Offener Brief / Aufruf von Tasos Koronakis, Sekretär des Zentralkomitees von SYRIZA

Offener Brief / Aufruf von Tasos Koronakis, Sekretär des Zentralkomitees von SYRIZA, „zu sozialer und politischer Solidarität. Von Demonstrationen und Kampagnen in ganz Europa zu institutionellen Initiativen in lokalen, regionalen und nationalen Parlamenten und persönlichen oder kollektiven Stellungnahmen um Griechenland zu unterstützen in den Bemühungen, das europäische Paradigma der Austerität zu verändern“

Tasos Koronakis, Sekretär des Zentralkomitees
von SYRIZA
Athen, 18. Mai 2015

Liebe Freundinnen und Freunde!

Nach nunmehr fast vier Monaten intensiver Verhandlungen steht unser europäisches Projekt vor einem Augenblick der Wahrheit. Die von SYRIZA geführte Regierung tut ihr Bestes, um mit den europäischen und internationalen Partnern ein Abkommen zu erreichen, das sowohl die Verpflichtungen Griechenlands als europäischem Mitgliedsstaat als auch das ihr durch die Wahlen erteilte Mandat des griechischen Volkes respektiert.
Die SYRIZA-Regierung hat bereits eine Reihe von Reformen auf den Weg gebracht, die sowohl die Korruption als auch die weit verbreitete Steuerhinterziehung in Angriff nehmen. Die Staatsausgaben sind eingeschränkt worden, die Steuereinnahmen übertreffen die Erwartungen, sodass (von Jänner bis April 2015) ein primärer Budgetüberschuss von 2,16 Milliarden erzielt wurde, der den anfänglich geschätzten erreichbaren Budgetüberschuss von 287 Millionen bei weitem übertrifft. Griechenland ist auch all seinen Schuldenverpflichtungen aus eigenen Mitteln nachgekommen – ein einmaliger Fall unter den europäischen Nationen –, da seit August 2014 jedwede Auszahlung von Erträgen aus dem Verkauf von Staatspapieren ausgesetzt wurde.
Nunmehr sind vier Monate erschöpfender Verhandlungen vergangen, in denen die Kreditgeber noch immer darauf beharren, dass die von SYRIZA geführte Regierung das Austeritätsprogramm umsetzt, das die Menschen in Griechenland in den Wahlen vom 25. Jänner eindeutig abgelehnt haben. Die von den Institutionen orchestrierte und herbeigeführte Erstickung der Liquidität hat zu einer kritischen Situation der Finanzen unseres Landes geführt, weshalb es für Griechenland unmöglich geworden ist, seinen unmittelbar bevorstehenden Schuldenverpflichtungen nachzukommen.

Die griechische Regierung hat ihr Bestes getan, um ein Abkommen zu erreichen, aber rote Linien – diese betreffen nachhaltige und nicht unrealistische Primärüberschüsse, die Wiederinkraftsetzung von Kollektivverträgen und des Mindestlohns, den Schutz der Arbeitenden vor massiven Kündigungen, den Schutz von Löhnen, Gehältern und Pensionen und des sozialen Sicherungssystems vor weiteren Einschnitten, die Notprivatisierungen – müssen respektiert werden. Die Geduld und der gute Wille der Menschen in Griechenland dürfen nicht als Bereitschaft missverstanden werden, sich einer noch nie da gewesenen Erpressung zu beugen. Die europäische Demokratie darf nicht auf diese Weise erstickt werden.
Wir erleben entscheidende Zeiten. Von unseren europäischen Partnerinnen und Partnern brauchen wir eine Bekundung ihres politischen Willens zur Überwindung der momentanen Pattsituation. Das ist nicht bloß ein Aufruf zur Solidarität, sondern einer zur gebührenden Achtung der wichtigsten europäischen Werte.

Innerhalb dieses Rahmens appelliert SYRIZA an alle fortschrittlichen und demokratischen sozialen und politischen Akteurinnen und Akteure, die anerkennen, dass der Kampf Griechenlands nicht auf seine nationalen Grenzen beschränkt ist, sondern einen Kampf um Demokratie und soziale Gerechtigkeit in Europa darstellt.

In diesen kritischen Augenblicken rufen wir zu Akten sozialer und politischer Solidarität auf, die von Kundgebungen zu Aufklärungskampagnen in ganz Europa reichen und die sowohl Initiativen auf institutioneller Ebene, in lokalen, regionalen und nationalen Parlamenten, als auch Unterstützungserklärungen durch Einzelpersonen und durch Gruppen für die Bemühungen Griechenlands beinhalten, das europäische Paradigma weg von der verheerenden Austeritätspolitik hin zu einem neuen Modell des nachhaltigen Wachstums umzugestalten.

Ihre und Eure Unterstützung ist von äußerster Wichtigkeit, nicht nur für die Menschen in Griechenland, sondern für das Schicksal der europäischen Idee.

Mit unseren herzlichsten Grüßen,
Tasos Koronakis
(Sekretär des Zentralkomitees von SYRIZA)

Weitere Information finden Sie / findest du in der jüngsten Erklärung des Politischen Sekretariats von SYRIZA: http://tinyurl.com/o892gmt

Anbei die links zu verschiedenen Übersetzungen.

You find it online here:
English version on #Change4all: http://www.change4all.eu/index.php?id=14&tx_news_pi1[news]=243&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=d0d2df2d9a79b82e8642698c67a7fc2d
French: http://syriza-fr.org/2015/05/18/onmoment-de-verite-pour-leurope-par-tasos-koronakis/
German version: http://www.transform-network.net/de/blog/blog-2015/news/detail/Blog/-82f1ad8e8a.html
Italian: http://www.listatsipras.eu/blog/item/2956-appello-di-syriza-l-europa-al-momento-della-verita.html
On facebook: https://www.facebook.com/change4all.eu?fref=ts

Please insert your actions of solidarity on the #Change4all map of solidarity: http://www.change4all.eu/index.php?id=4
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Solidarität mit dem griechischen Volk! – vom Internationalen Komitee der IV. Internationale

Griechenland:
Solidarität mit dem griechischen Volk!
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Vom Internationalen Komitee der IV. Internationale

Der Wahlsieg von Syriza und die Niederlage der Parteien, die sich darauf festgelegt hatten, die Forderungen der Troika zu befolgen, war auch eine frontale Herausforderung der herrschenden Klassen Europas und ihrer Institutionen.

Zum ersten Mal wurden die Sozialabbaupläne, die den arbeitenden Klassen Europas seit vier Jahren aufgezwungen werden, in Wahlen zurückgewiesen und es ist eine Partei an die Regierung gekommen, die ihren Wahlkampf trotz widersprüchlicher Aussagen hauptsächlich mit der Ablehnung dieser Pläne geführt hat. Das geschah in dem Land, das durch die ihm aufgezwungenen Memoranden der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds die heftigsten sozialen Angriffe erlitten hat.

Folglich war die Konstituierung dieser Regierung — besonders in Europa
— ein Hoffnungssignal für alle, die unter der gleichen Politik leiden, sowie für die sozialen und politischen Kräfte gewesen, die versuchen, einen Weg des Widerstands gegen die Austeritätspolitik zu beschreiten.

Unmittelbar nach den Wahlen kündigte die Tsipras-Regierung an, dass sie eine Reihe von Maßnahmen umsetzen wird, die mit den Verpflichtungen brechen, die der frühere Premierminister Samaras eingegangen war.

Diese Erklärungen wurden sofort mit den Forderungen der Europäischen Union und der Troika konfrontiert. Am 4. Februar verkündete die Europäische Zentralbank, dass die Refinanzierung der griechischen Banken gestoppt werde, weil sie die griechischen Schuldverschreibungen nicht länger akzeptiere. Gleichzeitig wurden massiv Gelder aus Griechenland abgezogen. In den Treffen der Eurogruppe hat der Druck auf die Tsipras-Regierung, dass Griechenland den Rahmen der Politik der Memoranden akzeptiert und beibehält, in den letzten Tagen zugenommen.
Dieser Druck ist von allen europäischen Regierungen ausgeübt worden, sowohl von den rechten als auch von den sozialdemokratisch geführten.
Die klar und einhellig verkündete Absicht ist es, die griechische Regierung durch Kontrolle ihres Bankensystems zu strangulieren.

Die Forderungen der Eurogruppe zeigen, dass die Idee eines Bruchs mit der Austeritätspolitik ohne Konfrontation mit der Europäischen Union in der Praxis nicht umsetzbar ist.

Ungeachtet aller Worte verpflichtet sich die Tsipras-Regierung in den ersten Vereinbarungen mit der Eurogruppe, den Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern in vollem Umfang und pünktlich nachzukommen.
Das ist ein Rückzug gegenüber den Verpflichtungserklärungen gegenüber dem griechischen Volk.

Ein langwieriger Kampf ist im Gange. Die europäischen Institutionen zeigen wieder einmal ihre Absicht, eine extrem harte neoliberale Politik aufzuzwingen, die zur ökonomischen und sozialen Marginalisierung ganzer Länder führt. Jede Kraft, die sich gegen die herrschende Wirtschaftspolitik zur Wehr setzen will, muss sich darauf vorbereiten, dass sie aus diesem institutionellen Rahmen herausgeworfen wird oder dass sie ihn verlassen muss. Die Rückweisung der Memoranden und der Budgetdiktate der EU sowie die Nichtzahlung des größten Teils der Schulden sind die zentralen Punkte der Konfrontation. Die griechischen sozialen und politischen Kräfte selber müssen im Rahmen einer sehr breiten und demokratischen Diskussion über die Methoden entscheiden, die am besten geeignet sind, eine solche Anti-Troika-Politik umzusetzen, indem sie das bestmöglichste Kräfteverhältnis innerhalb der griechischen Bevölkerung schafft und die europäischen Bevölkerungen anspricht, die ebenfalls Opfer der Austerität sind.

Eine solche Politik kann nicht durchgehalten werden, ohne dass ein Bruch mit allen antisozialen Attacken vollzogen wird, denen die griechische Bevölkerung in den letzten vier Jahren in Bezug auf Löhne, Gesundheitsversorgung und die Rechte auf Arbeit und Wohnung ausgesetzt war. Eine solche Orientierung erfordert antikapitalistische Maßnahmen, Eingriffe in das kapitalistische Eigentum, die Nationalisierung der Banken und zentraler Sektoren der Wirtschaft sowie die Reorganisation der Wirtschaft, damit die elementaren sozialen Bedürfnisse befriedigt werden können.

Zur Durchsetzung dieser Lösungen sind die Mobilisierung der Gesellschaft und die Kontrolle der arbeitenden Menschen über ihre eigenen Angelegenheiten unabdingbar.

In Griechenland hat eine entscheidende Schlacht begonnen, aber sie geht alle Völker in Europa an. Das griechische Volk darf nicht isoliert bleiben. Das Führungspersonal der Europäischen Union behauptet, mit seiner Absicht, das griechische Volk zu strangulieren, im Namen der Völker zu sprechen.

Wir müssen umgehend eine massive Solidaritätsbewegung mit dem griechischen Volk und mit seiner politischen und sozialen Arbeiterbewegung, aufbauen, um europaweit in dem Kampf darum, wer seinen Willen in Griechenland durchsetzt, ein günstiges Kräfteverhältnis zu schaffen, und zwar durch die Mobilisierung großer Kräfte der Arbeiterbewegung in Europa. Die Regierungen der Europäischen Union müssen daran gehindert werden, weiter ihre Diktate aufzuzwingen; jede Einmischung und jede Erpressung muss zurückgewiesen werden. Mit den Kampagnengruppen, der Gewerkschaftsbewegung und allen politischen Organisationen muss in ganz Europa eine Mauer der Solidarität mit dem griechischen Volk, gegen die Politik der Troika aufgebaut werden. Das ist die Aufgabe, der sich die Mitglieder unserer Internationale in den kommenden Tagen und Wochen widmen werden.

Diese Erklärung ist am 24. Februar 2015 vom Internationalen Komitee der Vierten Internationale mit sehr großer Mehrheit beschlossen worden.

Aus dem Englischen und Französischen übersetzt von Wolfgang W. und Wilfried D.

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www.kommunisten.de – Der Mensch geht vor Profit!

Griechenland: Die nächsten hundert Tage

Interview mit Elena Papadopoulou

13.05.2015: Am 9. Mai war die griechische Linksregierung mit Premierminister Alexis Tsipras die ersten 100 Tage im Amt. Vom ersten Tag an wurde sie von der ‚Troika‘, mit Merkel und Schäuble an der Spitze, erbittert bekämpft. Trotz des Drucks hat sie die ersten 100 Tage überstanden. Jedoch treibt das „finanzielle waterboarding“ (Finanzminister Varoufakis) Griechenland inzwischen an die Grenze der Zahlungsunfähigkeit. Da die Überbrückungsübereinkunft mit der Eurogruppe bald ausläuft, wird der Konflikt zwischen den ‚Institutionen‘ und der griechischen Regierung schärfer.

via www.kommunisten.de – Der Mensch geht vor Profit!.

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Das Griechenlandsolidaritätskomitee Köln am 1. Mai auf dem Heumarkt.

Der Tag der Arbeit ist der Tag des griechischen Aufbruchs!

Die GriechInnen kämpfen für die Rechte und die Würde der arbeitenden Menschen in ganz Europa!

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Rede von Manolis Glezos am 2. Mai 2015 in Hamburg

Rede von Manolis Glezos am 2. Mai 2015 in Hamburg

Am 2. Mai trat Manolis Glezos dann auf einer Veranstaltung im Festsaal des Hamburger Rathauses auf. Veranstalter waren die Linksfraktion im Europäischen Parlament und die Hamburgische Ratsfraktion der Partei DIE LINKE mit Unterstützung der GEW, ver.di FB 08, ver.di-jugend, der VVN-Bund der Antifaschisten, des Ausschwitz-Komites und des Arbeitskreises Distomo. Thema der Veranstaltung waren die offenen deutschen Reparationsschulden und Zwangsanleihen gegenüber Griechenland.

„Die deutschen Kriegsschulden sind noch nicht beglichen!“ Das ist die Kernbotschaft der leidenschaftlichen Rede von Manolis Glezos im hanseatischen Rathaus. „Es geht um Gerechtigkeit, nicht um Rache.“ Das sei nicht nur für ihn „eine ethische Frage, sondern eine Frage der Wiederherstellung des Rechts.“ Laut griechischem Rechnungshof stehen 278,7 Milliarden Euro an Entschädigungszahlungen Deutschlands für die in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs begangenen Nazi-Verbrechen noch aus. Doch deutsche Regierungen haben bisher jeden Vorstoß auf Entschädigung Griechenlands abgeblockt.

Auf der Veranstaltung wurde gemeinsam mit Manolis Glezos über die historische Verantwortung Deutschlands, über Reparationszahlungen und einen konstruktiven Ausweg aus der Krise Griechenlands und Europas diskutiert. Diskussionsteilnehmer waren Rolf Becker (Schauspieler und gewerkschaftlicher Griechenlandaktivist), Martin Klingner (AK Distomo), Ulla Jelpke (MdB DIE LINKE) und Martin Dolzer (Bürger- schaftsabgeordneter DIE LINKE).

In einem Diskussionsbeitrag forderte der Historiker Karl Heinz Roth für erlittenes NS-Unrecht einen abschließenden Reparationsvertrag, der den 2+4-Vertrag nachträglich ergänzt. Roth plädiert für „eine Art Schlussakte, in der noch einmal alles auf den Tisch kommt und in der eine Bilanz der deutschen Besatzungs- und Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg gezogen wird“. Auf dieser Basis könnten dann die Ansprüche der noch nicht entschädigten Angehörigen und überlebenden Opfer befriedigt und die ausstehenden Reparationsleistungen geklärt werden. Was er in den Akten der deutschen Außenpolitik gelesen habe, die sich mit dem Thema Entschädigung befassen, habe ihn „bestürzt: Wie extrem arrogant und herablassend mit den Forderungen aus Athen umgegangen wurde! Es gab ein paar Brosamen vom deutschen Herrentisch in den 1950er und 1960er Jahren – aber letztlich wurden die Griechen immer auf den Sankt Nimmerleinstag vertröstet.“

In seinem Schlusswort rief Manolis Glezos die Anwesenden auf, den Kampf um die finanzielle Begleichung der Reparationen für Griechenland entschlossen zu führen. Er habe diesen Kampf seit 1945 geführt. Und seine Überzeugung bleibt: „Kein Kampf ist vergeblich!“

Text: gst (http://kommunisten.de)

 

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Deutschlands unbeglichene Schuld – Presseerklärung

Presseerklärung

An interessierte Medienvertreter

Deutschlands unbeglichene Schuld

Am Mittwochabend (6.5.) hat sich eine Gruppe interessierter Berlinerinnen und Berliner getroffen, um die Gründung eines Komitees für die Zahlung der deutschen Verbindlichkeiten an Griechenland vorzubereiten.
Ziel ist der Aufbau einer Initiative, die Aufklärungsarbeit über die von den deutschen Besatzungstruppen während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland begangenen unzähligen schwersten Verbrechen leistet.
Außerdem soll es darum gehen, gemeinsam mit ähnlichen Gruppen in anderen Städten für die Entschädigung für die von den Besatzern angerichteten enormen Zerstörungen zu werben. Schließlich machen die Initiatoren in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass der griechische Staat seinerzeit auf Druck der Eroberer Deutschland einen Kredit gewähren musste, der bis zum heutigen Tag nicht zurückgezahlt wurde. Sowohl die Reparationen wie auch diese Zwangsanleihe seien eine offene Rechnung mit einer großen moralischen Dimension. Die Initiatoren legen gesteigerten Wert auf die Feststellung, dass diese Fragen unabhängig von der derzeitigen Euro- und Verschuldungskrise zu sehen sind und es keinesfalls um eine bloße gegenseitige Aufrechnung geht.

Ein Gründungstreffen ist für Mittwoch, den 20. Mai um 19 Uhr im Haus der Demokratie und der Menschenrechte in der Greifswalder Straße geplant

Für weitere Nachfragen steht Hans Köbrich unter 0174 3457054 oder hans.koebrich@gmail.com zur Verfügung.

Δελτίο Τύπου

Το ανεξόφλητο χρέος της Γερμανίας

Την Τετάρτη 6 Μαΐου 2015 έλαβε χώρα στο Βερολίνο συνάντηση με σκοπό την ίδρυση Επιτροπής για την εξόφληση των γερμανικών οφειλών προς την Ελλάδα. Σκοπός είναι η δημιουργία μίας πρωτοβουλίας, η οποία θα συμβάλλει στη διαφώτιση της κοινής γνώμης για τα αμέτρητα και βαρύτατα εγκλήματα των γερμανικών στρατευμάτων κατοχής στην Ελλάδα κατά τη διάρκεια του Β‘ Παγκοσμίου Πολέμου. Επιπλέον θα διεκδικήσει, σε συνεργασία με παρόμοιες πρωτοβουλίες σε άλλες πόλεις, την αποζημίωση για τις τεράστιες καταστροφές που επέφεραν οι κατοχικές δυνάμεις. Ταυτόχρονα οι συμμετέχοντες επισημαίνουν το γεγονός ότι το ελληνικό κράτος εξαναγκάστηκε από την ναζιστική Γερμανία να παράσχει στην τελευταία δάνειο, το οποίο έως και σήμερα δεν έχει αποπληρωθεί. Τόσο οι αποζημιώσεις όσο και το αναγκαστικό αυτό δάνειο αποτελούν ανοιχτές οφειλές και έχουν ταυτόχρονα ηθική διάσταση. Οι συμμετέχοντες τονίζουν τέλος, πως τα ζητήματα αυτά είναι ανεξάρτητα από τη σημερινή κρίση Χρέους και σε καμία περίπτωση δεν τίθενται σε συμψηφισμό.

Η ιδρυτική συνάντηση της Επιτροπής θα γίνει την Τετάρτη 20 Μαΐου στο Σπίτι της Δημοκρατίας και των Ανθρωπίνων Δικαιωμάτων.
Για πληροφορίες: Hans Köbrich, τηλ (0049) 174 3457054 hans.koebrich@gmail.com

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Rede des antifaschistischen Widerstandskämpfers Manolis Glezos auf der DGB-Kundgebung am 1. Mai 2015 in Hamburg

Rede des antifaschistischen Widerstandskämpfers und Syriza-Abgeordneten im EU-Parlament Manolis Glezos auf der DGB-Kundgebung am 1. Mai 2015 in Hamburg


Veröffentlicht am 03.05.2015
Film von
Hans Joachim Rieckmann
https://www.youtube.com/watch?v=i8cICW5a8dU&feature=youtu.be

Anmerkung:
Auf den Überschwang der DGB-Vorsitzenden Katja Karger, die sich über so viele TeilnehmerInnen freute, reagierte Manolis Glezos, indem er fragte, warum nicht mehr Arbeiter auf dem Platz seien. Die Antwort ist: Wer hört sich noch gern das, am 1. Mai etwas kämpferisch verbrämte,  Sozialpartnerschaftsgesülze der hohen DGB-Funktionäre an?
Doppelt so viele waren um 14 Uhr bei der Demonstration, die aus Solidarität für die Flüchtlinge, besonders die „Lampedusas in Hamburg“ organisiert worden war.

In seiner beeindruckenden, wenn auch sehr kurzen Rede (sieben Minuten, mit Übersetzung 14 Minuten) sagte Glezos Grundsätzliches: Die Macht in der Gesellschaft müssen die Arbeiter haben. Es gehe nicht um einen Vertrag mit den Arbeit“gebern“ sondern um einen Vertrag mit der Zukunft. Die Zukunft gehöre den Arbeitern und nicht dem Kapital. Glezos scheint gut informiert zu sein über die Verhältnisse in Deutschland und in den Gewerkschaften, über den Unterwerfungspakt, die Symbiose von Kapital und Gewerkschaften durch die Zukunftspakte: Industrie 4.0 (IGM) und Dienstleistung 4.0 (ver.di). Haben sich die Apologeten dieser Pakte, die im Publikum standen und die Unterstützer: Scholz, Fegebank, Rose und Eulen sich die Rede von Glezos angehört? Als Vertreter der Herrschenden gehört es zu ihren Aufgaben, solche Kröten zu schlucken wie die Rede von Glezos.
Dezent deutete er mehrfach an, daß ihm die Redezeit begrenzt worden sei. Die DGB-Vorsitzende Katja Karger (kein SPD-Mitglied) kann es nicht gewesen sein. Wie sie ihn begrüßte und verabschiedete, das muß von Herzen gekommen sein. Aber welche sozialdemokratische Graue Eminenz im Hintergrund war für die Zeitbegrenzung verantwortlich?
Aber ganz mochten sie dem klassenkämpferischen und ehrwürdigen Manolis Glezos dann doch nicht absagen, das hätte dann wohl einen Skandal gegeben. In Griechenland kennt ihn jeder, hatte er doch 1941 die Hakenkreuzfahne von der Akropolis geholt!
Der Genosse Glezos wäre noch passender auf der Soli-Demo um 14 Uhr gewesen, die eindeutig unter dem Motto stand: Internationaler Kampftag gegen die Lohnarbeit. Er wäre unter vielen jungen Menschen gewesen, den VertreterInnen der Zukunft – das hätte ihn gefreut. Leider ist er von keinem der dortigen Organisatoren eingeladen worden! (DW)

Zusätzliche Info:
Manolis Glezos: „Griechische Opfer der Wehrmacht werden nicht anerkannt „

Veröffentlicht am 25.01.2015

Der griechische Politiker und Widerstandskämpfer Manolis Glezos über die Verbrechen der Wehrmacht, die Haltung der deutschen Bundesregierung und die Wahlen an diesem Sonntag in Griechenland.
https://www.youtube.com/watch?v=zZh24UIelGQ

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