Stell dir vor, die Firma macht dicht und keiner geht heim

Reportage von Lena Holt, Deutschlandfunk Kultur

„In Thessaloniki haben Arbeiter 2011 ihre Fabrik besetzt und organisieren seither den Betrieb selber. Trotz aller Schwierigkeiten erhalten sie so ihre Jobs – und wollen nun mehr: Ein Gesetz, das ihre Selbsthilfe wie in anderen Ländern legalisiert. (…) “

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«Arbeitnehmer machen Schulden trotz Vollzeitjob»

Rodothea Seralidou zum Anstieg des Mindestlohns in Griechenland (hören)

Aus: SRF 4 News vom 1.2.2019

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Griechenland erhöht Mindestlohn

Von Stefanos Kontovitsis, 30.01.2019

„Die von Syriza geführte Regierung in Griechenland unter Ministerpräsident Alexis Tsipras hat fünf Monate nach Auslaufen der Kreditprogramme die Erhöhung des Mindestlohns beschlossen. Demnach soll der Mindestlohn um 11% von 586 Euro auf 650 Euro steigen. Großer Gewinner der Erhöhung sind junge Beschäftigte unter 25 Jahren mit zusätzlichen 140 Euro brutto auf dem Gehaltszettel. Für sie steigt der Mindestlohn um 27% von 510 auf 650 Euro. Die neue Lohnuntergrenze soll ab dem 1. Februar gelten und muss vom Parlament noch gebilligt werden. (…)“

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Abschied von Jürgen Rompf

Diese Galerie enthält 2 Fotos.

Wir trauern um unseren Freund und Mitstreiter Jürgen Rompf, der am frühen Morgen des 17.1. gestorben ist.  Er arbeitete freiberuflich als Webdesigner und Systemadministrator und war seit 1998 Mitglied im griechischen Kulturverein POP. Jährlich reiste er zu den Feiern in … Weiterlesen

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Streit um Nazi-Kollaborateur

Deutsche Panzer, 1942. Foto: Bundesarchiv, Bild 101I-175-1267-10 / Teschendorf / CC-BY-SA 3.0

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 16. Januar 2019:
Namensstreit in Thessaloniki
Straßennamen bringen alte Geschichten ans Licht

Die Umbenennung einer Straße sorgt in Thessaloniki für Streit. Die Angehörigen des früheren Namensgebers, Athanasios Chrysochoou, haben wenige Tage vor dem Jahreswechsel drei Mitbürger angezeigt, die an der Umbenennung maßgeblich beteiligt waren. Sie verlangen darüber hinaus 600.000 Euro Entschädigung wegen des Verunglimpfens des Andenkens Verstorbener. Der Fall beleuchtet indirekt auch die jahrzehntealte Problematik der Weltkriegsentschädigungen.
Angeklagt sind Triantafyllos Mitafidis, Parlamentarier für Syriza, Spyros Zakettas und Alekos Grimpas. Die drei sind Mitglieder einer Vereinigung für Verfolgte der Militärdiktatur (1967-74), des Verbands der Inhaftierten und Verbannten des Widerstands (SFEA) 1967-74. Eben diese, von den USA unter Mithilfe der CIA installierte, Militärdiktatur hatte den verstorbenen Oberst am 21. Januar 1971 mit dem Straßennamen geehrt. (…)“

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Brutale Niederschlagung der Massendemonstration der Lehrerinnen und Lehrer durch die Regierung

Die Regierung SYRIZA-ANEL antwortete mit brutalen Repressionsmaßnahmen auf die massiven und dynamischen Aktionen der Lehrer im Rahmen ihres ganztägigen Streiks am 11. Januar gegen den Gesetzesentwurf der Regierung über das neue Einstellungssystem. Wie die Lehrer anprangern, bedeutet dieser Gesetzesentwurf mit seinen neuen Einstellungskriterien eine Vorankündigung von Entlassungen tausender Lehrkräfte ohne Planstelle.

Als der Demonstrationszug den Dienstsitz des Premierministers in Athen erreichte, forderten die Lehrer die Entfernung der Polizeieinsatzwagen, die den Zugang versperrten, damit ihre Vertreter den PM treffen konnten. Die Polizei reagierte darauf mit Reizgas und Pfefferspray und warf blind Schockgranaten auf die Lehrer, die hinter den Polizeiwagen standen. (…)

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3. Memorandum und kein Ende

Seit Ende August 2018 und angesichts des Wahljahres 2019 wird Ministerpräsident Tsipras nicht müde zu betonen: „Seit dem Ende des 3. Memorandums wird alles besser.“ Angesichts der Auflagen der Troika und der Verpflichtungen, die die griechische Regierung bis 2060 eingegangen ist, handelt es sich um offensichtliche Schönfärberei. Kein anderes EU-Krisenland wurde einem derart strengen „Post Programme Monitoring“ unterworfen wie Griechenland. Die wirtschaftliche, steuerliche und finanzielle Situation und ihre Entwicklung werden laufend überwacht und vierteljährlich kontrolliert. Die Überwachung wird von der EU-Kommission in Verbindung mit der EZB und gegebenenfalls dem IWF durchgeführt. „Der ESM wird sich wie in allen anderen Fällen der Überwachung nach dem Programm auch am Frühwarnsystem beteiligen.“

Somit entpuppt sich die von Tsipras für seine Regierung in Anspruch genommene „Widerständigkeit“ als frommer Wünsch bzw. als Täuschungsmanöver. Zutreffend ist eher die Aussage des ehemaligen Finanzministers Yanis Varoufakis in einem  Interview mit dem griechischen Privatsender SKAI: „Im vergangenen August sind wir dem schlechtesten und giftigsten vierten Memorandum beigetreten, das bis ins Jahr 2060 dauern wird.“  Weiterlesen

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