HILFE FÜR EUBÖA Die Insel Euböa wurde von den Waldbränden im Juli besonders schwer getroffen. Wer den schnell gestarteten humanitären Hilfseinsatz der Bürgerinitative ‚O Topos Mou‘ unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das folgende Konto tun:
KAPNIKOS STATMOS KATERINIS, IBAN: GR71 0172 2550 0052 5510 1380 536, PIREUS BANK BIC: PIRBGRAA,
Stichwort: Euböa
(Näheres zur Hilfsaktion)

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1944 Distomo

Schwerpunktthema in diesem Jahr: Deutschlands lange verdrängte Kriegsschuld

Vor 80 Jahren marschierte die Wehrmacht in Griechenland ein, und noch immer sind die Fragen von Reparationen und Entschädigungen ungelöst.


Beiträge zum Thema

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Endgültige Verurteilung zweier hochrangiger Führungskräfte des Bergbauunternehmens Ellinikos Chrysos wegen Wasserverschmutzung in Nord-Chalkidiki

Die reichen Vorkommen an Bodenschätzen auf der Halbinsel Chalkidiki (u.a. Gold) haben immer wieder Begehrlichkeiten verschiedener internationaler Bergbauunternehmen geweckt. Griechische Regierungen haben dies mit undurchsichtigten Manövern und zu Lasten der einheimischen Bevölkerung unterstützt. Hier ein Artikel von 2017 zur Vorgeschichte und den Hintergründen: Wem gehören die Minen von Chalkidiki?

Von antigoldgreece, 3. September 2021

Bergbauanlagen bei Olympiada, ebenfalls von der Wasserverschmutzung betroffen: Stratoni
Logo von antigoldgreece

Das dreiköpfige Berufungsgericht von Thessaloniki hat Efst. Lialios, Abteilungsleiter von Olympiada Mines, zu drei Monaten Haft auf Bewährung und M. Theodorakopoulos, ehemaliger Geschäftsführer des Unternehmens, zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. In erster Instanz wurden die beiden leitenden Angestellten des Unternehmens zu sechs Monaten bzw. einem Jahr Haft verurteilt.

Es sei daran erinnert, dass die Strafverfolgung nach Berichten der Gemeinde Aristoteles und Beschwerden von Bürgern im Jahr 2015 wegen einer Reihe von Verstößen gegen Umweltvorschriften seitens des Unternehmens eingeleitet wurde. Die Beschwerden der Bürger über die Verschmutzung wurden durch die Ergebnisse der Bergbauinspektion bestätigt, die nach Analysen des Wassers der Aufbereitungsanlagen in den Bergwerken Stratoni und Madem Lakkos durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Grenzwerte für die Entsorgung von flüssigen Abfällen, insbesondere von Schwermetallen und Arsen, überschritten wurden. (…)

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Anarchistischer Protest wegen der Waldbrände auf Euböa

Von Elisa Hübel, 8.9.2021 – Griechenlandzeitung

„Staat Brandstifter“. Mit diesem Slogan stürmten am Mittwoch (7.9.) 24 Mitglieder der anarchistischen Organisation Ruvikonas das Gebäude des griechischen Umweltministeriums in der Mesogion Avenue in Athen.

Beim Versuch, bis in das Büro des Ministers Kostas Skrekas im sechsten Stock zu gelangen, scheiterten sie. Sie wurden anschließend von der Polizei festgenommen. Von einem Fenster des ersten Stockwerkes aus entfalteten sie ein Transparent, das auf die verheerenden Waldbrände im August im Norden der Insel Euböa hinwies. Die Flammen zerstörten in neun Tagen zehntausende Hektar Wald; viele Häuser wurden zerstört. Kritisiert wurde vor allem, dass sich Regierung und Feuerwehr wesentlich stärker auf die Evakuierungen von Ortschaften beschränkt hätten, statt auch entschlossen gegen die Flammen vorzugehen. (Griechenland Zeitung / eh)

Kurzmeldung ekathimerini (engl.)

„Das Video der gestrigen Invasion und Besetzung des Ministeriums für Umwelt und Energie durch Mitglieder der Gruppe Rubicon (Rouvikonas)“.
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Konflikt um Zypern: Griechenland stockt Militär gegenüber Türkei auf

Von Perspektive Online – 13. September 2021

(…) 2011 wurde bei Probebohrungen rund um die Republik Zypern große Erdgasvorkommen gefunden. Seitdem stritten sich zuerst die Konzerne Noble Energy, Eni, Kogas und Total um die Erdgasvorkommen. Seit 2018 schaltete sich zwecks des militärisch kontrollierten Gebietes aus die Türkei mit seinem Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan ein und sendete türkische Kriegsschiffe aus, um Probebohrungen durchzuführen. (…)

Konflikt mit Säbelrasseln

Das Säbelrasseln lässt nicht nach und spitzt sich immer weiter zu. So nahm zuletzt Griechenland Erdgaskonfliktes als Vorwand zur militärischen Aufrüstung. Demnach bestellte die griechische Regierung unter Federführung des liberal-konservativen Regierungschefs Kyriakos Mitsotakis sechs neue Kampfjets „Dassault Rafale“ des französischen Flugzeugherstellers „Dassault Aviation Group“. Mit einer weiteren Bestellung von 18 Kampfjets besitzt Griechenland bald 24 dieser Flugzeuge. Ebenso will Griechenland vier neue Fregatten kaufen.

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Siehe auch: Erdgaskonflikt im Mittelmeer: Griechenland rüstet weiter auf

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Keine Tränen um Angela Merkel – so blickt Griechenland auf die Ära der scheidenden Kanzlerin

  • In Griechenland ist Angela Merkel mehrheitlich unbeliebt.
  • Das liegt vor allem an den aus griechischer Sicht zu harten Sparauflagen während der Schuldenkrise.
  • Für ihre Flüchtlingspolitik bekam Merkel dagegen Anerkennung.

Von Gerd Höhler, 15.9.2021 – RND

Merkel-Besuch in Athen 2012

Athen. Als Angela Merkel jetzt in einer Diskussion nach den schwersten Momenten ihrer Kanzlerschaft gefragt wurde, erinnerte sie an die griechische Schuldenkrise. Sie habe damals den Menschen in Griechenland „so viel zugemutet“, sagte Merkel. In griechischen Medien wurde diese Reminiszenz überwiegend mit Ironie kolportiert. „Eine Entschuldigung ist das ja nicht“, stellte der Moderator des Fernsehsenders Skai fest.

Angela Merkel und die Griechen: Eine schwierigere Beziehung kann man sich kaum vorstellen. Die meisten Menschen in Griechenland weinen der scheidenden Kanzlerin keine Träne nach. Sie sehen in ihr die treibende Kraft des „deutschen Spardiktats“ während der Staatsschuldenkrise. 2010 schnürten EU und Internationaler Währungsfonds das erste Hilfspaket für Griechenland. Es enthielt harte Auflagen. „Es muss wehtun“, habe Merkel ihm seinerzeit erklärt, erinnert sich der damalige griechische Premierminister Giorgos Papandreou. (…)

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Negative Bewertungen für Regierungspartei nach Kabinettsumbildung

Von Elisa Hübel, 9.9.2021 – Griechenlandzeitung

Am 31. August hatte die griechische Regierung eine Kabinettsumbildung durchgeführt. Diese hat ihr – was die Wählergunst betrifft – wohl mehr geschadet als genutzt. Der neue Gesundheitsminister Plevris, ein Politiker vom rechten Rand der regierenden Nea Dimokratia, scheint besonders unpopulär. Außenminister Dendias hingegen rangiert auf der Beliebtheitsskala ganz oben.

Das bekannte, aus der rechtspopulistischen LAOS stammende rechte Trio: Thanos Plevris (neuer Gesundheitsminister), Adonis Georgiadis (auch bisher schon Entwicklungsminister), Makis Voridis (seit 2021 Innenminister)

Eine Ende August durchgeführte Kabinettsumbildung scheint der griechischen Regierung eher schlecht bekommen zu sein. Lediglich 14 % der Griechen haben dazu eine positive Haltung. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Prorata hervor. Demnach vertreten 38 % der Befragten die Ansicht, dass sich die Regierungsarbeit von nun an verschlechtern werde. Deutlich mehr als vier von zehn Griechen (45 %) glauben hingegen, dass die Arbeit der Regierung unverändert bleiben werde.
Als beliebtester Parteichef schneidet nach wie vor Premierminister Kyriakos Mitsotakis mit 44 % positiven Stimmen ab. Es folgt der Oppositionsführer vom Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) Alexis Tsipras mit 34 %, der damit etwas aufgeholt hat. Dicht auf den Fersen ist ihm der Generalsekretär der kommunistischen Partei KKE Dimitris Koutsoumbas (32 %). (…)

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Krach an allen Ecken

„Um die Beziehungen zwischen Berlin und Athen steht es nicht gut. Das liegt vor allem am mangelnden Fingerspitzengefühl Deutschlands.“

Schreibt Jens Bastian, 7.9.2021 – Gastautor der TAZ

Als „Strafe Gottes“ bezeichnete der griechische Abgeordnete Babbis Papadimitriou die deutsche Flut

<<Athen im Sommer 2021. Es kracht an verschiedenen Ecken und Kanten im deutsch-griechischen Verhältnis. Ende Juni kam es zu einem öffentlichen diplomatischen Disput zwischen den Außenministerien in Berlin und Athen. Der Anlass war die zweite Berlin-Konferenz zu Libyen. Die Türkei war eingeladen, Vertreter der Afrikanischen Union, der Arabischen Union, der Republik Kongo sowie Delegationen aus Algerien, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Nur Athen erhielt keine Einladung und fühlte sich durch Berlin brüskiert. Drei Wochen später werden Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen von einer Flutkatastrophe getroffen. Zahlreiche Länder bieten ihre Hilfe an. Und wie sieht es mit der Solidarität in Griechenland aus? Die „Flutkatastrophe ist eine Strafe Gottes für jene, die uns in der Vergangenheit belehrend den Zeigefinger entgegenhielten und uns als Dritte-Welt-Land bezeichneten.“ (…)>>

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Dann lebt sein Geist weiter

Nachruf auf Mikis Theodorakis/ Von Mischi Steinbrück

Mischi Steinbrück

Mikis Theodorakis … Komponist und Poet. Musiker und Widerstandskämpfer. Exilierter und Gefolterter. Minister und Abgeordneter. Friedensstifter. Sämann. Wieder-Erfinder einer Kultur. (1) Er hatte eine glückliche Kindheit, überaus liebevolle Eltern und ein wundervolles Umfeld. Er selbst schreibt: „Bis zu meinem fünften Lebensjahr lebten wir auf Lesbos. An dieser Stelle setzen meine Erinnerungen ein… Das, was mich damals am meisten beeindruckte, waren das blaue Meer und das weiße Schiff ‚Alberta’… Noch heute versuche ich, den Eindruck jener unfassbaren Schönheit, die sich damals in meine kindliche Seele ergoss, musikalisch festzuhalten…“ (2) 

Dass einer das werden konnte, was er wurde, hat diese beiden entscheidenden Voraussetzungen: Die Liebe, die er auf so vielfältige Weise weitergab. Und die Schönheit, die ihn durchdrang. 

Am 2. September 2021 ist dieser unglaubliche Mensch im Alter von sechsundneunzig Jahren von uns gegangen. Wenn wir nur einen Bruchteil seiner Wärme, seiner Kraft, seiner Treue zur Idee in uns spüren und versuchen weiterzugeben, lebt sein Geist weiter; lebt weiter, was er uns geschenkt hat. Hören wir ihn uns wieder und wieder an! 

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