Wehrmachtsverbrechen und Reparationen

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1941/44: Deutsche Terrorherrschaft in Griechenland

Paul Michel

Während der deutschen Besatzung wurden 460 griechische Ortschaften völlig zerstört und etwa 60 000 Zivilpersonen, Frauen, Männer und Kinder umgebracht. 65 000 griechische Jüdinnen und Juden wurden deportiert und ermordet.

Distomo (Foto: Gedenkstätte von Distomo), Kalavryta, Kommeno… Das sind die  bekanntesten Namen jener Hunderte von Dörfern, Weilern und Kleinstädten, die die deutschen Okkupanten während des zweiten Weltkriegs ausgelöscht haben – und zwar häufig nach grausigen Massakern an ihren Einwohnern.

Deutscher Raubzug in Griechenland
In der Zeit der deutschen Besatzung wurde Griechenland systematisch ausgeraubt. Griechenland war für die Nazis das xperimentierfeld, in dem sie die für den Überfall auf die Sowjetunion entwickelten Strukturen des raubwirtschaftlichen „Kahlfraßes“ erprobten. Beim Generalstab der 12. Armee wurde ein Verbindungsoffizier des Wehrwirtschaftsund Rüstungsamts des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) eingesetzt, dessen Aufgabe darin bestand, alle beweglichen Wirtschaftsgüter zu plündern und ins Reich abzutransportieren.

Im großen Stil wurden griechische Bodenschätze wie Chromerz, Zink, Zinn, Kupfer,  Bauxit, Mangan und Nickel in Richtung Deutschland abtransportiert. Aber auch die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse des Landes wie Rosinen, Olivenöl, Baumwolle, Zucker, Reis und die Getreidevorräte wurden weggeschafft. Von den internationalen Getreide- und Lebensmittelmärkten war Griechenland durch die britische Blockade abgeschnitten.

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Wohin steuert Europa?

Veranstaltung
Wohin steuert Europa?
Köln, 13. Mai 2014, 19.30 Uhr
Naturfreundehaus Köln-Kalk, Kapellenstr.9a, U1 oder 9, Kalk-Kapelle
Demokratische und soziale Antworten auf die Krise der EU

Köln, 13. Mai 2014, 19.30 Uhr

Die EU steckt nicht nur ökonomisch und sozial in der Krise, auch politisch. Die Brüsseler Institutionen sind der zentrale Hebel zur Durchsetzung einer rigorosen Sparpolitik. Zugleich haben nationale Parlamente immer weniger Einflussmöglichkeiten, ohne dass die Bevölkerung dafür mehr Mitspracherechte auf europäischer Ebene bekäme.Wir sind auf dem Marsch in ein autoritäres Staatsgebilde, auf das nur Konzerne und deren  Lobbyorganisationen Zugriff zu haben scheinen.

Die populistische Rechte wirbt bei den kommenden Wahlen zum Europaparlament mit einem Programm, das Europa noch stärker spaltet. Die Linke steht für ein solidarisches und soziales Europa. Nur:Wie kann ein solches aussehen? Und wie kommen wir dahin?

Darüber zu diskutieren laden wir ein…
Felipe Van Keirsbilck, AlterSummit  (www.altersummit.eu) und
Generalsekretär der belgischen Angestelltengewerkschaft CNE
Angela Klein, Sozialistische Zeitung – SoZ (www.sozonline.de) Steffen Lehndorff, Institut Arbeit und Qualifikation Uni Duisburg/Essen
Alexis J. Passadakis, Attac und www.transiteurope.wordpress.com

Inklusive letzter Infos zu den Protesten gegen den EU-BusinessSummit von BusinessEurope am 15.5. in Brüssel (www.ebsummit.eu) und den Blockupy-Aktionen am 16.5. in Köln und 17.5. in Düsseldorf (http://nrw.blockupy.org)!

Eine Veranstaltung von: Attac Köln (www.attac-koeln.de) Europäische Märsche gegen Erwerbslosigkeit (www.euromarches.org) GSKK – Griechenlandsolidaritätskomitee Köln (http://gskk.eu)

IL – Interventionistische Linke Köln (www.dazwischengehen.org)
ISL – Internationale Sozialistische Linke (www.islinke.de)
Naturfreunde Köln-Kalk (www.naturfreundehaus-kalk.de)
RSB – Revolutionär-Sozialistischer Bund (www.rsb4.de)

Europa wohin-A5

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Europademo 04. April 2014

ERKLÄRUNG

KÖLNER GRIECHENLAND KOMITEE ZUR GEWERKSCHAFTLICHEN

EUROPADEMO AM 04. APRIL 2014

Das Kölner Griechenland Solidarität Komitee begrüßt den Beschluss des europäischen Gewerkschaftsbundes zu einer europäischen Großdemonstration gegen die Krisenpolitik der EU.

Der Beschluss des Europäische Gewerkschaftsbund (EGB mit 256 Mitgliedsgewerkschaften) zu einer europäischen Demonstration , gegen die Sparpolitik der EU weist in die richtige Richtung.

Die ungesetzliche Ausplünderung Griechenlands, die diktatorischen Eingriffe durch das nicht legitimierte Finanzinstrument („ Troika“) müssen auf europäischer Ebene bekämpft werden.

Wir hoffen, dass auch die Gewerkschaften des DGB jenseits von Resolutionspolitik und Standortlogik ihre Aufgaben der Interessensvertretung ernst nehmen und gemeinsam mit den übrigen Gewerkschaften mobilisieren werden.

Nur eine anderen Europapolitik im Interesse der arbeitenden Menschen ist in der Lage, den Kontinent vor einem erneuten Wahn des Nationalismus zu bewahren.

Wir als das Kölner Griechenlandkomitee werden im Rahmen unserer Möglichkeiten alles tun, um diese längst überfällige Aktion der europäischen Gewerkschaften zu unterstützen.

 

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Arbeiter aus Saloniki trotzen der Krise – Funkhaus Europa

Arbeiter aus Saloniki trotzen der Krise: Wir brauchen keinen Chef, sondern SolidaritätFrüher haben Arbeiter der Fabrik Viomichaniki Metaleftiki – kurz Vio.Me – aus Thessaloniki in Nordgriechenland Kacheln und Fugenkleber produziert. Im Zuge der Krise zahlte ihr Chef die Löhne nicht mehr und am Ende hat er sich aus dem Staub gemacht.

via Arbeiter aus Saloniki trotzen der Krise – Funkhaus Europa.

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22.03.2014: Berliner Heuchelei Tageszeitung junge Welt

22.03.2014 / Ausland / Seite 7
Berliner Heuchelei Bundesregierung betrachtet Begleichung der Kriegsschulden gegenüber Griechenland als abgeschlossen. Gezahlt hat Deutschland aber nicht.

Von Heike Schrader, Athen

via 22.03.2014: Berliner Heuchelei Tageszeitung junge Welt.

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Selbstverwaltungsinitiativen in Griechenland

Sonntag, den 06. April 2014, Alteburger Str. 139, 50968 Köln
(Haltestelle Chlodwigplatz)

Einlass: 17:30 Beginn: 18:00


Kurzfilme, Vorträge & Diskussion

Gegen die verheerenden Folgen der Weltwirtschaftskrise von 2008/9 ff. und das beispiellose Austeritätsdiktat der Troika formiert sich in Griechenland nicht nur eine breite und starke Protestbewegung. Aus der sozialen Notlage heraus entstehen auch zahlreiche Initiativen der Selbstverwaltung, die dem Scheitern der kapitalistischen Marktwirtschaft und dem Kollaps der sozialstaatlichen Infrastruktur mit der Kraft selbstbestimmter, gleichberechtigter und solidarischer Kooperation zu entgegnen versuchen.
selbstverwaltungsinitiaivenDabei schaffen es einige dieser Initiativen, über die bloße Verwaltung der eigenen Notlage hinaus ein deutliches Signal gegen die vermeintliche Alternativlosigkeit der bestehenden Herrschaftsverhältnisse zu setzen und aufzuzeigen, wie wir ein besseres und freundlicheres Miteinander gemeinsam und aus eigener Kraft gestalten könnten.

Wir laden herzlich ein zur Film-, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung über Selbstverwaltungsinitiativen in Griechenland. Zunächst werden wir mit mehreren Kurzfilmen und Kurzreferaten einige solcher Initiativen vorstellen. Auf dem Programm steht etwa E.R.T., die im letzten Jahr von der Regierung geschlossene öffentliche Rundfunkanstalt Griechenlands, die daraufhin von den Angestellten zeitweilig besetzt wurde und in der noch heute knapp die Hälfte aller ursprünglich Beschäftigten in Eigenregie weiterproduziert. Außderdem stellen wir die Zeitung der Redakteure vor – ein unabhängiges, genossenschaftliches Zeitungsprojekt, in dem sich ehemalige Journalistinnen der in Konkurs gegangenen Tageszeitung Elftherotypia selbst organisieren.
Es wird auch um Micropolis gehen – ein soziales Zentrum in Thessaloniki, das dort seit Ausbruch der Krise eine zunehmend wichtige Rolle im sozialen Alltag der Einwohner spielt und teils gesellschaftliche Aufgaben übernimmt, die die kollabierte sozialstaatliche Struktur nicht mehr zu übernehmen vermag.
Ebenso stellen wir das Krankenhaus Kilkis vor, das in Reaktion auf die drastischen Folgen der Austeritätspolitik für das Gesundheitswesen von den Arbeiterinnen monatelang besetzt wurde und dessen Belegschaft heute mit zahlreichen anderen Ärztinnen in einem landesweiten Verbund solidarischer Arztpraxen organisiert ist, die auch Menschen ohne Versicherung und ohne legalen Aufenthaltsstatus kostenfrei behandeln. Schließlich werden wir Vio.Me präsentieren – eine ehemalige Baustoff-Produktionsfirma in Thessaloniki, deren Belegschaft sich nach ihrer Schließung durch die Inhaber dazu entschloss, das Fabrikgelände zu besetzen und sich die darin befindlichen Produktionsanlagen zur Herstellung von ökologischen Reinigungsmitteln für den Alltagsgebrauch in basisdemokratischer Selbstorganisation anzueignen.

Abschließend möchten wir gemeinsam mit dem Publikum über die Perspektiven und Grenzen der Selbstverwaltung diskutieren und herausstellen, wie wir einander auch praktisch zur Seite stehen können.

Alteburger Str. 139
50968 Köln
(Haltestelle Chlodwigplatz)

So., 06.04.2014
Einlass: 17:30
Beginn: 18:00

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17.03.2014: Lancet-Studie: Leugnung der Fakten Tageszeitung junge Welt

Lancet-Studie: Leugnung der FaktenVon Hansgeorg HermannEine von Forschern der britischen Universitäten London, Cambridge und Oxford am 22. Februar in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte Studie zum griechischen Gesundheitswesen kommt zu erschreckenden Ergebnissen: Tuberkulose, Säuglingssterblichkeit und Suizide – die von der europäischen »Solidargemeinschaft« gegen den Partner Griechenland durchgesetzte Austeritätspolitik hat die Menschen dort nicht nur in wirtschaftlich-soziales, sondern auch in physisches Elend gestürzt.

via 17.03.2014: Lancet-Studie: Leugnung der Fakten Tageszeitung junge Welt.

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