Kein neues Memorandum in unserem Namen!

Kein neues Memorandum in unserem Namen!

Erklärung des Red Network
(Teil der Linken Plattform von SYRIZA)
15.7.2015

Nur eine Woche nach dem massiven „Ochi!“ (Nein!) [61,3 %] im Referendum vom 5. Juli sind der führende Kern der Regierung und Alexis Tsipras von Verhandlungen in Brüssel zurückgekehrt, in denen sie einem gigantischen Memorandum zugestimmt haben, das sozial und finanziell härter ist als die beiden vorausgegangenen [2010 und 2012] und einen weitaus stärkeren kolonialen Charakter hat.

● Dieses Memorandum droht die Mehrheit der Gesellschaft zu zermalmen, die von ihrer Arbeit lebt und in den vergangenen fünf Jahren extremer Sparpolitik unter den beiden früheren Memoranden ge¬lit¬ten hat, die alles beseitigt haben, was von den Errungenschaften nach all den Jahren geblieben ist.
Tsipras und die Regierung haben das gewaltige „Ochi“ der griechischen Bevölkerung verraten, indem sie ein Abkommen abgeschlossen haben, das schlimmer ist als der Vorschlag von Juncker, der im Re¬ferendum auf Drängen der Regierung abgelehnt worden war.
Mit seinen beispiellosen kolonialen Klauseln vollendet dieses Memorandum die verhängnisvolle Auf¬gabe, Griechenland in eine Schuldenkolonie innerhalb der EU zu verwandeln. Es ist eine Schande für die Linke, denn die Zustimmung erfolgte in ihrem Namen und durch die Führung einer Partei der Lin¬ken und durch eine Regierung, die von dieser Partei dominiert wird, die die Regierungsgewalt gerade wegen ihrer historischen Verpflichtung errang, die Memoranden abzuschaffen und die Sparpolitik abzulehnen.

● Dieses neue Memorandum stürzt wesentlich und praktisch die von SYRIZA geführte Regierung: programmatisch, aber auch politisch, denn es verwandelt SYRIZA in eine Regierung der Sparpolitik, mit einer zunehmend die Sparpolitik befürwortenden Zusammensetzung (umso mehr nach dem Rück¬zug der linken Kabinettsmitglieder und der potenziellen Öffnung für das Lager der Sparpolitik).
Dies wird eine zerstörerische Auswirkung auf SYRIZA selbst haben, indem sie dazu erpresst wird, eine Verfechterin der Durchsetzung der Sparpolitik zu werden; ihre Verbindungen zur werktätigen Mehrheit der Bevölkerung zu lockern und sich gegen sie zu wenden; sich in eine sozialliberale Partei der Sparpolitik und des Autoritarismus zu verwandeln.
Das neue Memorandum ist ein doppelter Schlag gegen die fundamentalen Prinzipien der Linken und ihre moralische Kraft, indem die Menschen betrogen werden, die den langjährigen Versprechen ge¬glaubt haben, die Memoranden abzuschaffen und die Sparpolitik zu überwinden, aber auch all diejeni¬gen, die zu dem enormen „Ochi!“ des Referendums beigetragen haben.
Es ist eine Beschönigung des Systems der Sparpolitik und seiner Parteien, indem ihnen die Chance gegeben wird zu behaupten, dass SYRIZA und die Linke ein Memorandum zustande gebracht haben, das schlimmer ist als ihr eigenes. Es behindert uns im Kampf gegen den lokalen und internationalen Kapitalismus, denn es lässt ihn allmächtig erscheinen, fähig eine linke Regierung zu demütigen und zu zerstören.

● Aus all diesen Gründen stellt das neue Memorandum die ernste Gefahr einer massiven Desillu¬sio¬nierung innerhalb der Linken und der sozialen Bewegungen dar, während es ebenso die Gefahr schafft, dass die Unzufriedenheit in der Bevölkerung von der Rechten, der extremen Rechten und den Faschisten ausgenutzt wird.
Doch wenngleich dies alles Gefahren sind, die aus diesem Abkommen herrühren, und seine ersten Fol¬gen bereits sichtbar sind, so ist der Kampf für seine Annullierung doch nicht vergebens. Im Gegenteil, das Potenzial für die Blockierung und Annullierung des neuen Memorandums, aber auch für das Hissen des linken Banners, auf das manche in krimineller Weise treten wollen, ist groß!
Die Menschen des „Ochi!“ – diese massive Kraft und Klassenallianz der Lohnabhängigen, der Armen und der Jugend, die im Kampf um das Referendum zutage trat, besteht weiter. Dies ist für uns der Be¬weis, dass der Wille zum Kampf ebenso wie die Wut über ihre Lage nicht nur nicht abgeklungen ist, sondern an der Basis der Gesellschaft zugenommen hat. Die Führung des Kampfes gegen das neue Memorandum kann in neue Hände geraten! Das bedeutet, dass der Kampf mit demselben Ziel wie bisher weitergehen wird: Abschaffung der Memoranden und ein Ende der Sparpolitik.
Und auch SYRIZA – die linke SYRIZA mit ihrer radikalen Seele – existiert weiterhin. Die Regierung und die Gemäßigten in der Partei betrachten sie zurecht als ein Hindernis für die Durchsetzung und Verwirklichung des neuen Memorandums und drohen mit Disziplinarmaßnahmen und Ausschlüssen. Sie verlangen Gefolgschaft gegenüber den Parteibeschlüssen.
Aber was für die Linke vor allem zählt ist Gefolgschaft entsprechend ihrem Programm und ihrer po¬litischen Strategie – darunter Abschaffung der Memoranden, Überwindung der Sparpolitik, Ableh¬nung der Schulden und die Durchsetzung der elementaren Maßnahmen, wie sie im SYRIZA-Pro¬gramm von Thessaloniki formuliert sind –, Gefolgschaft gegenüber den unverletzlichen Prinzipien und Werten der Linken und Gefolgschaft gegenüber den kollektiven Entscheidungen, die getroffen wurden, um sie zu verwirklichen.

● Für SYRIZA bedeutet dies Gefolgschaft gegenüber dem Programm ihres Gründungsparteitags, gegenüber ihrem Engagement vor den Wahlen, gegenüber ihrem Programm von Thessaloniki, gegen¬über dem Mandat, das ihr die Bevölkerung durch die Wahlen vom 25. Januar verliehen hat, gegenüber dem Mandat des „Ochi!“ vom 5. Juli.
Wir sind die SYRIZA, die an alldem festhält und diejenigen zur Disziplin ruft, die es wagen, auf das doppelte Mandat der Bevölkerung und die Prinzipien, Werte und kollektiven Entscheidungen von SYRIZA mit Füßen zu treten. Für die Linke bedeutet Disziplin nicht Disziplin gegenüber den willkü¬rlichen Beschlüssen des „Führers“ und des engen Zirkels um seine Person!
Jetzt ist die Zeit gekommen für diese SYRIZA in den Kampf zu treten und die verheerende Entscheidung, ein neues Memorandum abzuschließen, zu durchkreuzen.

● Schließlich, und dies ist nicht von geringster Bedeutung, gibt es auch die Linke jenseits von SYRIZA, jene der sozialen Bewegungen und des „Ochi!“ beim Referendum. Welche Fehler auch im¬mer gemacht wurden, welche Meinungsverschiedenheiten wir auch hatten – wir trafen uns in den letz¬ten Jahren auf den Straßen und in den Kämpfen und wir gewannen die Schlacht des Referendums vom 5. Juli. In diesem neuen Zyklus sozialer und politischer Kämpfe müssen und können wir Seite an Seite zusammenstehen!
Unser Kampf ist gleichzeitig ein Kampf gegen Demoralisierung und Enttäuschung – für ein neues En¬gagement unsererseits im Massenkampf. Nicht durch Moralisieren und nicht, weil es unsere „Pflicht“ ist, sondern auf der Basis von sowohl Vernunft und Fantasie, basierend auf der realistischen Annahme, dass wir siegen können!
Zusammen können die Menschen des „Ochi!“ und die Partei des „Ochi!“, die SYRIZA ist – die Kräfte von SYRIZA, aber auch die Kräfte der restlichen Linken, für die „Nein“ „Nein“ bedeutet und nicht ein „Vielleicht“ werden kann oder, schlimmer noch, ein „Ja“ – in diesen Kampf eintreten und ihn auch ge¬winnen!
Aus dem Englischen und Französischen übersetzt von Hans-Günter Mull

Grèce: «Non au nouveau mémorandum, non à l’austérité, non aux privatisations»


http://socialistworker.org/2015/07/15/no-new-memorandum-in-our-name

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Ein Aufschrei aus Idomeni/Griechenland

Wo Europa Augen und Ohren schließt und Verbote erlässt, da wachsen kriegsähnliche Gefahren heran und bereichern sich mafiose Gruppen an hilflosen Flüchtlingen: Die Züge syrischer, afghanischer und afrikanischer Flüchtlinge an den Grenzen Nordgriechenlands zu FYROM (Mazedonien)

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Flüchtlinge bei Polýkastro, Kilkis, Griechenland Quelle: Vasilis Tsartsanis

Wir fordern die Politiker und Politikerinnen Deutschlands auf, nach Nordgriechenland zu kommen und Augenzeugen zu werden des Elends und der Todesgefahr unzähliger Flüchtlinge an den „Grenzen innerhalb Europas“! Dieser explosive Brennpunkt ist nicht im Bewusstsein unserer Verantwortlichen! Tausende Männer, Frauen und Kinder kommen per Bahn oder viele Kilometer zu Fuß, hausen erschöpft auf Feldern und im Schilf nahe der Grenze. In Gruppen ziehen sie mit Schleppern und anderen Grenzhelfern los. Die mazedonischen Grenzbeamten wehren oft tagelang ab, dann wieder lassen sie Gruppen weiterziehen. Diese wappnen sich dabei mit Stöcken und Stangen, weil sie wissen, dass jenseits der Grenze Banden und auch (Polizei-) Einheiten auf sie warten, um ihnen ihr letztes Hab und Gut und auch ihre wertvollen Pässe zu entreißen. Diese zirkulieren vielfach später in Europa und bieten u.a. auch kriminellen Kräften Schutz. Täglich werden Fälle von Gewalt durch Banden registriert. Flüchtlinge kommen schwer verletzt zurück, blutende und zerschlagene Menschen und finden dabei kaum Versorgung in dem kleinen 20 km entfernten Gesundheitszentrum in Polikastro, das währenddessen noch nicht einmal einen Krankenwagen zur Verfügung hat. Das 50km entfernte Krankenhaus in Kilkis ist kaum erreichbar ohne Hilfe Dritter. Viele jedoch melden sich trotz Verletzungen nicht aus Angst vor Inhaftierung. Sie versuchen es dann trotzdem immer wieder, über die Grenze nach Norden zu gelangen… Weiterlesen

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Sie betteln um Wasser! Die humanitäre Krise ist längst da

Berichte vom Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte vdää
Maintal, 9. Juli 2015

Sie betteln um Wasser! Die humanitäre Krise ist längst da

Sie betteln um Wasser – die meist aus Syrien Geflüchteten am griechisch-makedonischen Grenzübergang Idomeni: Die griechische Bevölkerung aus den umliegenden Städten und Dörfern hat Solidaritäts-Komitees gebildet; sie fahren oft zusammen mit KollegInnen von der Solidarischen Praxis Thessaloniki mehrmals in der Woche auf eigene Kosten hin und bringen Wasser, Lebensmittel, Toilettenartikel und rudimentäre medizinische Versor- gung, um das schlimmste zu verhindern. „Es ist entsetzlich zu erleben, wie Menschen aus Gebüschen gekrochen kommen und nach Wasser und Essen betteln müssen“, so Nadja Rakowitz, Geschäftsführerin des vdää, die am 8. Juli mit dem Soli-Komitee vor Ort war.
Der vdää appelliert an die politisch Verantwortlichen in der EU, diese menschenun- würdige Situation umgehend zu beenden und die Griechinnen und Griechen damit nicht alleine zu lassen.
Die Menschen aus Syrien und anderen kriegsgebeutelten Ländern werden nach Europa kommen und die höchsten Mauern werden sie nicht aufhalten. Dieser Realität muss sich die EU stellen und gewährleisten, dass Flüchtlinge sich frei in Europa bewegen können und sichere Wege in die Länder finden, in denen sie wirklich ankommen wollen und können.
An die deutsche Bevölkerung appellieren wir, praktische Solidarität zu üben. Unterstützen Sie die Solidaritäts-Komitees oder achten Sie auf Ihren Urlaubsrouten in Griechenland auf Menschen, die an der Landstraße entlang zu Fuß und mit Kindern und alten Menschen auf der Flucht sind und bieten Sie ihnen Hilfe in jeder Form an. Machen Sie Ernst mit dem Gedanken der Europäischen Solidarität.
Prof. Dr. Wulf Dietrich
(Vorsitzender des vdää)

Kontakt vor Ort:
in Griechisch und Englisch: Katerina Notopoulou (Mitglied verschiedener Solidaritäts-Initiativen in Thessaloniki und auch von Kalathaki), Tel: 0030 697 924 4100
in Deutsch: Nadja Rakowitz, Tel 0049 172 185 8023

Zur direkten Unterstützung der Solidaritäts-Komitee wenden Sie sich bitte auf Griechisch oder Englisch an die Initiative „Kalathaki“ (Das Körbchen): kalathaki2015@gmail.com

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Auch in Köln – Solidarität mit Griechenland !

Von Horst Hilse

polIm rechtsrheinischen Köln-Kalk versammelten sich heute ca. 50 Personen zu einer kleinen Solidaritätskundgebung mit der Bevölkerung Griechenlands.

Zeitgleich kamen in vielen Ländern Europas parallel zum griechischen Generalstreik Menschen zusammen.

Auf Initiative der SAV strömten bei nur 2 tägiger Mobilisierungszeit und bei schwül heissen Wetterverhältnissen die „üblichen Verdächtigen“ zusammen, um einige Dinge gegenüber der veröffentlichten Meinung in den Konzernmedien richtig zu stellen.
Die Redner fanden deutliche Worte:

– Der Vorschlag von Schäuble, das Staatsvermögen in eine Holding einzubringen, dessen Vorsitzender er selber ist, kommt einer Ausplünderung der griechischen Gesellschaft gleich.

– Das griechische Parlament ist entmachtet, muss es doch vor der Einbringung ins Parlament die Gesetze von den Institutionen (ehemals „Troika“ genannt) absegnen lassen. Abstimmung griechisches Parlament

– Die Machtarroganz der deutschen Regierung wirkt auf Europa insgesamt wie ein Schock und signalisiert den beginnenden Zerfall der EU

– Die Linke muss alles tun, um die politisch abgesegneten Überfälle der ärmeren Länder durch die reichen Länder zu verhindern, da ansonsten dem Kontinent neue Kriege drohen.

DSC_0001Das Werkzeug dieser Überfälle, die unkontrollierten Banken sind unter staatliche Aufsicht zu stellen.

In Griechenland selbst steht der organisierte Bruch mit der kapitalistischen Ausplünderung an:

Kapitalverkehrskontrolle, Entmachtung der Bankvorstände und Enteignungen auch nicht griechischer Banken vor Ort stehen an.

Die Menschen in Europa müssen sich zusammenschliessen, um dem Treiben der Banken ein Ende zu setzen, bevor weitere Länder im Interesse der Profite in den Abgrund gestoßen werden.

Nach einem kurzen Nieselschauer, der aber keine Abkühlung brachte, löste sich die Versammlung nach etwa einer Stunde auf.

Für kommenden Samstag rufen einige Gruppen ab 14 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Kölner Dom auf.

 Fotos h.hilse

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Erste Reaktion auf das NEIN des Griechischen Volkes.

banner_header_01-niki„OXI“ – „Nein“ – „NON“- „NO“
Eine gewonnene Schlacht gegen die europäische Hegemonialmacht !

von h.hilse

In den letzten Tagen war es bereits spürbar geworden: Es ging um mehr, als Akzeptanz oder Ablehnung eines einzelnen Sparprogramms.Es ging um eine Weichenstellung mit kontinentaler Bedeutung. Die EU erlebte ein Lehrstück in Demokratie!
Es trat einer jener seltenen Momente in der europäischen Geschichte ein, wo Freiheit vor Sicherheit gewählt wurde!
Samaras,er Chef der größten griechischen Oppositionspartei ND, die die „Ja-Kampagne“ nach einem Mediendrehbuch führte, kündigte noch am Abend seinen Rückzug aus der Politik an. Er hatte das Land von 2012 bis Januar 2015 als Ministerpräsident geführt und forderte in seiner Rücktrittsrede die EU zur Unterstützung von Tsipras auf.
Überall begriffen die Menschen in Europa, um was es ging: In vielen europäischen Städten gab es Solidaritätsdemonstrationen und über dem portugiesischen Parlament wehte am Sonntag wenigstens
für zwei Stunden die griechische Fahne, verstanden als Symbol des Widerstandes. Die von Deutschlands Eliten durchgesetzte Sparpolitik in Europa hat einen empfindlichen Stoß erhalten: Die Geschlossenheit der europäischen Sparphalanx ist dahin.
Ein englischer Blogger brachte es auf den Punkt „german ökonomisches Reich kapuut!“ formulierte er knapp. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi meinte: „Wir müssen wieder anfangen, miteinander zu sprechen.“ Der Franzose Hollande betonte, er sei ja nie für den Grexit eingetreten und sein Finanzchef wird noch deutlicher: „Auch wenn das griechische Nein siegt, wird es unsere Verantwortung sein, dies nicht zum Versailler Vertrag der Eurozone zu machen“.Merkel muss also am Montag versuchen, den wankelmütigen Hollande und seine Crew wieder in die Schlachtordnung zu stellen.
„Griechenland ist Teil der Europäischen Union und auch der Eurozone und ich hoffe, es bleibt dort“, sagte Spaniens konservative Ministerpräsident Rajoy in einer Rede, betonte aber zugleich, „Der Euro ist nicht und kann kein Club à la Carte sein. Es gibt Normen und Regeln, um sein Überleben zu sichern“.
Finanzminister Gianis Varoufakis hat bereits am Sonntagabend ein Krisentreffen einberufen. Der Minister berate mit Bankern des Landes, welche Forderungen man an die Europäische Zentralbank stellen könne, sagte ein Ministeriumssprecher.
Die Banken in Griechenland sind seit einer Woche weitgehend geschlossen. Sparer haben nur sehr beschränkten Zugriff auf ihr Geld, vor Geldautomaten bilden sich lange Schlangen. Nach Angaben des griechischen Bankenverbands reichen die Bargeldreserven nur bis Montag. Eigentlich sollen die Banken am Dienstag wieder öffnen. Dies ist aber wohl nur möglich, wenn sie neues Bargeld bekommen. Nach griechischen Medienberichten will die griechische Notenbank die EZB um sechs Milliarden Euro Nothilfen bitten.
Der amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs fordert EZB-Präsident Mario Draghi über Twitter zum Handeln auf: „Er weiß doch, dass er den griechischen Banken helfen muss, damit sie am Dienstag wieder öffnen können.“
Die Bankenvorstände sind in große Hektik verfallen; schliesslich verlor der Euro gegenüber dem Dollar am Sonntag zwei ganze Cent! Bei der Deutschen Bank etwa ist gegen 22 Uhr eine Telefonkonferenz geplant, um über die Folgen des Abstimmungsergebnis und die Sparvorschläge der internationalen Geldgeber zu beraten. Bei der britischen Bank Barclays wollen die Finanzmarktexperten die Entwicklungen in Griechenland ab 18 Uhr MESZ gemeinsam verfolgen, wie ein Sprecher sagte. Zudem seien über das ganze Wochenende Telefonkonferenzen und Gespräche mit den Großkunden geplant.
Wie aus informierten Kreisen verlautete, planen auch die Experten der französischen Exane BNP Paribas um 20.15 Uhr eine Telefonkonferenz. Bei dem Finanzdienstleister Hargeaves Lansdown in London sollen „die Analysten am Abend zu hause arbeiten, bevor sie Montagmorgen früh ins Büro kommen.“
Nicht nur in Deutschland selbst scheinen die Reihen jedoch noch fest geschlossen und die Helme fest auf den Betonköpfen zu sitzen.
Die polnische Ministerpräsidentin Ewa Kopacz rechnet damit, dass Griechenland die Eurozone verlässt. „Wenn sich die Prognosen bestätigen, dann bleibt Griechenland vermutlich nur ein Weg: der Austritt aus der Eurozone“, sagte die liberalkonservative Politikerin am Sonntag im Sender TVN24. Die Griechen seien nicht bereit gewesen, den „harten Weg der Reformen“ zu beschreiten.
Schuld daran sei auch die Regierung in Athen. „Die Griechen, die ich sehr respektiere, sind zum Opfer einer populistischen Politikercharge geworden“, sagte Kopacz. In Polen werde man wohl noch länger am Zloty als Währung festhalten. So war das in Deutschland aber nicht geplant! Polen sollte so schnell wie möglich der Eurozone beitreten.
Aber auch im deutschen Hauptquartier macht sich Unsicherheit breit: Schäuble tritt zwar immer noch für den Grexit ein und meint, ein Austritt Griechenlands würde den deutschen Haushalt nicht belasten. Bundesbank Präsident Jens Weidmann sieht das jedoch ganz anders. Überweisungen der Notenbank nach Berlin drohen auszufallen. Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone dürfte in den kommenden Jahren Milliardenlöcher in die Haushaltsplanung von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) reißen, erläuterte er bereits am Mittwoch dem Regierungskabinett.
Doch wahre Germanen kämpfen auch in der Niederlage verbissen weiter. Die Sozialistische Fraktion forderte unverzügliche Gespräche mit der griechischen Regierung, wurde aber vom deutschen Vizekanzler Gabriel gestoppt.
Der „SPDist“ Martin Schulz pöbelt weiter rum.. wiederholt jedoch seine Forderung nach einem Regierungssturz in Griechenland nicht mehr offen.
Den Ball hat jetzt die stellvertretende CDU Vorsitzende Klöcker aufgenommen. „Das Referendum spaltet G. Eine Regierung, die die Verantwortung dem eigenen griechische. Volk rüberschiebt, ist eine Belastung fürs eigene Land.“ twittert sie am Sonntagabend.
Georg Fahrenschon, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), fordert weiterhin den Grexit.
FDP-Vorsitzender Lindner sekundiert ebenfalls über Twitter „Regeln müssen für alle gelten. Ein Rabatt aufgrund des Referendums würde Europa für alle Zeit erpressbar machen.“
Eric Schweitzer, Chef des „Deutschen Industrie und Handelstages“ moniert, dass sich die 1200 deutschen Unternehmen in Griechenland sorgen, dass ihre Rechnungen nicht mehr bezahlt werden könnten. „Es gibt kein Vertrauen mehr in diese Regierung“, sagte er im ZDF.
Bei so viel deutschem Kampfeinsatz darf Panzer-Uschi Leyen natürlich nicht fehlen: „Die Äußerung von Varoufakis ist eine Verhöhnung aller, die unter Terrorismus leiden“poltert sie in der „Passauer Presse“. Varoufakis hatte das Vorgehen der Gläubiger im Schuldenstreit als „Terrorismus“ bezeichnet.
Gäbe es so etwas wie eine demokratische Kultur in diesem Land, so wären jetzt Rücktritte fällig: Schäuble, Schulz , Brok…wenigstens diese institutionalisierte Germanen – Troika. Aber dazu wird es wohl nicht kommen. Sie werden versuchen, ihre Reihen wieder zu schliessen, um den nächsten Stoß zu parieren. Die nächste Runde des Kampfes steht an!
Der nächste Schritt heisst „Schuldenschnitt“ ! Dies muss die nächste Forderung sein, die gemeinsam gegen die Dogmen des NeoLiberalismus erkämpft werden muss! Es gibt viel zu tun! Packen wir es an….

Sonntagabend 05.Juni 2015
h.hilse

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Das „Ochi!“ – der Mehrheit der Bevölkerung beim Referendum in Griechenland (Pax Christi)

Berlin, 06.07.2015

Das „Ochi!“ – (Nein!) der Mehrheit der Bevölkerung beim Referendum in Griechenland wird begrüßt.
Statement der pax christi-Kommission „Globalisierung und soziale Gerechtigkeit“

„Das ‚Nein‘ der Griechen ist ein notwendiges Signal des Protestes gegen die brutale sogenannte ‚Sparpolitik‘ der EU-Institutionen, die in Griechenland bisher unzählige Menschenleben gekostet hat“, erklärt Stefan Leibold, der Sprecher der pax christi-Kommission.
„Die Griechen haben sich nicht einschüchtern lassen; sie haben unsere Solidarität verdient. Das Referendum war überfällig. Die Institutionen haben nie ernsthaft verhandelt. Die griechische Regierung hat so viele Zugeständnisse gemacht, dass sie fast alle früheren Bedingungen aufgegeben hat. Ein „Nein“ der Griechen zu weiteren sinnlosen Kürzungen, die die Bevölkerung seit Jahren ins Elend stürzt, ist höchste Zeit“.
Der Sprecher weiter: „Die ‚Angebote‘ der EU hatten offenbar zuletzt nur
noch den Zweck, die griechische Regierung durch eine willfährige aus den alten Eliten zu ersetzen, die die neoliberale Politik, die die Vermögen der Gläubiger auf Kosten der Menschen schützt, kritiklos umsetzen würde.“

Die Austeritätspolitik sei seit Jahren erkennbar gescheitert. „Griechenland braucht einen weitgehenden Schuldenerlass und ein groß angelegtes Investitionsprogramm, damit das Leiden der Bevölkerung überhaupt erst einmal reduziert werden kann.“
Die Krise in Griechenland sei allerdings nur Ausdruck einer tiefer liegenden Krise der
Finanzmärkte und des kapitalistischen Gesellschaftsmodells generell.

Leibold kritisiert die Medienkampagne in Deutschland, die die Tatsachen verdrehe und das Bild der „faulen Griechen“ und einer unfähigen Regierung vermittle. Im Gegensatz zur Berichterstattung in vielen anderen Ländern werde die bewusste Desinformationspolitik der Institutionen und der Regierung von den Medien hier weitgehend völlig unkritisch übernommen.

Die pax christi-Kommission verweist auf informative Links, um zu verstehen, worum es bei
den letzten Verhandlungen und der Griechenland-Krise überhaupt geht:

-Fabio de Masi, MdB „Die Linke“, hat einen sehr aufschlussreichen
„Faktencheck“ über die Angebote und Reaktionen der letzten Wochen erstellt:
http://www.fabio-de-masi.de/de/article/504.die-griechenland-l%C3%BCge-der-faktencheck.html

-Mit Mythen und Fakten beschäftigt sich auch Stephan Lindner von attac: „Zur aktuellen Entwicklung in Griechenland“:
http://theorieblog.attac.de/zur-aktuellen-entwicklung-in-griechenland/

-Ein spannender und informativer Film ist „Wer rettet wen?“:
http://whos-saving-whom.org/index.php/de/

-Zu den Hintergründen der Krise: Frederic Heine, Wie man eine Finanzkrise auf die Bevölkerung eines gebeutelten Landes abwälzt. Acht Dinge über die griechische Schuldenkrise, die Angela Merkel Dir nie erzählen würde:

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45347/1.html

-Eine massive (und plausible) Kritik an der deutschen Politik in Europa
liefert Tomasz Konicz mit „Der deutsche Wirtschaftskrieg“:

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45302/1.html

Pax Christi (zu deutsch Friede Christi) ist die internationale katholische Organisation der Friedensbewegung, die sich heute jedoch als ökumenisch offen versteht. Der Name der Bewegung ist zurückzuführen auf das Leitwort, das Papst Pius XI. seinem Pontifikat 1922 gab: „Pax Christi in regno Christi“ (Der Friede Christi in Christi Reich).

 

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Informationen
Sie finden das Statement auch unter www.paxchristi.de

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Etwa 700 Menschen am 3. Juli 2015 bei Solidaritätsdemo in Köln

Am Freitag, dem 3. Juli 2015 kamen trotz einer Temperatur von 37 Grad ca. 700 Menschen in Köln zusammen, um den Versuch der Griechen zu unterstützen, sich aus der Euro Zwangsjacke zu befreien.
Organisatoren waren das „Kölner Blockupy Bündnis“ und das „Griechenland Solidarität Komitee Köln.“
Auftaktkundgebung fand ab 18 uhr am Kölner Dom statt und es gab Zwischen- kundgebungen vor der SPD-Parteizentrale und vor der Rechtsschule. Redebeiträge waren auf 5-10 Minuten begrenzt. Die Abschlusskundgebung fand vor dann vor dem CDU-Büro statt.
Wir möchten uns hier bei allen bedanken, die trotz der großen Hitze im Gefolge des Klimawandels das Engagement zur Teilnahme an der Demo aufbrachten!

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Eröffnungsrede GSKK vor dem Hbf/Domseite

Liebe Kölner/innen
Liebe Mitstreiter/innen
Liebe Genoss/innen

Vor Beginn möchte ich die Gelegenheit nutzen und Julian Assange, den Demokraten Begründer von Wikileaks in seinem Botschaftsasyl zu seinem heutigen 44. Geburtstag herzliche Grüße übermitteln! Greetings to your birthday!
Wir sind heute bei heissem Wetter unter den Bedingungen des Welt-Klimawandels hier zusammengekommen, um den Menschen in Griechenland unsere Solidarität zu bekunden. Zeitgleich zu unserer Aktion finden in Deutschland und europaweit ebenfalls 120 Demonstrationen und Kundgebungen statt.
Besonders hoch ist in diesen heissen Stunden die geistige Feinstaubbelastung mit den Propagandalügen der Medienkonzerne. Insbesondere das Stickoxyd der SPDisten von Schulz und Gabriel mischt sich in gefährlich hoher Konzentration.
„SPDist“ Schulz in Brüssel ereifert sich, Tsipras sei „unberechenbar und demagogisch“ und entlarvt damit das eigene auf „Berechenbarkeit“ beruhende Demokratieverständnis. Aber Schulz sagt uns auch deutlich, worum es ihm geht:
„Wenn diese neue Übergangsregierung eine vernünftige Vereinbarung mit den Geldgebern findet, dann wäre Syrizas Zeit vorbei“
Der Herr Jörges vom Stern macht es da etwas knapper: „Syriza muss fallen!“ betitelt dieser sogenannte „Demokrat“ den Leitkommentar in seinem Propagandablatt mit den vielen Bildchen.
DAS ist es – Ihr Bücklinge und Schleimer vor dem Geldadels in den Bankvorständen – ihr wollt eine gewählte Regierung vom Platz schicken, weil sie nicht zu euren Bedingungen nach eurer Pfeife tanzt.
Man stelle sich vergleichsweise die deutsch-nationale Empörungswelle vor, wenn eine europäische Zeitung zum Sturz der Grossen Koalition aufrufen würde.
Zu diesen Putschparolen liefert das EU-Konstrukt den Resonanzboden. –
Wer hat eigentlich die EU-Kommission, die EZB und die IWF Vertreter dazu ermächtigt, sich mit Warnungen und Erpressungsdrohungen an die griechischen Wähler zu richten?
In wessen Namen sprechen sie denn? Sie sprechen NICHT in unserem Namen!
Weshalb kann die Europäische Zentralbank in Frankfurt als einzige Zentralbank der Welt ohne jede politische Beschlusslage eigenmächtig beschliessen, den Geldhahn zudrehen?
Welcher gefasste Beschluss welchen Gremiums erlaubt ihnen das denn? So was wäre in China oder Russland nicht möglich!
Wir sagen „Oxi“, Nein, Non und No zu diesem EU-Konstrukt der Lüge, des Geldades und der Lobbyisten.
Wir wollen den in Brüssel gepflegten Volkssport der Fingerhaklei konkurrierender Wirtschafts- und Finanzlobbyisten einfach nicht mehr haben!
Der von diesen Leuten festgelegte Krümmungsgrad der von uns EU-Bürgern zu benutzenden Scheisshausbrillen geht uns ebenso am Arsch vorbei wie der Krümmungsradius festgelegter LKW – Aussenspiegel oder die grade erst gestern beschlossene Rücknahme des vor einem Monat verfügten Ölkännchen Verbots zum Salatteller auf dem Restaurant Tisch.
Jede dieser Einzelentscheidungen betrifft Profit oder Verlust einzelner Firmen, hat aber mit Politik und einer europäischen Demokratie nullkommanichts zu tun !
Der strukturelle Fehler des EU- Konstrukts, gewöhnlicherweise hinter einem Floskel- vorhang verborgen, tritt heute überdeutlich und grell zu Tage: das, was man gemeinhin als „Politik“ bezeichnet, wurde dort zugunsten von Wirtschafts- und Finanzlobbyisten längst ad acta gelegt.
Als einzig verbindendes Element blieben seit 25 Jahren nur die religiösen Dogmen des Neoliberalismus übrig, die uns Verarmung, Überwachung und Einschränkung der Grund- rechte einbrachten.
Keine dieser über uns gekommenen Segnungen des EU-Konstrukts wurde durch die Showeinlagen des Europaparlaments beschlossen.
Am Beispiel Griechenland wird nach der EURO-Einführung erneut deutlich, dass ganz andere Institutionen über die Macht in diesem Europa verfügen: die Troikavertreter mussten sich- ebenso wie die EU Kommissare auch – nie einer demokratischen Volkswahl stellen.
Wir sagen dazu Oxi, Nein, Non und No – Ihr, die Schulzes, Draghis, Disselbloms und Junkers – ihr repräsentiert NICHT Europa und ihr redet NICHT in unserem Namen! Ihr seid nur die Kasperpüppchen einer Finanz-AG, die sich das Label „Europa“ unter den Nagel gerissen hat!
Eure Überraschung über eine Regierung, die ihre Wahlversprechen auch nach der Wahl noch ernst nimmt, verrät euch!
Eure Taten verraten euch ebenso:
In nur 5 Jahren habt ihr es geschafft, Griechenland mit der Abrissbirne sozial so zuzurichten, dass der Lebensstandard sich auf pakistanischem Niveau befindet!
In nur 5 Jahren habt ihr erreicht, dass 40% aller Neugeborenen wegen mangelnder medizinischer Versorgung schwer geschädigt sind oder sterben!
– dass 50% der Jugendlichen arbeitslos sind, dass 4 von 10 Schulkindern von Hunger bedroht werden.
Soviel zu eurem widerlichen „Expertentum“, das in den Konzernmedien täglich zelebriert wird. Eines ist klar: Mit der langen Tradition der europäischen Demokratie seid IHR jedenfalls nicht verbunden!
Die europäische Demokratie, nämlich UNSERE DEMOKRATIE ist heute live auf dieser und den 120 anderen Demos vertreten!
UNSER Europa erkennt eure Erpresserspielregeln ebensowenig an, wie die Koppelung eurer Europaverfassung an ein kapitalistische Wirtschaftssystem!

UNSER Europa hat mit eurem Europa der Flüchtlingsknäste und ertrinkenden Kriegsflüchtlinge NICHTS zu tun!

Eure Ja-Propaganda arbeitet mit Lüge, Erpressung und Drohung. Sie soll das Selbstvertrauen der Demokraten durch die Angst ersetzen. Wir bewerten gerade das als eure Kampfansage an die Traditionen der europäischen Demokratie.
Das Referendum gibt die Entscheidung zurück in die Hände derer, die ihre Regierung beauftragt hatten, sie zu vertreten. Nach den Jahren einer berechneten und kalkulierten Erniedrigung und Verarmung soll es eine Richtungsentscheidung geben, die die Menschen selbst treffen, weil es sie selbst betrifft!
Und es ist auch völlig klar, was hier gegen was steht.
Es steht Oben gegen unten!

UNSER Europa erkennt voller Dankbarkeit an, dass in Griechenland die verdorrte Demokratie neu belebt wird!
Ja, Frau Merkel, es geht um die “Institutionen”, ja, es geht um das Schicksal der europäischen Institutionen und ja, es geht um ihre demokratische Legitimation für die Fortsetzung der Brüningschen Sparpolitik auf kontinentaler Ebene.
Diese Schicksalsfrage für den künftigen Weg unseres Kontinents kann auch von Schäuble dauerhaft nicht weggeknurrt und von Ihnen, Frau Merkel nicht weg gerautet werden.
UNSER Europa wird das OXI, das Nein, das Non und das No auf den Straßen erkämpfen, in der Kollektivität, der Stimmung des demokratischen Aufbruchs, der Angstfreiheit, der Solidarität und dem Vertrauen in die starke Kraft der europäischen Völker.

Rede 03.Juli 2015 (GSKK)

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