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Die deutsche Besatzungszone, die von General Alexander Löhrs Heeresgruppe E kontrolliert wurde, umfasste Athen, den Peloponnes und den größten Teil Mittelgriechenlands. Hier sollte sich Kaisariani ereignen.
Die nationalsozialistische Besatzung erfolgte nicht allein durch direkte deutsche Verwaltung. Stattdessen errichteten die Deutschen eine griechische Marionettenregierung unter kollaborativer Führung. Diese Regierung – zunächst unter Ioannis Tsolakoglou und später unter anderen – wahrte den Anschein der griechischen Staatlichkeit, während sie gleichzeitig den Interessen der Nazis diente.
Die Kollaboration zwischen den Nazi-Besatzern und den griechischen Marionettenbehörden ist für das Verständnis von Kaisariani von entscheidender Bedeutung. Die Hinrichtungen waren keine rein deutsche Operation, sondern wurden unter Beteiligung griechischer Behörden, der griechischen Polizei und griechischer Verwaltungsstrukturen durchgeführt. Diese Kollaboration sollte später zu bitteren internen Konflikten und historischen Vorwürfen führen.
Die Widerstandsbewegung und die ELAS
Gegen die Besatzung durch die Nazis entstand eine mächtige Widerstandsbewegung. Die dominierende Kraft war die ELAS (Elliniko Apeleftherotiko Socio, griechische Volksbefreiungsarmee), der militärische Flügel der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE). Bis 1944 kontrollierte die ELAS bedeutende Gebiete in den griechischen Bergen und stellte eine echte militärische Bedrohung für die Besatzungstruppen dar.
Es gab noch andere Widerstandsgruppen – darunter nationalistische und royalistische Organisationen –, aber die ELAS war bei weitem die größte und militärisch effektivste. Diese Tatsache prägte die Art der Vergeltungsmaßnahmen der Nazis: Sie betrachteten die ELAS und den Kommunismus als die größte Bedrohung.
Der unmittelbare Auslöser: Der Angriff von Molai im April 1944
Kommunistische ELAS-Partisanen (Foto aus dem griechischen Bürgerkrieg)
Der direkte Auslöser für die Hinrichtungen von Kaisariani war ein Angriff der Widerstandskämpfer auf die deutschen Truppen in der Nähe der Stadt Molai im südlichen Peloponnes Ende April 1944.
General Franz Krech und die 41. Festungsdivision
General Franz Krech befehligte die 41. deutsche Festungsdivision (41. Infanterie-Division), die als Teil der Besatzungstruppen in Griechenland stationiert war. Krech hatte die Aufgabe, die deutsche Kontrolle über den Peloponnes aufrechtzuerhalten und die Widerstandsaktivitäten der ELAS zu bekämpfen.
Der Vorfall von Molai
Ende April 1944 griffen ELAS-Kämpfer deutsche Militärstellungen in der Nähe von Molai an. Der Angriff forderte das Leben von des Generals und vier seiner Begleiter – die Schätzungen variieren, aber etwa 20 bis 30 deutsche Soldaten wurden getötet oder verwundet. Für einen Militärkommandanten in besetztem Gebiet stellte dies sowohl eine taktische Herausforderung als auch ein politisches Problem dar: Es zeigte, dass Widerstandskräfte nach Belieben gegen Besatzungstruppen zuschlagen konnten.
Die Doktrin der Vergeltung
Die Besatzungstruppen operierten nach einer Doktrin der kollektiven Bestrafung und Massenvergeltung. Diese Doktrin war auf höchster Ebene der Wehrmacht und der SS-Führung formalisiert worden. Das Prinzip war einfach: Für jeden deutschen Soldaten, der von Widerstandskämpfern getötet wurde, würden eine große Anzahl von Zivilisten oder politischen Gefangenen hingerichtet werden.
Dies war keine ad hoc begangene Brutalität, sondern systematisch, rationalisiert und tief in der Nazi-Besatzungspolitik in ganz Europa verankert. In Griechenland wie auch in Jugoslawien, der Sowjetunion und dem besetzten Westeuropa waren Repressalien-Hinrichtungen ein gängiges Instrument der Besatzungsverwaltung.
Das Verhältnis 1:10 und die Repressalienberechnungen der Nazis
Die Nazis wandten oft ein Verhältnis von 1:10 oder sogar 1:20 an – für jeden getöteten Deutschen wurden 10 oder 20 Menschen hingerichtet. Im Fall von Kaisariani lässt die Hinrichtung von 200 Gefangenen darauf schließen, dass die Kommandeure dies als angemessene Vergeltungsmaßnahme für die Opfer von Molai berechnet hatten.
Generalmajor Karl von Le Suire, verantwortlicher Kommandant über die Peloponnese, erteilte den Befehl zur Durchführung von Massenhinrichtungen als Vergeltung für den Angriff von Molai. Aber der General handelte nicht isoliert; seine Befehle standen im Einklang mit der allgemeinen deutschen Besatzungspolitik und wurden wahrscheinlich von höheren Kommandoebenen genehmigt.
Die Auswahl der Opfer: Wie 200 Namen ausgewählt wurden
Nachdem die Entscheidung für Massenhinrichtungen gefallen war, stellte sich die Frage: Wer sollte getötet werden? Die Antwort offenbart die politischen Dimensionen der Besatzungspolitik der Nazis.
Politische Gefangene als Ziele
Die Besatzungstruppen führten keine willkürlichen Hinrichtungen an Zivilisten durch. Stattdessen nahmen sie politische Gefangene ins Visier – Männer und Frauen, die wegen ihres Widerstands gegen die Nazi-Herrschaft oder ihrer Unterstützung von Widerstandsbewegungen inhaftiert waren.
In Griechenland gab es mehrere Haftanstalten für politische Gefangene:
Konzentrationslager Chaidari – die wichtigste Einrichtung in der Nähe von Athen
Festung Akronafplia – in Nafplio
Verschiedene lokale Gefängnisse – in ganz Griechenland
Internierungslager – für Personen, die der Sympathie für den Widerstand verdächtigt wurden
Die Entscheidung, politische Gefangene hinzurichten, diente mehreren Zwecken:
Terrorismus – dem Widerstand zu demonstrieren, dass eine Gefangennahme den Tod bedeutete
Entscheidend war, dass die griechischen Behörden in den Auswahlprozess involviert waren. Die griechische Marionettenregierung und die griechische Polizei arbeiteten zusammen, um zu bestimmen, welche Gefangenen hingerichtet werden sollten. Diese Zusammenarbeit wurde später zu einem wichtigen Streitpunkt in der griechischen Nachkriegspolitik und in Gerichtsverfahren.
Die griechische Polizei und Beamte verfügten über detaillierte Kenntnisse über die politischen Zugehörigkeiten und Aktivitäten der inhaftierten Personen. Sie nutzten dieses Wissen, um den Nazi-Besatzern dabei zu helfen, diejenigen zu identifizieren, die als besonders gefährlich oder ideologisch engagiert galten.
Der Fokus auf Kommunisten
Unter den 200 zur Hinrichtung Ausgewählten waren die meisten Kommunisten oder Sympathisanten der Kommunisten. Dies spiegelte mehrere Realitäten wider:
Die Besatzer betrachteten den Kommunismus als existenzielle Bedrohung.
Auch die kollaborierenden griechischen Behörden sahen in den Kommunisten die größte politische Bedrohung.
Die kommunistischen Gefangenen stellten die am besten organisierte und ideologisch engagierteste Opposition gegen die Nazi-Herrschaft dar.
Die Hinrichtung war daher nicht nur gegen den Widerstand gerichtet, sondern speziell gegen den Kommunismus. Diese Tatsache prägte die Erinnerung an dieses Ereignis und seine Politisierung in der griechischen Nachkriegsgeschichte.
Die politischen Dimensionen: Besatzung, Kollaboration und Widerstand
Soldaten der griechischen Sicherheitsbataillone, welche mit den deutschen Truppen zusammenarbeiteten, ruhen sich während einer Anti-Partisanen-Aktion im Jahr 1943 aus. Sie tragen die Uniform der Evzonen-Regimenter aus der Vorkriegszeit. [Bundesarchiv, Bild 101I-178-1536-18A / Schütte / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5476357]
Um Kaisariani zu verstehen, muss man sich mit der komplexen politischen Dynamik des besetzten Griechenlands auseinandersetzen.
Die Widerstandslandschaft
Der griechische Widerstand war nicht monolithisch. Es gab mehrere Bewegungen:
ELAS/KKE – kommunistisch geführt, militärisch am stärksten, kontrollierte bedeutende Gebiete
EDES (Griechische Demokratische Nationale Liga) – nationalistisch/republikanisch, verbündet mit den Westmächten
Königstreuer Widerstand – unterstützte den im Exil lebenden König Georg II.
Verschiedene andere Organisationen – aus dem gesamten politischen Spektrum
Bis 1944 war der Hauptkonflikt nicht mehr nur zwischen Besatzung und Widerstand, sondern zunehmend zwischen ELAS und antikommunistischen Widerstandsgruppen. Diese interne Dimension sollte die Nachkriegszeit prägen.
Die griechische Marionettenregierung sowie die griechische Polizei und Sicherheitskräfte kollaborierten aktiv mit den Deutschen. Einige Motive dafür waren:
Ideologische Übereinstimmung – einige griechische Faschisten und Konservative betrachteten den Kommunismus als die größte Bedrohung.
Selbsterhaltung – Kollaborateure wollten ihre Macht erhalten und vermeiden, selbst zu Opfern zu werden.
Nationalismus – einige Kollaborateure glaubten sogar, dass sie die griechischen Interessen gegen die Besatzung verteidigten.
Zwang – viele Griechen wurden gezwungen, sich an den Besatzungsstrukturen zu beteiligen.
Dieser Kollaborationsapparat wurde im Nachkriegsgriechenland zu einem äußerst umstrittenen Thema und ist bis heute Gegenstand historischer Debatten und politischer Auseinandersetzungen.
Die Rolle der Sicherheitsbataillone
Besonders hervorzuheben sind die Sicherheitsbataillone (Tagmata Asphaleias) – griechische paramilitärische Einheiten, die von den den Deutschen rekrutiert und bewaffnet wurden, um gegen die ELAS zu kämpfen. Diese Einheiten, die sich aus griechischen Freiwilligen oder Wehrpflichtigen zusammensetzten, wurden für ihre Brutalität gegenüber dem kommunistischen Widerstand berüchtigt.
Die Existenz und Rolle der Sicherheitsbataillone führte zu einer Situation, in der Griechen im Namen des Kampfes gegen die Besatzung andere Griechen töteten. Diese interne Dimension machte die Besatzungserfahrung und die Nachkriegszeit noch komplexer.
„Jahrzehntelang blieben die Gesichter derjenigen, die in Griechenlands dunkelster Stunde hingerichtet wurden, der Geschichte verborgen. Nun hat die Archivforschung der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) einem der Opfer – einem jungen Mann aus Chania – einen Namen und eine Geschichte gegeben.
Am 1. Mai 1944 wurden etwa 200 kommunistische Gefangene auf dem Schießplatz Kaisariani in Athen hingerichtet – ein Massaker, das als eines der tragischsten Kapitel der griechischen Widerstandsbewegung gilt. Kürzlich gelang der KKE ein bedeutender historischer Durchbruch, indem sie zwei der Opfer anhand von erhaltenen Fotos und akribischen Archivrecherchen identifizieren konnte: Thrasybulos Kalafatakis, ein 30-Jähriger aus Chania, und Dimitris Papadopoulos, pontischer Abstammung.
Die Entdeckung der Kaisariani-Fotos
Eine sensationelle Entdeckung, die in griechischen Geschichts- und Wissenschaftskreisen für Aufruhr gesorgt hat: Bislang unbekannte Fotos, die die Massenhinrichtung von Kaisariani am 1. Mai 1944 dokumentieren, sind unerwartet auf der Online-Auktionsplattform eBay aufgetaucht. Zum ersten Mal seit über acht Jahrzehnten kann die Welt die Gesichter der Opfer und Täter sehen, eingefroren in einem einzigen, erschütternden Moment.
Das Auftauchen dieser Fotos am Samstag, den 14. Februar 2026, hat eine intensive Debatte über die Bewahrung von Geschichte, die Ethik der Dokumentation von Nazi-Kriegsverbrechen und die Verpflichtung der Nationen ausgelöst, die Erinnerung an diejenigen, die durch staatliche Gewalt ums Leben gekommen sind, wiederherzustellen und zu ehren. Was als gewöhnliche Online-Auktion begann, ist zu einem außergewöhnlichen Fenster in eine der dunkelsten Stunden Griechenlands geworden.
Die Entdeckung: Wie unbekannte Fotos bei eBay auftauchten
Am Samstag, dem 14. Februar 2026, bemerkte eine aufmerksame Gemeinschaft von Historikern und Forschern etwas Außergewöhnliches bei eBay: eine Sammlung von Originalfotografien, die den Hinrichtungsort Kaisariani am 1. Mai 1944 dokumentieren. Die Fotos befanden sich offenbar seit mehr als 80 Jahren in Privatbesitz – wahrscheinlich im Besitz einer deutschen Familie mit einem Angehörigen, welcher im Zweiten Weltkrieg bei den Besatzungstruppen in Griechenland stationiert war. (…)“
„Mehr als 80 Jahre galten sie als verschollen, nun tauchten Fotos der Hinrichtung von 200 Griechen in Kaisariani ausgerechnet bei eBay auf. Die Bilder lösen in Griechenland Entsetzen aus und befeuern Forderungen, die Auktion zu stoppen und die Dokumente in Staatsbesitz zu bringen.
Die Veröffentlichung von Fotos der Hinrichtung von 200 Griechen durch die Nazis am 1. Mai 1944 hat in Griechenland große Aufmerksamkeit ausgelöst. Die Aufnahmen gelten nach ersten Einschätzungen als authentisch – und haben starke Emotionen sowie politische Reaktionen hervorgerufen.
Es handelt sich um Bilder der Erschießung griechischer Widerstandskämpfer auf dem Schießplatz von Kaisariani (auch: Kessariani). Von dieser Hinrichtung war bislang kein Foto bekannt. Nun tauchten mehrere Aufnahmen aus der Zeit auf – ausgerechnet, weil sie bei eBay zur Versteigerung angeboten wurden.
Entdeckt wurden die Fotos von der Facebook-Gruppe „Greece at WWII Archives“, die regelmäßig Dokumente und vor allem Bilder aus Griechenland während des Zweiten Weltkriegs veröffentlicht. Die Gruppe machte den Fund öffentlich und teilte die Aufnahmen. (…)“
Auf der griechischen Insel Kreta protestieren einige tausend Inselbewohner gegen den dort ankernden US-Flugzeugträger »Gerald Ford«. Seit 45 Jahren fordern sie den Abzug der US-Truppen.
Wollen sich nicht in einen Krieg verwickeln lassen: Protest gegen die »USS Gerald Ford« am Dienstag in Chania
Einige tausend Inselbewohner waren es, die am Dienstag nachmittag in der kretischen Hafen- und Universitätstadt Chania friedlich gegen die andauernde Präsenz US-amerikanischer Militäreinheiten protestiert haben. Auslöser des starken zivilen Widerstands gegen den »US-Imperialismus« war die Ankunft des US-Flugzeugträgers »Gerald Ford« am Montag im Hafen von Souda. Die Souda-Bucht gilt seit Odysseus’ Zeiten als einer der weltweit größten Naturhäfen und als strategischer Knotenpunkt zwischen Europa und Asien.
Seit einem halben Jahrhundert verlangen nicht nur die Menschen der auf rund 150.000 Einwohner angewachsenen Nordwestmetropole der Insel den Abzug der US-Amerikaner. Geteilt wird diese Forderung auch in der Hauptstadt Heraklion. Souda ist seit den Jahren der griechischen Militärdiktatur (1967 bis 1974) nicht nur der wichtigste NATO-Stützpunkt im östlichen Mittelmeer. Bürgermeister und Stadträte waren sich über die Jahrzehnte auch einigermaßen sicher, dass in den Felskatakomben am Nordufer der Bucht bis heute gegen ihren Willen US-Atomwaffen gelagert werden. (…)
“Chania has become a place serving the NATO murderers.”
Hundreds on the Greek island of Crete held a protest in response to the docking of the U.S.S. Gerald Ford at the port of Chania. The U.S. aircraft carrier is headed toward Iran as tensions between the two countries continue… pic.twitter.com/k5bkT5ewCY
Zur Bedeutung der Einführung des 13-Stunden-Tages in Griechenland
Nach mehr als 100 Jahren geht in Griechenland eine Ära zu Ende: Mitte Oktober 2025 wurde vom griechischen Parlament ein Gesetz zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten verabschiedet, das die Ausdehnung eines Arbeitstages auf 13 Stunden erlaubt.
Mit Ihrer Gesetzesinitiative hat die Regierung Mitsotakis Griechenlands führende Rolle bei der Deregulierung der Arbeitsverhältnisse in der EU verteidigt. Nach einer Reihe von Einschränkungen der Rechte abhängig Beschäftigter – zuletzt wurde die Sechs-Tage-Woche eingeführt – stellt das neue Gesetz einen Meilenstein dar. (…)
Formal bleibt die 40-Stunden-Woche das Maß der Dinge. Doch unabhängig von diesen Einzelheiten, die in den großen schwarzen und grauen Sphären der Ökonomie wie etwa dem Tourismus-Sektor ohnehin keine Geltung haben, wird die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages ins Werk gesetzt und ein seit der großen Schuldenkrise nach 2008 schrittweise durchgesetzter Ist-Zustand gesetzlich sanktioniert. (…)
Beschädigtes Patrouillenboot der griechischen Küstenwache nach einer Kollision mit einem Flüchtlingsboot. +++ dpa-Bildfunk +++
Neue Zeugenaussagen von Überlebenden des tödlichen Unglücks vor Chios stellen die Darstellung der Ereignisse durch die griechische Küstenwache in Frage. Vor dem Untersuchungsrichter beschreiben Insassen des gesunkenen Flüchtlingsbootes übereinstimmend eine plötzliche, durch das Patrouillenboot verursachte Kollision – ohne Vorwarnung. Dessen Besatzung hatte zunächst behauptet, das aus Richtung der Türkei kommende Boot sei »mit Licht- und Tonsignalen« zum Stoppen aufgefordert worden, habe dann aber den Kurs geändert und seinerseits das Küstenwachschiff gerammt.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters gaben drei Überlebende an, ihr motorisiertes Schlauchboot habe seinen Kurs nicht geändert und keine Warnung erhalten.
»Wenn sie uns verfolgt hätten, hätten wir angehalten. Wir waren auf einem Schlauchboot mit Kindern. Wir fuhren einfach geradeaus«, sagte einer der Insassen zu Reuters. Die Überlebenden berichten demnach übereinstimmend, sie hätten nur gesehen, wie kurz vor dem Aufprall ein helles Licht eingeschaltet worden sei. Ein weiterer Überlebender gab an, nach dem Aufprall umgeben von verletzten Menschen und Blut wieder zu Bewusstsein gekommen zu sein.“
Bei dem Unglück am 3. Februar vor der Ägäis-Insel Chios kamen 15 Menschen ums Leben, zwei schwangere Frauen verloren außerdem ihre Babys. 24 Erwachsene und Minderjährige wurden teils schwer verletzt. Die Opfer waren afghanischer Herkunft.
Migrationsminister Thanos Plevris lobte vergangene Woche die Küstenwache für die Rettungsmaßnahmen und machte Menschenschmuggler für die Todesfälle verantwortlich. Mit diesem Vorwurf befindet sich ein marokkanischer Mann weiter in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Außenbordmotor des Bootes gesteuert und damit den Unfall verursacht zu haben. Der Mann erklärt indes, seine Eltern hätten einem türkischsprachigen Mann 3000 Euro für seine Überfahrt gezahlt.
Herzliche Grüße und die besten Glückwünsche zu Eurem 13. Geburtstag als rückeroberter Betrieb sendet euch das Griechenland Solidaritätskomitee Köln (www.gskk.org).
Seit nunmehr 15 Jahren sind wir miteinander verbunden. Wir haben von Eurer Fabrikbesetzung 2011 erfahren, als wir den Aufstand der griechischen Aganaktismenoi (Empörte) gegen das EU-Diktat begeistert unterstützt haben. Und als Ihr 2013 die Fabrik rückerobert und mit Eurer Produktion in Selbstverwaltung begonnen habt, gab es eine breite Unterstützungsbewegung in Deutschland und in Köln, mit der wir Euch vielfältig geholfen haben.
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