Schwerpunktthema in diesem Jahr: Deutschlands lange verdrängte Kriegsschuld

Vor 80 Jahren marschierte die Wehrmacht in Griechenland ein, und noch immer sind die Fragen von Reparationen und Entschädigungen ungelöst.

Beiträge zum Thema

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Erklärung der Arbeiter*innen von VIO.ME

VIO.ME steht nicht zum Verkauf und wird nicht verschrottet!

(nächster Zwangsversteigerungstermin: 24. Juni)

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„Wir verhindern Zwangsversteigerungen in allen Formen“

VIO.ME braucht keine Investoren.

Wir rufen alle auf, die unseren Kampf all die Jahre unterstützt haben, sich am DONNERSTAG, den 24.06. um 11.00 Uhr vor dem GERICHT VON THESSALONIKI zu versammeln, um die ZWANGSVERSTEIGERUNG des Grundstücks der Kooperative VIO.ME zu stoppen.

Es ist wahrscheinlich die letzte Präsenzversteigerung, da wir erwarten, dass die nächsten Auktionen elekronisch (!) stattfinden werden.

VIO.ME ist nicht zu verkaufen und wird nicht verschrottet – VIO.ME gehört den Arbeiter*innen!

Ausführliche Erklärung der Belegschaft und weitere Informationen zu Vio.Me

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Privatisierte Flughäfen: Griechenland bezahlt jetzt die Käufer

Von Wassilis Aswestopoulos, 20.6.2021 – TELEPOLIS

Fraport verdient doppelt – privatisierte griechische Flughäfen zusätzlich vergoldet

Verkauf von Flughäfen sollte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Athens Staatskasse entlasten. Angesichts des Corona-Einbruchs zahlt die Regierung nun drauf. Deutsche Marktgröße profitiert

Pandemie und Tourismus vertragen sich nicht. Zu den ersten Maßnahmen der griechischen Regierung zur Eindämmung von Sars-CoV-2 gehörte daher im März 2020 die Schließung der Grenzen und das Verbot innergriechischer Reisen.

Zwangsläufig gab es auf den Flughäfen im Land ein vermindertes Passagieraufkommen. Nun sollen Unternehmen entschädigt werden, die noch vor wenigen Jahren im Zuge der griechischen Finanzkrise unter günstigen Bedingungen Flughäfen des Landes aufgekauft haben – unter ihnen die deutsche Fraport AG. (…) –> weiterlesen

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Rene Pollesch an Mendoni: Hände weg von „Empros“

Originaltext auf www.monopoli.gr (griech.) – dt. Übersetzung: GSKK

Mit seinem Brief an die Leitung des Kulturministeriums protestiert der künstlerische Direktor der Berliner „Volksbühne“ gegen den Versuch der Räumung des Theaters „Empros“ und drückt die Absicht aus, „sich in ein soziales und künstlerisches Projekt im Zentrum Athens einzumischen.“

Der deutsche Regisseur und Dramatiker Rene Pollesch hält sich in seinen Worten in dem Brief, den er am 9. Juni an die Kulturministerin Lina Mendoni zu dem Versuch der Polizei, die Besetzung zu räumen und das Theater „Empros“ (auf deutsch „Vorwärts“, Anm. d. Übersetzers) mit Betonsteinen zu verschließen, nicht zurück: Für den künstlerischen Leiter der „Volksbühne“ zeigt dies die „autoritäre Transformation“ der griechischen Gesellschaft.

Indem er jeden Angriff auf künstlerische Institutionen als Schlag gegen die Fundamente der Demokratie charakterisiert, erklären er sich selbst und seine Mitarbeiter entschlossen, jeden Raum zu verteidigen, wo die Menschen sich frei versammeln können, wobei sie ihre Absicht erklären, weiter zu gehen zu Austauschprogrammen zwischen der Berliner „Volksbühne“ und dem selbstverwalteten „Empros“.

Der Brief von Rene Pollesch, den wir in unseren Händen halten, wurde von Berlin per e-mail mit dem Datum 9. Juni 2021 abgeschickt und richtete sich an die Kulturministerin Lina Mendoni, den Staatssekretär Nikolas Jatromanolakis und die Generalsekretärin Eleni Doundoulaki. Der vollständige Text des Briefes ist folgender.

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Lange Haft für vier Geflüchtete

Ein Gericht verurteilt vier Männer wegen Brandstiftung im Flüchtlingslager Moria. Im Schnellverfahren und aufgrund einer einzigen Zeugenaussage.

Von Hami Roshan, 13.6.2021 – TAZ

CHIOS taz | Bereits in den frühen Morgenstunden werden die vier jungen Männer unter großen Sicherheitsmaßnahmen in das Gerichtsgebäude gebracht. Polizisten sperren mit Motorrädern und SUVs die Straßen um das Gerichtsgebäude ab. Die Anwältin der Angeklagten tritt vor eine kleine Menge und prangert mangelhafte Beweislage, Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft sowie fehlende Akteneinsicht an.

Neun Monate nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria, bei dem 13.000 Fluchtsuchende ihre Unterkunft verloren hatten, stehen an diesem Samstag vier junge Asylsuchende aus Afghanistan vor Gericht.

Der Richter beginnt den Prozess mit den Worten: „Hier sind also die Brandstifter.“ Laut offizieller Ausweispapiere waren drei der vier zum Zeitpunkt des Brandes minderjährig. Das Gericht akzeptiert keine weiteren Dokumente und fährt mit dem Prozess fort. (…) –> weiterlesen

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Kampf um das selbstverwaltete Embros-Theater in Athen

Vassilis Koukalani im Gespräch mit Sigrid Brinkmann, 13.6. – DLF

Musiker protestieren am 26. Mai 2021 vor dem „Embros“ gegen die Räumung durch die Polizei, die einige Tage zuvor stattfand. (imago / NurPhoto / Nikolas Kokovlis)

Das freie und selbstverwaltete „Embros“-Theater in Athen sitzt im alten Druckereigebäude der ehemaligen Tageszeitung Embros (Vorwärts). Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. 2011 wurde es von der freien Theatergruppe „Bewegung Mavrilli“ besetzt, um gegen die radikalen Subventionsstreichungen im Kulturbereich zu protestieren. (…)

Der Schauspieler und Regisseur Vassilis Koukalani vermutet, dass es bei der Räumung des Theaters um wirtschaftliche Interessen geht. Im Gespräch ist eine Übernahme des Theaters durch die Athener Stadtverwaltung. –> weiterlesen

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Kontra Arbeitspensum

Nach Staatsdienern wollen am Mittwoch (16.6.) Schiffsbesatzungen und Hafenarbeiter streiken

Von Hansgeorg Hermann, 14.6.2o21 – junge welt

Im Windschatten der Pandemie will die griechische Rechtsregierung mit einem Gesetzentwurf zum Arbeitsrecht neue Fakten schaffen und ihr neoliberales Gesellschaftsmodell für die kommenden Jahre festschreiben. Die Antwort der Lohnabhängigen ist klar: Seit dem vergangenen Donnerstag gehen Tausende auf die Straßen, um ihre über Jahrzehnte erkämpften Rechte gegen den Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und dessen Hintermänner in den Konzern- und Bankzentralen zu verteidigen. Dem 24-Stunden-Generalstreik vom Donnerstag folgten in den Tagen danach spontane Kundgebungen in Athen und anderen Großstädten – am kommenden Mittwoch, 16. Juni, werden Schiffsbesatzungen und Hafenarbeiter erneut für 24 Stunden in den Ausstand treten. »Der Zusammenstoß zweier Welten«, Kapital und Arbeit, wie die Hauptstadtzeitung Efimerida ton Syntakton am Wochenende kommentierte.

Mitsotakis’ jüngster Streich stützt sich im Parlament auf eine satte Mehrheit seiner Partei Nea Dimokratia (ND), die 158 der 300 Sitze in der griechischen Bouli hält. Er kann zudem mit den zehn Stimmen der Bewegung Elliniki Lysi (Griechische Lösung) rechnen, einer Nachfolgeorganisation der faschistischen Partei ..(…) Der stark kritisierte Gesetzentwurf der Regierung orientiert sich wesentlich an den Novellen des »französischen Freundes« Emmanuel Macron, der in seinem Land in den zurückliegenden vier Jahren seiner Amtszeit den Arbeitsmarkt zugunsten von Unternehmern und Aktionären umstrukturierte. (…) —> weiterlesen

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Wir sind keine Sklaven!

Protest und Generalstreik am 10./11. Juni – Rückblick

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