Entschlossen für ein besseres Morgen kämpfen.

Entschlossen für ein besseres Morgen kämpfen.

Die Folgen der Wirtschaftskrise mit den Augen der Schüler, wie sie eine Untersuchung eines Lehrers bei Kindern im Alter von 12-15 Jahren festgehalten hat.

Von Christos Katsikas, aus: „Efimerida ton Syntakton“ / „Zeitung der Redakteure“, Athen, vom 28.4.2014

( Titel der Untersuchung: Nikos Anastasatos, Die psychoemotionalen Aus- wirkungen der Wirtschaftskrise und der Arbeitslosigkeit auf die Schüler, März-April 2014.)
Übersetzung aus dem Neugriechischen von Hubert Schönthaler

Wenn man den Regierungsproklamationen, die ein leeres Geschwätz auf den Trümmern der Armut und der Arbeitslosigkeit sind, entgeht, sind der objektive Spiegel der psychoemotionalen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Schüler die Darstellungen der Schüler selbst – d.h. die Art und Weise, in der sie die sozialen und ökonomischen Probleme erleben und die Begriffe, mit denen sie sie begreifen.

PDF Entschlossen für ein besseres Morgen aempfen Schueleruntersuchung in der Efsyn Maerz-April 2014

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Aufruf zur internationalen Solidarität

 Aufruf zur internationalen Solidarität
der 595 kämpfenden griechischen Putzfrauen.
Erwartet nicht, dass wir uns beugen

Wir sind 595 Putzfrauen vom Ministerium für Finanzen, die seit 17. September 2013 ihre Arbeitsplätze verloren haben. Der Staat hat uns gekündigt und unsere Arbeit an Subunternehmer übergeben, ohne den mindesten finanziellen Nutzen daraus zu erzielen. Unser Gehalt schwankte zwischen 300 und 600 Euro pro Monat. Wir sind keine Nummern, wir sind Menschen.

Wir haben den Kopf nicht gesenkt. Seit dem 17. September sind wir jeden Tag auf der Straße und wir fordern unsere Arbeit, wir fordern unser Leben.

gr_putzfrauenDie Regierung versucht mit allen Mitteln unseren gerechten Kampf zu unterdrücken. Bilder von wehrlosen, von Spezialeinheiten der Polizei (MAT) verprügelten 50-60-Jährigen Frauen sind um die Welt gegangen. Viele von uns waren nach barbarischen und ungerechtfertigten Angriffen der Polizei gegen uns im Krankenhaus.

 Wir haben uns für die Würde entschieden. Zehn Monate Kampf, zehn Monate voller Armut und Probleme! Aber wir haben weitergekämpft. Wir führen unseren Kampf fort. Wir fordern das Selbstverständliche, das Recht auf Leben.

 Eine Woge der Solidarität geht gerade durch die Gesellschaft. ArbeiterInnen, Gekündigte, Arbeitslose, GymnasiastInnen, StudentInnen, PensionistInnen und KünstlerInnen bringen ihre Unterstützung mit allen Mitteln zum Ausdruck.

 Die griechische Justiz hat uns Recht gegeben, aber trotzdem weigert sich die Regierung, die gerichtlichen Entscheidungen zu respektieren und umzusetzen. Sie rächt sich an uns, weil wir uns entschieden haben, in Würde zu leben.

 Die Solidarität ist die Waffe des Volkes. Wir ersuchen euch alle, eure Solidarität mit dem Kampf für das Leben und die Würde auszudrücken, den wir führen. Wir ersuchen euch, den Unterstützungstext und die Unterschriftensammlung zu unterzeichnen, der die Regierung zwingen wird, der Anordnung der griechischen Justiz Folge zu leisten, ohne die geringsten budgetären Kosten.

 Alle gemeinsam können wir diese barbarische Politik verhindern

Text PDF:  Aufruf

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Ein politischer Reisebericht des AK-Distomo über die Gedenkfeier in Distomo

17. Juli 2014, 19:00 Uhr, Centro Sociale (Sternstrasse 2, 20357 Hamburg)

Entschädigungsforderungen in Zeiten der Krise

Ein politischer Reisebericht des AK-Distomo über die Gedenkfeier in dem griechischen Dorf Distomo und Begegnungen mit AntifaschistIinnen in Griechenland

ak-distomoAm 6. April 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht Griechenland. Bis zum 3. November 1944 blieben die faschistischen Besatzer und brachten Terror über die griechische Zivilbevölkerung. Am 10. Juni 1944 überfiel eine Einheit der SS das griechische Dorf Distomo und ermordete 218 Menschen, überwiegend Frauen und Kinder. Eine strafrechtliche Verfolgung des Verbrechens in der Bundesrepublik Deutschland erfolgte nie.

In Griechenland dagegen sprach der Aeropag den KlägerInnen im Jahr 2000 eine Summe von 28 Mio. EUR als Entschädigung zu. Das höchste Gericht Griechenlands ließ den deutschen Einwand der „Staatenimmunität“ für NS-Kriegsverbrechen nicht gelten. Deutschland aber zahlt weiter nicht, sondern bemühte selbst den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, um seine Position durchzusetzen. Doch der Kampf um die Entschädigung ist nicht zu Ende. Zurzeit wird in Italien weiter versucht, die Vollstreckung mit gerichtlicher Hilfe durchzusetzen.

Weitere Details und der komplette Aufruf befinden sich hier:
Ein politischer Reisebericht des AK-Distomo

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Solidaritätsreise nach Griechenland, 28. September bis 5. Oktober 2014

Europaweite Solidarität gegen Spardiktate und Nationalismus!

Solidaritätsreise nach Griechenland, 28. September bis 5. Oktober 2014
Zu unserer Reisegruppe gehören Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Städten in Deutschland. Wir arbeiten in unterschiedlichen Branchen und sind in verschiedenen Gewerkschaften als auch politischen Initiativen, Parteien und Gruppen aktiv. Wir verstehen uns als eine Initiative von unten; wir kommen weder als Vertreter politischer Parteien noch im Auftrag von gewerkschaftlichen Dachverbänden. Was uns eint und zusammengeführt hat: Wir wollen in Griechenland ein Zeichen der Solidarität setzen! Die Solidaritätsreise wurde in Eigeninitiative geplant und organisiert – unterstützt durch örtliche Gewerkschaftsgremien, Initiativen und durch die griechischen Kolleginnen und Kollegen, die wir in den letzten Jahren kennen gelernt haben.
Griechenland wurde zum Exempel für die Umsetzung der kapitalistischen Krisenlösung in Europa. Die Regierungen in Italien, Spanien, Portugal und Irland folgten mit ihren Sparprogrammen dem griechischen Vorbild. Ihre Lösung lautet: Um Investoren, Kapitalanleger, große Vermögensbesitzer und deren Banken zu schonen, werden die Krisenlasten der breiten Bevölkerung aufgebürdet. Die deutsche Regierung war, nachdem die deutsche Wirtschaft am stärksten von der Einführung des EURO profitiert hat, federführend an der Ausarbeitung und Durchsetzung der unerbittlichen Spardiktate beteiligt. Diese haben eine Schneise der Verwüstung in Griechenland hinterlassen:
Trotz der „Rettungspakte“ stieg die Erwerbslosigkeit unaufhörlich; sie liegt bei 30 Prozent und unter Jugendlichen bei 60 Prozent.

PDF – Datei: Aufruf Solireise 2014

 

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07.06.2014: Literatur als Wahrheit (Tageszeitung junge Welt)

Literatur als Wahrheit
Von Hansgeorg Hermann

Die Wahrheit? Was mag Wahrheit heutzutage im sogenannten Mutterland der Demokratie sein, in Griechenland? In diesem unserem Europa, gesteuert vom Finanzkapital, kontrolliert und beherrscht von einer sogenannten »Troika«, von einer deutschen Kanzlerin Merkel, die sich »Mutti« nennen läßt, ist der Begriff »Wahrheit« im täglichen Leben der Menschen nur noch ein leeres Wort ohne Bedeutung. »Wahrheit«, so einer noch von ihr reden möchte, beschränkt sich auf das, was Nietzsche noch als Medizin, als heilenden Seelenbalsam wahrnahm – auf die Kunst im allgemeinen und auf die Literatur im besonderen. Das war in Griechenland eigentlich schon immer so. Das kurze Aufatmen des – im Sinne der attischen Polis – »mündigen Bürgers« am Ende der Militärdiktatur im Jahr 1974 hatte dem Volkskörper ein wenig Luft verschafft. Nun ist sie ihm eine Generation später schon wieder ausgegangen. Niemand atmet mehr auf. Das Volk, Gefangener eines Systems, das nicht einmal das Seufzen dulden will, hat in der Tat nur noch seine Dichter, wenn es Wahrheit finden will. Sei sie nun »häßlich« oder nicht.

 

07.06.2014: Literatur als Wahrheit (Tageszeitung junge Welt).

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18.06.2014: Teebeutel in Eigenregie (neues-deutschland.de)

Von Ralf Klingsieck
18.06.2014

Teebeutel in Eigenregie

Arbeiter übernehmen Ex-Unilever-Werk

Nach einem vierjährigen Kampf können die Arbeiter des Teebeutelwerkes Fralib im südfranzösischen Gémenos die Produktion nun als Kooperative fortführen.
Als der CGT-Betriebsratsvorsitzende Gérard Cazorla in der Betriebsversammlung das Ergebnis der geheimen Abstimmung
bekanntgab, jubelten die Anwesenden und stimmten die Internationale an. Einstimmig hatten sich die derzeit noch 76 Mitarbeiter der Teebeutelfabrik Fralib in Gémenos bei Marseille für das Übereinkommen mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber, dem US-Konzern Unilever, ausgesprochen. Der fand sich nach langen Streitigkeiten letztlich bereit, den Fralib-Arbeitern die Fabrik zu überlassen, damit sie ihre geplante Mitarbeiterkooperative starten können. Die Maschinen, deren Wert auf sieben Millionen Euro geschätzt wird, gehen für einen symbolischen Betrag von einem Euro an die Belegschaft. Zudem zahlt Unilever 19,2 Millionen Euro – davon pro Kopf 100 000 Euro Abfindung – als Anschubfinanzierung für die Kooperative.

18.06.2014: Teebeutel in Eigenregie (neues-deutschland.de).

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10.06.2014: Gerechtigkeit für Distomo (neues-deutschland.de)

Von Anke Stefan, Athen
10.06.2014
Ausland

Gerechtigkeit für Distomo

Auch deutsche Aktivisten machen sich für Entschädigungszahlungen an Griechenland stark
Über 100 Menschen haben am Wochenende in Athen für Entschädigungszahlungen Deutschlands wegen der Nazi-Verbrechen demonstriert, darunter auch Aktivisten aus Hamburg.

via 10.06.2014: Gerechtigkeit für Distomo (neues-deutschland.de).

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