden und verzweifelten Angehörigen der Opfer zur Seite.
WIR GEHEN GEGEN DAS STERBENLASSEN VOR GERICHT – BITTE SPENDET!
Die Geschehnisse in der Nacht auf den 14. Juni 2023 wurden von uns genau aufgearbeitet. Unsere Kolleg*innen von Refugee Support Aegean leisten humanitären Beistand und vertreten die Opfer juristisch in allen Belangen. Die zentrale Frage, die uns alle bewegt, lautet: Warum wurden die Menschen nicht gerettet? Zusammen mit 20 Überlebenden waren wir deshalb zum Jahrestag in Berlin, um gemeinsam Aufklärung und Gerechtigkeit zu fordern. (…)“

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Grausame Rache

Vor 80 Jahren begingen Angehörige der SS im griechischen Dorf Distomo ein Massaker

Von Ulrich Schneider, 9.6.2024 – junge Welt

In ganz Europa findet man Gedenkorte, die unmittelbar mit faschistischen Massenverbrechen verbunden sind, nicht nur Konzentrations- und Vernichtungslager. Sie erinnern daran, wie der »Vernichtungskrieg« zu Lasten der Zivilbevölkerung umgesetzt wurde. Viele erinnern aber auch daran, dass die deutsche Bundesregierung bis heute politische und finanzielle Verantwortung hierfür ablehnt. Ein solcher Ort ist Distomo in Zentralgriechenland. (…)

M 218 Menschen wurden am 10. Juni in Distomo auf brutalste Weise ermordet in nur wenigen Stunden. Die Überlebenden blieben mit ihren getöteten Angehörigen alleine. Die deutschen Soldaten haben Distomo noch vor der Dämmerung wieder verlassen.

Tatsächlich ist bis heute keine bundesdeutsche Regierung bereit, den gerechten und begründeten Forderungen des griechischen Volkes nachzukommen. Dabei geht es nicht nur um Entschädigungszahlungen für die Opfer der Kriegsverbrechen, sondern auch um die 1942 von den Nazis zur Bestreitung der Besatzungskosten abgepresste Zwangsanleihe. Als in den 1950er Jahren die Forderung nach Wiedergutmachung erhoben wurde, versuchte die Bundesregierung im März 1960 Griechenland mit einer einmaligen Zahlung von 115 Millionen D-Mark abzuspeisen.

Erst nach der »deutschen Einheit« 1990 begannen in Griechenland öffentliche Debatten um die ausstehenden Forderungen. Den Vertretern der Angehörigen der Opfer von Distomo reichte es nicht, dass bundesdeutsche Politiker die Betroffenen mit salbungsvollen Worten und einem warmen Händedruck abspeisen wollten. (…)

Seit zwanzig Jahren arbeitet – gegründet von deutschen Antifaschisten – ein Arbeitskreis Distomo, der auf erinnerungspolitischer und juristischer Ebene die Interessen der Opfer und ihrer Nachkommen unterstützt. (…)

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Video (nur auf Youtube anzusehen)

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Rache an den Neun von Pylos nach ihrem Freispruch

Λουκάς Σταμέλλος, 23.5.2024 – omnia.tv

Der bewaffnete Arm der Exekutive drückt aktiv seinen Unmut über die Entscheidung der Justiz aus.

Kein Ende der Odyssee der Neun von Pylos. Nach dem Zyklopen der griechischen Küstenwache und der Skylla und Charybdis der griechischen Gefängnisse sind sie nun mit der Komplementarität der griechischen Anti-Einwanderungspolitik konfrontiert.

Die griechische Polizei rächt sich für den Freispruch der „Pylos Nine“ mit dem „Multi-Werkzeug“ der Verwaltungshaft, die ein hohes Maß an Willkür birgt.

Die acht aus dem Gefängnis von Nauplia Entlassenen wurden wegen fehlender Reisedokumente von der Ausländerbehörde im Haftzentrum der Polizeistation von Nauplia in Verwaltungshaft genommen, während der neunte aus dem neuen Gefängnis von Vlora Entlassene im Pre-Trail Detention Centre (PREKEKA) in Tavros festgehalten wird, das auch als „Höllenraum von Petro Rallis“ bekannt ist.

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Bitterer Sieg für Schiffbrüchige

Griechenland wollte Geflüchtete für Katastrophe vor Pylos verantwortlich machen. Justiz erklärt sich für »nicht zuständig«

Von Hansgeorg Hermann, Chaniá, 23.5.2024 – junge Welt

Nach der Tragödie vor Pylos: Überlebende werden in einem Lagerhaus interniert (Kalamata, 15.6.2023)

Mehr als 600 Menschen starben in der Nacht zum 14. Juni vergangenen Jahres beim Untergang des Fischkutters »Adriana« vor dem griechischen Küstenort Pylos im Süden des Peloponnes. Neun junge Ägypter sollten danach als Sündenböcke für die Katastrophe verantwortlich gemacht, verurteilt und womöglich ihr Leben lang in griechischen Haftanstalten weggesperrt werden. So wollten es offensichtlich die Lenker der Athener Immigrationspolitik und die für den Küstenschutz zuständigen Behörden. Die aber hätten vor rund elf Monaten nicht nur organisatorisch versagt, sondern womöglich selbst aktiv am Untergang des maroden, mit geschätzten 750 Passagieren hoffnungslos überladenen Kutters mitgewirkt, sagten Überlebende aus. Am Dienstag nachmittag erklärte sich das Gericht in der Hafenstadt Kalamata, das den Fall zu verhandeln hatte, für »nicht zuständig«, da die »Adriana« nicht auf griechischem Hoheitsgebiet, sondern in internationalen Gewässern gesunken sei. Die von der Staatsanwaltschaft als angebliche Schlepper und Schiffsführer angeklagten Männer im Alter von 21 bis 39 Jahren wurden nach elf Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt. (…)

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Griechisches Gericht verwirft Prozess gegen neun Männer wegen Schiffbruchs

Ein griechisches Gericht hat den Prozess gegen neun ägyptische Männer eingestellt, die beschuldigt werden, den größten Schiffbruch eines Migrantenschiffs im Mittelmeer seit einem Jahrzehnt verursacht zu haben. Die Richter in der südlichen Hafenstadt Kalamata erklärten sich für nicht zuständig, da das Schiff in internationalen Gewässern gesunken sei.

Es wird befürchtet, dass mehr als 600 Menschen ertrunken sind, als das überfüllte Fischerboot Adriana im vergangenen Juni auf dem Weg von Libyen nach Europa sank.

Den Angeklagten drohte eine lebenslange Haftstrafe, wenn sie wegen Menschenschmuggels und der Verursachung des Untergangs des Bootes verurteilt würden. Als die Entscheidung der Richter, das Verfahren einzustellen, bekannt wurde, jubelten die Demonstranten vor dem Gericht. Aus der von der BBC eingesehenen Anklageschrift ging hervor, dass die Angeklagten auf der Grundlage von Beweisen angeklagt wurden, die bereits von mindestens sechs Überlebenden widerlegt worden waren, die sagten, die Küstenwache habe ihr Boot zum Kentern gebracht und sie dann unter Druck gesetzt, um die Ägypter zu belasten.

Menschenrechtsgruppen, darunter Amnesty International und Human Rights Watch, äußerten starke Vorbehalte gegen die Integrität der griechischen Ermittlungen und Beweise und bezweifelten, dass die Angeklagten ein faires Verfahren erhalten würden. Die griechische Küstenwache hatte das Boot mindestens sieben Stunden lang verfolgt, bevor es sank, erklärte aber später, dass sie keinen Rettungsversuch unternommen habe, weil das Schiff mit „gleichmäßiger Geschwindigkeit“ und auf „gleichmäßigem Kurs“ nach Italien unterwegs gewesen sei und die Passagiere nicht in Gefahr gewesen seien.

Eine frühere BBC-Untersuchung ließ ernsthafte Zweifel an diesen Behauptungen aufkommen.

Als die BBC im November letzten Jahres den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis mit den Vorwürfen konfrontierte, sagte dieser, dass diese zwar untersucht würden, die Schuld aber bei den Schmugglern liege. „Unsere Küstenwache hat Zehntausende von Menschen auf See gerettet, und wir sollten ihr für ihre Arbeit dankbar sein“, sagte Mitsotakis.

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Griechenlands krankes Gesundheitssystem

„Wenn Sie in ein paar Tagen zur #Europawahl gehen, denken Sie daran, dass dieses Bild der öffentlichen #Gesundheitsversorgung in den eingegangenen Verpflichtungen enthalten ist und dass Sie morgen wahrscheinlich bei einer solchen Einrichtung landen werden.“ #ΕΣΥ (nationales Gesundheitssysstem)

(Veröffentlicht auf Twitter von @ConManOG, 16. Mai, griechisch)

„Erpressung“ von Patienten, Operationen abseits der Liste in Abendkliniken

efsyn.gr – 14.5.2024

„Entweder werden Sie in 2 Jahren ohne Bezahlung oder mit 2.000 Euro sofort operiert“, beschweren sich die Beschäftigten des Gesundheitswesens und betonen, dass „Notfall- und Onkologie-Fälle als Nachmittagsfälle eingetragen werden, anstatt am Morgen kostenlos operiert zu werden“

Die Enthüllungen über die bezahlten Operationen am Nachmittag, gegen die sich das Personal des „Nationalen Gesundheitssystems“ von Anfang an gewehrt hat, indem es der Regierung die vollständige Kommerzialisierung und den Abbau der öffentlichen Krankenhäuser vorgeworfen hat, machen wütend.

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