HILFE FÜR EUBÖA Die Insel Euböa wurde von den Waldbränden im Juli besonders schwer getroffen. Wer den schnell gestarteten humanitären Hilfseinsatz der Bürgerinitative ‚O Topos Mou‘ unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das folgende Konto tun:
KAPNIKOS STATMOS KATERINIS, IBAN: GR71 0172 2550 0052 5510 1380 536, PIREUS BANK BIC: PIRBGRAA,
Stichwort: Euböa
(Näheres zur Hilfsaktion)

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1944 Distomo

Schwerpunktthema in diesem Jahr: Deutschlands lange verdrängte Kriegsschuld

Vor 80 Jahren marschierte die Wehrmacht in Griechenland ein, und noch immer sind die Fragen von Reparationen und Entschädigungen ungelöst.


Beiträge zum Thema

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„Remember for the future“ – eine internationale Jugendbegegnung zwischen Köln und Thessaloniki

JUGZ Jugendzentren Köln, 22. 9. 2021

„Junge Menschen sollen in der Begegnung mit Gleichaltrigen anderer Nationen und Kulturen Kompetenzen erwerben, die zu mehr Toleranz und Verständnis führen“ (Harles et al. 2003, S. 5).

Seit Januar 2021 beschäftigten sich junge Menschen aus Thessaloniki und Köln mit der Geschichte des Nationalsozialismus sowie historischen und gegenwärtigen Formen von Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung.

Am 10. Juli traf sich eine Gruppe von 30 jungen Griechen und Deutschen in Köln Neubrück für eine Jugendbegegnung zum Thema „Holocaust“. Diese internationale Jugendbegegnung fand vom 10.07. bis zum 16.07.2021 in Köln statt. Der Köln-Thessaloniki Jugendaustausch hatte zum Ziel, das Bewusstsein über Verfolgung und Rassismus in den jeweiligen Städten durch künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema zu schaffen. Mit dem Projekt sollte vor allen Dingen das gegenseitige Kennenlernen gefördert und somit Vorurteile abgebaut werden. –> weiterlesen

(…) Die diesjährige internationale Jugendbegegnung kann als voller Erfolg bezeichnet werden. Die Teilnehmer*innen der beiden Gruppen freuen sich auf die Gegenbegegnung in den Herbstferien.

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Widerstand gegen ausbeuterische Verhältnisse beim Lieferdienst efood.gr

Ausführlicher Bericht: s. unten

Efood.gr will die Verträge der Mitarbeiter im Unternehmen nicht verlängern, und zwingt sie, als Freiberufler weiterzumachen. „Wir fahren 150 km am Tag, um 30 Euro am Tag zu verdienen“, sagt ein Betroffener. Die Lieferant*innen wehren sich mit Warnstreik, Kundgebungen und Motorradkorso. Viele Kund*innen ziehen mit ihnen an einem Strang, geben schlechte Bewertungen und kündigen die Verträge.

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Massenhafte Unterstützung für Lieferservice-FahrerInnen

Von Georg Brzoska, 20.9.2021 – griechenlandsoli.com

Plakat für Warnstreik, Kundgebung und Motorradkorso am 22.9.21 in Athen

Wer Essen ausfährt, arbeitet unter äußerst prekären Umständen. Das ist in vielen Ländern der Fall. Gleichzeitig gehören die Lieferdienste zu den Gewinnern der Pandemie – ihre Gewinne sind enorm gestiegen. Aber die FahrerInnen wehren sich. Mitarbeiter des Lieferdienstes „Gorillas“ in Berlin kämpfen für bessere Arbeitsverhältnisse – z.Zt. vor Gericht.

(1) GriechInnen haben gerade vorgemacht, dass es einen neuen Weg gibt, der Kapitalmacht in dieser Branche Paroli zu bieten.

Der griechische Lieferdienst „efood“ hatte am 17. September 115 seiner FahrerInnen in einer E-Mail mitgeteilt, dass sie einen Wechsel von einer Anstellung zu einem Vertragsverhältnis als freie MitarbeiterInnen akzeptieren müssten. Andernfalls könnten sie nicht mehr bei efood arbeiten.
Es gelang den FahrerInnen aber, die KundInnen gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen zu mobilisieren. (…)

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Das Sprießen neuer Hoffnung

Nach den Bränden: Deutsch-griechische Initiative für Schulkinder auf Euböa

18.9.2021

Als Ergebnis wochenlanger Vorbereitung und Anstrengung konnten heute die 1.286 Grundschülerinnen und Grundschüler der von den Bränden besonders betroffenen Gemeinden Euböas zum ersten Schlag der Glocke ihre benötigten Hefte aus vollen Taschen herausholen.

Tags zuvor, am 15.09.2021, hat sich ein dreiköpfiges Team der Bürgerinitiative „O Topos Mou“ noch vor dem Morgengrauen mit zwei LKW und insgesamt 4,6 t Schulbedarf von Kapnikos Stathmos Katerini aus auf den Weg nach Süden gemacht, hin zu den 25 Grundschulen der Gemeinden Mantoudi-Limni-Agia Anna und Istiea-Edipsos auf Euböa.

Hier wurden im Verlauf des Vormittags nach genauer vorheriger Absprache mit den einzelnen Gemeinden, Schulleiterinnen und -leitern sowie Elternvereinigungen die für jedes Kind einzeln gepackten und je nach Klasse unterschiedlich ausgestatteten Taschen an die jeweiligen Schulen verteilt. (…)

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Spendenaktion: Hilfe für Euböa (s. oben und hier)

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Griechenland macht dicht!

Von Wassilis Aswestopoulos, 28.8.2021 – telepolis

Kein Einlass für afghanische Geflüchtete

In deutschen Medien gibt es Diskussionen über die offensichtlich gescheiterte Rettung vieler afghanischer Ortskräfte der Bundeswehr und weiterer deutscher Ministerien. „2015 darf sich nicht wiederholen“ ist ein Satz, der nicht nur vom Kanzlerkandidaten der CDU/CSU in diesem Zusammenhang auch fällt. Tatsächlich kann sich 2015 unter den gegebenen Voraussetzungen nicht wiederholen. Griechenland, aber auch die Türkei machen dicht. Der Landweg über die Balkanroute bleibt geschlossen. Eine Information, die deutschen Politikern durchaus bekannt sein sollte, zumal viele der Maßnahmen an der griechischen Grenze mit EU-Geldern bezuschusst werden. (…)

Weitere Zäune und Alarmbereitschaft

Über Alexandroupolis, einer Grenzstadt an der griechisch-türkischen Landesgrenze schwebt seit Tagen ein Zeppelin. Er überwacht die Grenze. Journalisten und Fotografen werden festgenommen, wenn sie sich in militärisches Sperrgebiet, als welches weite Bereiche der Landgrenze deklariert wurden, ohne Erlaubnis betreten. Nachdem die Taliban Mitte August die Macht in Afghanistan übernommen hatten, gehörte die Überprüfung der Grenzanlagen zu den ersten Aktionen der griechischen Regierung. (…)

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50. Todestag von Giorgos Seferis

Vor 50 Jahren, am 20. September 1971, starb der Dichter und Literaturnobelpreisträger Giorgos Seferis. Vermeintlich unpolitisch, wurde sein Begräbnis zum Fanal gegen die Diktatur in Griechenland.

Von Philipp Haibach, 20.0.2021 – der Freitag

Übersetzung. Christian Enzensberger

<<Als die Verlegerin Katerina Karydi diesen Satz sagt, ist Mikis Theodorakis noch am Leben, es ist der letzte Tag im August: „Theodorakis schob die Lyrik unserer bedeutendsten Dichter mit seinen Liedern in die Münder aller Griechen.“ Auch die des ersten Literaturnobelpreisträgers Griechenlands, Giorgos Seferis, der ihn 1963 gewann, indem er sich – wie wir heute wissen – gegen Nabokov, Beckett und Neruda durchsetzen konnte. (…)

… die meisten Athener sind in diesen Tagen noch immer auf einer der nahen Inseln. Dort machen sie vielleicht gerade die bittere Erfahrung, die einem den schönsten Sommertag ruinieren kann und die Seferis in einem seiner Gedichte so beschrieben hat: „von links weht der Südwind und macht uns irr / dieser Wind, der uns das Fleisch von den Knochen löst“.

Trauerzug des Protests

Doch das sind nicht die Verszeilen, die Theodorakis vor vielen Jahren jedem Griechen in den Mund gelegt hat. Neben den Hits Arnissi oder Epiphania hat er auch für das Lied Ligo Akoma die Lyrik von Seferis vertont: „Nur ein Weniges noch / und wir werden die Mandeln blühen sehen / den Marmor in der Sonne leuchten / und das Meer sich wiegen / nur ein Weniges noch / um ein Weniges lasst uns höher hinauf.“ Hunderttausende Athener sangen diese Zeilen im September 1971 bei Seferis’ Beerdigung, damals, als die Junta das Land noch im Würgegriff hatte.

Es war ein Trauermarsch für einen vermeintlich Unpolitischen, der nur einmal in einer Erklärung im Jahr 1969 explizit gegen das Regime protestiert hatte: „Dieser unwürdige Zustand muss aufhören!“ Rasch wandelte sich die Beerdigung zu einer mutigen Kundgebung für Freiheit und Demokratie; und seine von Theodorakis vertonten Verse wurden zur Verheißung einer besseren Zukunft. Denn noch musste jeder, der seine Melodien nur pfiff oder summte, mit Verhaftung und Aburteilung rechnen. Drei weitere qualvolle Jahre würde das noch so gehen. (…) >> vollständigen Artikel lesen

Nach seinem Tod am 20. September 1971 in Athen folgten Tausende dem Sarg von Giorgos Seferis und sangen sein von Mikis Theodorakis vertonte berühmteste Gedicht, als Protest gegen die Militär-Junta.
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Zum Gedenken an Pavlos Fyssas

Vor acht Jahren wurde der Rapper Pavlos Fyssas, auch genannt KillahP, von Giorgos Roupakias, Mitglied der #Neonazi-Partei #ChrysiAvgi, ermordet. Jetzt fanden Kundgebungen und Demonstrationen zu seinem Gedenken statt. (Bericht)

Unter dem Motto „Pavlos lebt, zerschlagt die Nazis“ marschierten Tausende von Menschen vom Denkmal von Pavlos Fyssas in Keratsini bis nach Nizza.
An der Spitze des Demonstrationszuges waren Pavlos‘ Mutter, Magda Fyssa, sowie Angehörige und Freunde von Opfern polizeilicher, rassistischer und geschlechtsspezifischer Gewalt.
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