Krise in Griechenland: Eine Gesellschaft stürzt ins Bodenlose – Debatten – FAZ

Krise in Griechenland Eine Gesellschaft stürzt ins Bodenlose

15.12.2012 · Georg Pieper machte sich keine Illusion, als er nach Athen fuhr. Aber was der Traumatherapeut dort sah, hat die schlimmsten Befürchtungen übertroffen: Die griechische Gesellschaft explodiert unter dem Druck der Krise.

Von Melanie Mühl

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SoZ – Sozialistische Zeitung » Ein Versailles für Griechenland

Ein Versailles für Griechenland

von Angela Klein

Um die griechische Staatsschuld zu begleichen, muss man keine Rettungspakete bemühen, die die Krisenlasten auf die Bevölkerungen anderer EU-Länder abwälzen. Es würde reichen, wenn Deutschland an Griechenland endlich seine Kriegsschulden zurückzahlte und wenn der griechischen Wirtschaft auf die Beine geholfen würde, statt den Banken in großem Maßstab das Geld hinterher zu werfen.

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Das Leben danach: Griechische Kollegen nach dem sozialen Bankrott

Die griechische Gesellschaft ist mit aktiver EU-Hilfe in nur drei Jahren aller sozialen

Errungenschaften beraubt und um Jahrzehnte zurückgeworfen worden. Während die dünne
reiche Oberschicht massenhaft Gelder aus dem Land zieht, wird die Masse der Bevölkerung
auf das Lebensniveau eines Entwicklungslandes herabgedrückt. Das wurde sehr drastisch auf
einer Veranstaltung vom Kölner – Solidaritäts -Komitee – Griechenland in enger
Zusammenarbeit mit der IGM- Verwaltungsstelle Köln-Leverkusen deutlich:

 Der Referent, BR-Kollege Matthias Grzegorzic berichtete lebendig von seinen Eindrücken
als Teilnehmer einer Gewerkschafterdelegation, die sich vom 15.09. bis 22.09. 2012 in
Griechenland bei den Kolleg/innen vor Ort über die aktuelle soziale Situation informierte.

Die soziale Verwüstung betrifft alle Bereiche:

Das bürgerliche Vertragsrecht gegenüber den Gewerkschaften: abgeschafft!

So kann nun nach den beschlossenen Reformen der Arbeitgeberverband allegeschlossenen Tarifverträge durch einseitige Willenserklärung einfach für unwirksamerklären. So etwas kannten die Griechen bisher nur unter der Militärdiktatur in den 70erJahren des vergangenen Jhdts. Der Mindestlohn wurde auf 586 Euro reduziert!

Arbeitslosengeld beträgt 322 Euro (für 2 Jahre)

Bei Massenentlassungen war bisher ein vorheriges Gesprächsangebot an die Gewerkschaften
gesetzlich vorgeschrieben:
abgeschafft!

so kommt es im ganzen Land nun zu Massenentlassungen, ohne dass die Gewerkschaften
zuvor überhaupt informiert werden.

Gesundheitssystem: abgeschafft!

     Nachdem die Krankenkassen offiziell im Herbst ihren Bankrott erklärt hatten, sinddringend benötigte Medikamente zur Mangelware geworden.

Der Kollege berichtete, dass sie mit einer entlassenen Oberschwester zur Apothekeeinkaufen gingen und diese ihnen berichtete, dass sie noch vor 2 Jahren niemals geglaubthätte, dass sie mitten in Europa mit gesammelten Spendengeldern Medikamente für todkrankeMenschen besorgen müsste.

Er berichtete auch von einem ehemaligen Berliner Busfahrer, der noch vor zwei Jahren inBerlin ca.2000 Euro verdient hätte und nun die gleiche Arbeit unter schlechterenBedingungen in Athen für 480 Euro verrichtet, wovon er auch noch Steuern abzuführen hätte.

Nachdenklich meinte der Referent, dass sie auf ihrer Reise viele griechischeGewerkschaftskollegen vor Ort kennengelernt hätten, die noch unter Schockwirkung standen.

Die griechischen Kollegen schilderten ihre Lage und wunderten sich selbst darüber, wie innur drei Jahren mitten in Europa derartige Zustände möglich wurden.

. Lohnsenkungen von 30 bis 50 %, die Renten wurden um 15% gesenkt! Jugendliche unter 26
Jahren zu 60% arbeitslos! Eine massive Auswanderungswelle besonders qualifizierter
Menschen hat begonnen und die Suizidrate ist sprunghaft angestiegen
.

Überall beginnen die Menschen nun Netzwerke und Selbsthilfegruppen aufzubauen. Ganze

Krankenhausbelegschaften arbeiten inzwischen trotz Schließungen weiter und sind dringend
auf Spenden der Bevölkerung angewiesen.

Über 40 Betriebe sind mittlerweile aus Notwehr von den Belegschaften in Eigenregieübernommen und arbeiten einfach ohne Bezahlung weiter.

Die deutschen Kollegen wurden immer wieder darum gebeten, zu berichten, was in dem Land
mit Hilfe der EU angerichtet werde. Solidarität sei bitter nötig, wurde immer wieder betont.

In einem zweiten Teil der Veranstaltung zeigte das Griechenland- Solidarität- KomiteeKöln einen kurzen Film über die Metallkollegen des griechischen Viomet Betriebes beiThessaloniki. Seit einigen Monaten hat das Kölner Komitee zu den Kollegen vor OrtKontakte entwickelt und unterstützt die Belegschaft ideell und materiell. Die griechischenKollegen besetzten vor 18 Monaten ihren Betrieb, nachdem die Geschäftsleitung zuvor alleGelder aus dem gut gehenden Werk rausgeholt hatte und es platt machen wollte. In einerSolidaritätskarawane zogen die Kollegen durch Nordgriechenland und machten denSkandal öffentlich.

Sie beschlossen auf einer Vollversammlung nach einigen Monaten die Weiterführung desBetriebes in Eigenregie. Sie erarbeiteten einen eigenen Finanzvorschlag sowie einenkünftigen Produktionsplan, den sie dem Athener Ministerium überreichten. Die Experten desWirtschafts- und Finanzministeriums waren überrascht und bewerteten die Planungen sehrpositiv. Allerdings stellte sich heraus, dass weder in der griechischen noch in der EU-Gesetzgebung ein Betrieb ohne eigene Geschäftsleitung vorgesehen war und daraufhinerarbeiteten die Kollegen mit gewerkschaftlicher Hilfe auch noch einen rechtlichen Rahmen,er auf der argentinischen Gesetzgebung beruht und nun dem Ministerium vorliegt.Seit Monaten reagierte das Ministerium jedoch nicht mehr und die Kollegen habenjetztgezwungenermaßen die Produktion in Eigenregie wieder aufgenommen, da sie nicht mehrvon eingehenden Spenden leben können und vom Hunger bedroht sind.

 Das Kölner Komitee hat eine kleine Broschüre über diese Belegschaft erstellt und vertreibt sie
derzeit zu einem Solidaritätspreis. Die Einnahmen kommen der Belegschaft zugute.Spenden über Solidaritätskonto der
Gewerkschafterdelegation: Manfred Klingele-Pape,

Konto nr. 1211 478 910, Hamburger Sparkasse (BLZ 200 505 50)Verwendungszweck Viomet

 Kontakte zum Griechenland- Solidarität- Komitee Köln über

 manfred.48@ gmx .net
koustas@gmx .net

 

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SoZ – Sozialistische Zeitung » Griechenland: Überleben in der Krise

Die Selbsthilfe der landwirtschaftlichen Produzenten

von Ilona Herrmann

Lohn- und Gehaltssenkungen, Rentenkürzungen bis zu 40% und ein Mindestlohn von 492 Euro bringen immer mehr Menschen in Griechenland in extreme Armut. Hinzu kommen eine Arbeitslosenquote von 27% und eine Jugendarbeitslosigkeit von 60%. Mittlerweile hat Griechenland, gefolgt von Spanien, die höchste Erwerbslosenquote der Welt erreicht. Arbeitslosengeld von 360 Euro gibt es für maximal 18 Monate (ab 2014 nur noch 16 Monate), danach ist Schluss, andere Sozialleistungen gibt es nicht. Die Zahl der Obdachlosen ist seit Beginn der Krise um 30% gestiegen. Die Lebensverhältnisse der Armen werden immer öfter mit der Hungerkatastrophe von 1941 zu Beginn der deutschen Besatzung verglichen. Um zu überleben sind die Menschen auf Suppenküchen, Spenden, Tauschhandel und kostenlose medizinische Versorgung angewiesen.

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Stellungsnahme des AK-Distomo Hamburg

Anfang April berichteten deutsche Zeitungen über ein Gutachten der griechischen Regierung zum Thema Reparationsansprüche, die Deutschland aufgrund der in Griechenland begangenen Verbrechen während des 2. Weltkriegs zu zahlen hat. Das griechische Finanzministerium erarbeitete die Studie, die bislang als „streng geheim“ eingestuft ist. Aufgrund des großen Einfluss der deutschen Regierung auf die Vergabe der EU-Hilfsgelder, die Griechenland dringend benötigt, scheut die griechische Regierung eine Veröffentlichung und damit einen Konflikt mit Deutschland.

via AK-Distomo.

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SoZ – Sozialistische Zeitung » Griechenland: Kriegsrecht gegen Streikende

Mit Junta-Methoden nimmt die Regierung Kurs auf den Ausnahmestaat

von Paul Michel

Die Lage im krisengeschüttelten Griechenland verschärft sich weiter. Ein Drittel aller Griechen, fast 3,5 Millionen Menschen, haben kein Geld für vernünftige Ernährung, Arzneimittel, zum Heizen oder zum Bezahlen von Rechnungen. Die im Auftrag der großen Troika aus EU, EZB und IWF regierende kleine Troika aus Nea Dimokratia (ND), PASOK und Dimar tut nichts, um die Not zu lindern. Dafür durfte sich die reiche Elite an Weihnachten über ein Geschenk von Finanzminister Giannis Stournaras (ND) freuen: Die Luxussteuer auf Pools, Privatflugzeuge, Luxuslimousinen, Yachten und luxuriöse Villen wurde abgeschafft.

Zur Durchsetzung ihrer brutalen Enteignungspolitik greift die griechische Regierung nun immer stärker auf Methoden zurück, die viele Griechen an die Zeit der Militärjunta von 1967 bis 1974 erinnern.

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„NICHTS hören NICHTS sehen NICHTS sagen“

28.03.13
 

  von  H. Hilse SOKO Köln

Bildmontage_HFSo lautete der Titel der Veranstaltung, die das Griechenlandkomitee Köln gemeinsam mit der Initiativgruppe griechische Kultur über Deutsche Wehrmachtverbrechen in Griechenland am Dienstag, dem 26.März 2013 im DGB-Haus Köln durchführte.

Die Journalistin Natalia Sakkatou sowie Jürgen Rompf als Vertreter der POP Initiativgruppe griechische Kultur in der BRD stellten den Besuchern die Thematik eindringlich vor.

In einem Lichtbildervortrag stellte Jürgen Rompf die schöne Kleinstadt Distomo im Norden Griechenlands mit etwa 2000 Einwohnern vor. Die Bilder- wie aus einem Reiseprospekt – lösten bei den 40 Anwesenden Urlaubswünsche aus. Doch es wirkte wie ein emotionaler Absturz, als dann dieselben Gebäude und Bäume auf den Bildern vom Juni 1944 wiederzuerkennen waren.
distomo_2011

Der Vortrag wrd im Moment noch einmal überarbeitet!

 

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