Der Tag der Arbeit ist der Tag des griechischen Aufbruchs!
Die GriechInnen kämpfen für die Rechte und die Würde der arbeitenden Menschen in ganz Europa!
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Am 2. Mai trat Manolis Glezos dann auf einer Veranstaltung im Festsaal des Hamburger Rathauses auf. Veranstalter waren die Linksfraktion im Europäischen Parlament und die Hamburgische Ratsfraktion der Partei DIE LINKE mit Unterstützung der GEW, ver.di FB 08, ver.di-jugend, der VVN-Bund der Antifaschisten, des Ausschwitz-Komites und des Arbeitskreises Distomo. Thema der Veranstaltung waren die offenen deutschen Reparationsschulden und Zwangsanleihen gegenüber Griechenland.
„Die deutschen Kriegsschulden sind noch nicht beglichen!“ Das ist die Kernbotschaft der leidenschaftlichen Rede von Manolis Glezos im hanseatischen Rathaus. „Es geht um Gerechtigkeit, nicht um Rache.“ Das sei nicht nur für ihn „eine ethische Frage, sondern eine Frage der Wiederherstellung des Rechts.“ Laut griechischem Rechnungshof stehen 278,7 Milliarden Euro an Entschädigungszahlungen Deutschlands für die in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs begangenen Nazi-Verbrechen noch aus. Doch deutsche Regierungen haben bisher jeden Vorstoß auf Entschädigung Griechenlands abgeblockt.
Auf der Veranstaltung wurde gemeinsam mit Manolis Glezos über die historische Verantwortung Deutschlands, über Reparationszahlungen und einen konstruktiven Ausweg aus der Krise Griechenlands und Europas diskutiert. Diskussionsteilnehmer waren Rolf Becker (Schauspieler und gewerkschaftlicher Griechenlandaktivist), Martin Klingner (AK Distomo), Ulla Jelpke (MdB DIE LINKE) und Martin Dolzer (Bürger- schaftsabgeordneter DIE LINKE).
In einem Diskussionsbeitrag forderte der Historiker Karl Heinz Roth für erlittenes NS-Unrecht einen abschließenden Reparationsvertrag, der den 2+4-Vertrag nachträglich ergänzt. Roth plädiert für „eine Art Schlussakte, in der noch einmal alles auf den Tisch kommt und in der eine Bilanz der deutschen Besatzungs- und Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg gezogen wird“. Auf dieser Basis könnten dann die Ansprüche der noch nicht entschädigten Angehörigen und überlebenden Opfer befriedigt und die ausstehenden Reparationsleistungen geklärt werden. Was er in den Akten der deutschen Außenpolitik gelesen habe, die sich mit dem Thema Entschädigung befassen, habe ihn „bestürzt: Wie extrem arrogant und herablassend mit den Forderungen aus Athen umgegangen wurde! Es gab ein paar Brosamen vom deutschen Herrentisch in den 1950er und 1960er Jahren – aber letztlich wurden die Griechen immer auf den Sankt Nimmerleinstag vertröstet.“
In seinem Schlusswort rief Manolis Glezos die Anwesenden auf, den Kampf um die finanzielle Begleichung der Reparationen für Griechenland entschlossen zu führen. Er habe diesen Kampf seit 1945 geführt. Und seine Überzeugung bleibt: „Kein Kampf ist vergeblich!“
Text: gst (http://kommunisten.de)
Presseerklärung
An interessierte Medienvertreter
Am Mittwochabend (6.5.) hat sich eine Gruppe interessierter Berlinerinnen und Berliner getroffen, um die Gründung eines Komitees für die Zahlung der deutschen Verbindlichkeiten an Griechenland vorzubereiten.
Ziel ist der Aufbau einer Initiative, die Aufklärungsarbeit über die von den deutschen Besatzungstruppen während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland begangenen unzähligen schwersten Verbrechen leistet.
Außerdem soll es darum gehen, gemeinsam mit ähnlichen Gruppen in anderen Städten für die Entschädigung für die von den Besatzern angerichteten enormen Zerstörungen zu werben. Schließlich machen die Initiatoren in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass der griechische Staat seinerzeit auf Druck der Eroberer Deutschland einen Kredit gewähren musste, der bis zum heutigen Tag nicht zurückgezahlt wurde. Sowohl die Reparationen wie auch diese Zwangsanleihe seien eine offene Rechnung mit einer großen moralischen Dimension. Die Initiatoren legen gesteigerten Wert auf die Feststellung, dass diese Fragen unabhängig von der derzeitigen Euro- und Verschuldungskrise zu sehen sind und es keinesfalls um eine bloße gegenseitige Aufrechnung geht.
Ein Gründungstreffen ist für Mittwoch, den 20. Mai um 19 Uhr im Haus der Demokratie und der Menschenrechte in der Greifswalder Straße geplant
Für weitere Nachfragen steht Hans Köbrich unter 0174 3457054 oder hans.koebrich@gmail.com zur Verfügung.
Δελτίο Τύπου
Την Τετάρτη 6 Μαΐου 2015 έλαβε χώρα στο Βερολίνο συνάντηση με σκοπό την ίδρυση Επιτροπής για την εξόφληση των γερμανικών οφειλών προς την Ελλάδα. Σκοπός είναι η δημιουργία μίας πρωτοβουλίας, η οποία θα συμβάλλει στη διαφώτιση της κοινής γνώμης για τα αμέτρητα και βαρύτατα εγκλήματα των γερμανικών στρατευμάτων κατοχής στην Ελλάδα κατά τη διάρκεια του Β‘ Παγκοσμίου Πολέμου. Επιπλέον θα διεκδικήσει, σε συνεργασία με παρόμοιες πρωτοβουλίες σε άλλες πόλεις, την αποζημίωση για τις τεράστιες καταστροφές που επέφεραν οι κατοχικές δυνάμεις. Ταυτόχρονα οι συμμετέχοντες επισημαίνουν το γεγονός ότι το ελληνικό κράτος εξαναγκάστηκε από την ναζιστική Γερμανία να παράσχει στην τελευταία δάνειο, το οποίο έως και σήμερα δεν έχει αποπληρωθεί. Τόσο οι αποζημιώσεις όσο και το αναγκαστικό αυτό δάνειο αποτελούν ανοιχτές οφειλές και έχουν ταυτόχρονα ηθική διάσταση. Οι συμμετέχοντες τονίζουν τέλος, πως τα ζητήματα αυτά είναι ανεξάρτητα από τη σημερινή κρίση Χρέους και σε καμία περίπτωση δεν τίθενται σε συμψηφισμό.
Η ιδρυτική συνάντηση της Επιτροπής θα γίνει την Τετάρτη 20 Μαΐου στο Σπίτι της Δημοκρατίας και των Ανθρωπίνων Δικαιωμάτων.
Για πληροφορίες: Hans Köbrich, τηλ (0049) 174 3457054 hans.koebrich@gmail.com
Veröffentlicht am 03.05.2015
Film von Hans Joachim Rieckmann
https://www.youtube.com/watch?v=i8cICW5a8dU&feature=youtu.be
Anmerkung:
Auf den Überschwang der DGB-Vorsitzenden Katja Karger, die sich über so viele TeilnehmerInnen freute, reagierte Manolis Glezos, indem er fragte, warum nicht mehr Arbeiter auf dem Platz seien. Die Antwort ist: Wer hört sich noch gern das, am 1. Mai etwas kämpferisch verbrämte, Sozialpartnerschaftsgesülze der hohen DGB-Funktionäre an?
Doppelt so viele waren um 14 Uhr bei der Demonstration, die aus Solidarität für die Flüchtlinge, besonders die „Lampedusas in Hamburg“ organisiert worden war.
In seiner beeindruckenden, wenn auch sehr kurzen Rede (sieben Minuten, mit Übersetzung 14 Minuten) sagte Glezos Grundsätzliches: Die Macht in der Gesellschaft müssen die Arbeiter haben. Es gehe nicht um einen Vertrag mit den Arbeit“gebern“ sondern um einen Vertrag mit der Zukunft. Die Zukunft gehöre den Arbeitern und nicht dem Kapital. Glezos scheint gut informiert zu sein über die Verhältnisse in Deutschland und in den Gewerkschaften, über den Unterwerfungspakt, die Symbiose von Kapital und Gewerkschaften durch die Zukunftspakte: Industrie 4.0 (IGM) und Dienstleistung 4.0 (ver.di). Haben sich die Apologeten dieser Pakte, die im Publikum standen und die Unterstützer: Scholz, Fegebank, Rose und Eulen sich die Rede von Glezos angehört? Als Vertreter der Herrschenden gehört es zu ihren Aufgaben, solche Kröten zu schlucken wie die Rede von Glezos.
Dezent deutete er mehrfach an, daß ihm die Redezeit begrenzt worden sei. Die DGB-Vorsitzende Katja Karger (kein SPD-Mitglied) kann es nicht gewesen sein. Wie sie ihn begrüßte und verabschiedete, das muß von Herzen gekommen sein. Aber welche sozialdemokratische Graue Eminenz im Hintergrund war für die Zeitbegrenzung verantwortlich?
Aber ganz mochten sie dem klassenkämpferischen und ehrwürdigen Manolis Glezos dann doch nicht absagen, das hätte dann wohl einen Skandal gegeben. In Griechenland kennt ihn jeder, hatte er doch 1941 die Hakenkreuzfahne von der Akropolis geholt!
Der Genosse Glezos wäre noch passender auf der Soli-Demo um 14 Uhr gewesen, die eindeutig unter dem Motto stand: Internationaler Kampftag gegen die Lohnarbeit. Er wäre unter vielen jungen Menschen gewesen, den VertreterInnen der Zukunft – das hätte ihn gefreut. Leider ist er von keinem der dortigen Organisatoren eingeladen worden! (DW)
Zusätzliche Info:
Manolis Glezos: „Griechische Opfer der Wehrmacht werden nicht anerkannt „
Veröffentlicht am 25.01.2015
Der griechische Politiker und Widerstandskämpfer Manolis Glezos über die Verbrechen der Wehrmacht, die Haltung der deutschen Bundesregierung und die Wahlen an diesem Sonntag in Griechenland.
https://www.youtube.com/watch?v=zZh24UIelGQ
Griechischer Widerstandskämpfer fordert in Frankfurt am Main Begleichung der Kriegsschulden
Von Gitta Düperthal
Als er in den Saal kam, erhoben sich alle von den Stühlen und applaudierten. Um Manolis Glezos, ehemaliger griechischer Widerstandskämpfer und Europaparlamentarier für die Linkspartei Syriza, zu sehen, kamen am Freiag abend rund 200 Menschen im Gewerkschaftshaus in Frankfurt am Main zusammen. Darunter Gewerkschafter, Antifaschisten und Mitglieder der Linkspartei. Glezos sprach über die ausstehenden deutschen Reparationsleistungen an Griechenland aufgrund von Naziverbrechen im Zweiten Weltkrieg.
27.04.2015: »Deutschland muss zahlen« (Tageszeitung junge Welt).
Denn die beiden konservativen Regierungsparteien PSD und CDS, so schreibt auch die spanische Tageszeitung El Pais, hätten sich „in einer Nacht- und Nebelaktion“ und mit im Land „unbekannter Schnelligkeit“ mit der großen sozialdemokratischen Opposition auf ein Gesetzesprojekt geeinigt. Sogar die Zeitung, die den spanischen Sozialdemokraten nahe steht und damit auch der portugiesischen Schwesterpartei, erklärt, dass offiziell nur von einer „Voransicht“ gesprochen werde, doch dass es sich real um eine „Vorzensur“ im kommenden Wahlkampf handele.
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| Portugiesisches Parlament. Bild: Joaomartinho63/CC-BY-SA-3.0 |
Weiterlesen: Vorzensur in Portugal | Telepolis.
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