Griechenland – ein Jahr nach dem OXI

Darüber diskutieren:

Prof. Dr. Skevos Papaioannou, Uni Kreta und
Alexis J- Passadakis, Attac Frankfurt.

Veranstalter:  Rosa-Luxemburg Gesprächskreis Sülz Klettenberg und Griechenland Solidaritätskomitee Köln.

In Kooperation mit RLS NRW und  Projekt „Erinnern und Handeln für Menschenrechte“ im Allerweltshaus Köln am

Donnerstag, 9. Juni 2016 19.30 Uhr
Allerweltshaus, Köln Ehrenfeld, Körnerstr. 77

Fast 62 % der Griech*innen hatten sich vor knapp einem Jahr im Referendum gegen das Spardiktat der Troika gestellt.

Seitdem hat die SYRIZA-Regierung entsprechende Vereinbarungen des Memorandums III der EU unter ständigem Druck umgesetzt. Wieweit ist es Tsipras gelungen,  Abmilde-rungen oder gar Mindeststandards zu erhalten?

Seit Februar 2016 haben Gewerkschaften, Bauern und verschiedene Berufsverbände in massiven Streiks Gesetzesänderungen bekämpft und zum Teil auch aufgehalten. Weiterer Abbau von Arbeits- und Tarifrechten steht aber auf der Tagesordnung.

Und zugleich muss das Land zigtausende Flüchtlinge versorgen, die infolge der Abschottungspolitik der EU und der Balkanstaaten in Griechenland einem ungewissen Schicksal entgegensehen.

In der oppositionellen Linken Griechenlands, in der europäischen Linken insgesamt, finden derzeit programmatische und organisatorische Diskussionen für eine umfassende Alter-native statt.

Flyer

ViSdP Karl-Heinz Heinemann, www.rosalux-suelzklettenberg.de
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GSKK – Infostand am 1. Mai

GSKK - Infostand am 1. Mai
Das GSKK – Team hat auf der DGB Maikundgebung unsere Kampagne für die VIO.Me Kolleg/innen kräftig angekurbelt..

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DIE GRIECHISCHE TRAGÖDIE: Rebellion, Kapitulation, Ausverkauf

Interview mit Winfried Wolf über die Situation in Griechenland

http://www.nachdenkseiten.de/?p=33018#more-33018

giechische TragoedieHerr Wolf, soeben erschien „Die griechische Tragödie: Rebellion, Kapitulation, Ausverkauf“, ein Buch, in dem Sie gemeinsam mit Nikos Chilas eine der Berichterstattung der Leitmedien widersprechende Gegenerzählung zu den Geschehnissen in Griechenland vorlegen. Warum dieses Buch? Was war und ist Ihre Intention?

Griechenland und die Syriza-Regierung standen im vergangenen Jahr im Zentrum der Berichterstattung – und zwar in einer Art und Weise, die in ganz Europa bei Millionen Menschen die Hoffnung weckte, es könne endlich zu einer Abkehr von Sparpolitik und Euro-Diktat kommen.

Nach der Kapitulation von Syriza im Juli 2015 und seit Alexis Tsipras in der Migrationskrise fast wie ein Verbündeter Angela Merkels erscheint, gerät dieser Aspekt weitgehend in Vergessenheit.

Unser Buch rückt unter anderem diese Phase der Ereignisse ins Zentrum, gewissermaßen die ersten Akte auf der großen europäischen Bühne, die die Tragödie als möglich, jedoch keineswegs als sicher erscheinen ließen: die Rebellion gegen das Diktat aus Brüssel und Berlin.

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Initiative „Das Flüchtlingsdrama: ein Appell zum Umsteuern. In Europa und in Deutschland“

bruecken_statt_mauern-300x300In der Presseerklärung der Initiative „Europa neu begründen“ vom 14.4.2016 heißt es:

Über 70 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nehmen die Flüchtlingskrise zum Anlass, heute mit einem Appell zu einem politischen Kurswechsel in der europäischen und der deutschen Politik aufzurufen. Die Unterzeichnenden des Aufrufs, darunter führende Mitglieder von Gewerkschaften, Grünen, SPD und Die Linke sowie zahlreiche Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler/innen, sehen das Ziel eines freundschaftlichen Miteinanders in einem Europa der Vielfalt durch nationalistische Egoismen und menschenfeindliche Abschottungspolitik akut gefährdet. Die Flüchtlingskrise bringe politische Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit ans Licht, die jetzt fremdenfeindlichen und rechtsnationalistischen Parteien Auftrieb gäben. Wörtlich heißt es: „Dem europäischen Haus fehlt das soziale und solidarische Fundament. Und in Deutschland zeigt sich, wie falsch das starre Festhalten an einer Politik ist, der die „schwarze Null“ wichtiger ist als ein zukunftsfähiges Gemeinwesen.“ Weiterlesen

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EIN TRANSPORTER FÜR VIO.ME !

Seit über fünf Jahren hat die Belegschaft von VIO.ME in Thessaloniki nach der Flucht der Eigentümerfamilie den Baustoffbetrieb Vio.Me besetzt.

flyer_viome_bildSeit drei Jahren produziert sie in Selbstverwaltung umweltfreundliche Seifen und Reinigungsmittel ohne chemische Zusätze. Ihre Produkte vertreibt sie in Griechenland ohne Zwischenhändler auf Märkten, Festen, in sympathisierenden Einrichtungen und in sozialen Zentren. Ebenso unterstützt eine breite internationale Solidaritätsbewegung das Projekt durch Spenden und Abnahme der Produkte. Für ihre Vermarktung wird dringend ein Transporter benötigt. Darum wenden sich die Kolleg*innen jetzt an die internationale Solidaritätsbewegung mit der Bitte, dafür Spenden zu sammeln. Für ca. 6 000 Euro bekommen sie in Griechenland einen guten gebrauchten Transporter.

Die Belegschaft hat in zähem Kampf eine selbstverwaltete Produktion unter Arbeiter-kontrolle entwickelt und eine europaweite Solidaritätsbewegung entwickelt. Kernstück ihrer Selbstverwaltung ist die direkte Demokratie – alle Entscheidungen werden ausschließlich auf der Betriebsversammlung gefällt. Es geht ohne Vorgesetzte und ohne Boss. Alle bekommen den gleichen Lohn – allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Für Investitionen, wie jetzt einen Transporter, sind die Kolleg*innen daher auf Unterstützung von außen angewiesen.

Trotz vieler rechtlicher Probleme und dauernd drohendem Insolvenzverfahren, das die Gläubiger des alten Eigentümers angestrengt haben, hat die Vio.Me-Belegschaft es geschafft, offiziell den Status einer Sozialkooperative zu erhalten. Abgeordnete von Syriza und die Regierung haben sich mehrfach für die Belegschaft eingesetzt, u.a. durch vorübergehendes Aussetzen einer Zwangsversteigerung. Zur Zeit wird versucht, das Betriebsgelände  von Vio.Me aus der Insolvenzmasse der Muttergesellschaft heraus-zulösen, was entsprechenden politischen Druck erforderlich macht. Vio.Me ist in Griechenland zum Leuchtturmprojekt geworden. Andere gegen Entlassung und Schließung kämpfende oder rückeroberte Betriebe orientieren sich daran und werden von den Vio.Me-Kolleg*innen nach Kräften unterstützt.

Ebenso unterstützen die Kolleg*innen soziale Projekte wie die Sozialklinik in Thessaloniki oder den Kampf gegen den Goldabbau in Chalkidiki. Auch in der Flüchtlingshilfe sind sie engagiert: Auf ihrem Betriebsgelände haben sie eine Versorgungsstation eingerichtet und fahren regelmäßig zur Grenze nach Idomeni. Eine erfolgreiche Fortführung und der Ausbau der Produktion bei Vio. Me haben eine Bedeutung für die gesamte soziale Bewegung in Griechenland.

Für Überweisungen

Manfred Neugroda
Santander Consumerbank
IBAN: DE65 500 333 00 2173854100
BIC: SCFEDE33XXX
Kennwort: viome

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Stand der Sammlung am 12. 7. 2016:     6840,66 €
Noch bis zum 17. Juli!
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Appell: „ZÜGE DER HOFFNUNG“ für Flüchtlinge in Griechenland

Sofortiger Einsatz der freien Eisenbahn-Kapazitäten der Deutschen Bahn AG auf der Verbindung Athen – Thessaloniki – Berlin

[Appell auf Griechisch] Κάλεσμα – «Τραίνα της Ελπίδας» για τους πρόσφυγες στην Ελλάδα

Die Lage für die mehr als 50.000 Flüchtlinge, die in Griechenland gestrandet sind – darunter mehr als 10.000 in Idomeni auf den Feldern am Grenzzaun – spitzt sich in diesen Tagen auf drei Ebenen zu: Erstens weil es in Griechenland nicht genügend Übernachtungen und Plätze für Flüchtlinge gibt und die Camps auf den Inseln zunehmend den Charakter von Haftanstalten annehmen. Zweitens weil Griechenland von der EU und insbesondere von der Regierung in Berlin massiv unter Druck gesetzt wird, die Türkei als „sicheres Drittland“ anzuerkennen, um unmittelbar im Anschluss Abschiebungen im großen Stil durchzuführen. Drittens weil die Türkei Tag für Tag dokumentiert, dass sie nicht gewillt ist, die Menschenrechte umfänglich zu respektieren und ihrerseits Flüchtlinge an den Grenzen abweist, im Land selbst inhaftiert und viele wieder abschiebt – auch in Länder, in denen ihnen Tod und Folter droht.

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May Day ! Stoppt den Angriff auf Gewerkschaften in Europa!

Wie in einem orchestrierten Konzert finden heute EU-weit Angriffe
auf die Tarifhoheit und dem damit eng verbundenen Streikrecht statt.

  • Ob in England, in Spanien,in Frankreich oder in Italien, überall soll gemäß der in Griechenland erprobten Strategie den Gewerkschaften ihre Kampfkraft genommen werden.
  • Werden diese Gesetze realisiert, so dürfen die Kollegen künftig auf den Knien das Kapital um Tarifverträge bitten….
  • Nehmen wir diese Kampfansage auf

Im folgenden ein europaweiter gewerkschaftlicher May Day Aufruf, der in den euro- päischen Gewerkschaften zunehmend Unterstützung findet.

Stoppt den Coup: Tarifverträge jetzt!

Die Finanzkrise hat sich nun zu einem umfassenden Angriff auf die Rechte der Arbeitnehmerinnen entwickelt. Den neoliberalen Kräften ist es gelungen, die Krise als Gelegenheit für die Umsetzung ihrer aggressiven Vorhaben zu nutzen. Wir stehen nun vor der umfassenden Deregulierung von Arbeitsverhältnissen und damit vor einem Prozess der Umverteilung von Reichtum und Macht zugunsten von Kapital und zum Nachteil der Arbeit. Weiterlesen

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