72. Jahrestages des Massakers von Distomo (10. Juni 1944), ein Filmabend in Bochum

Am Samstag, den 11.06.2016, findet, anlässlich des 72. Jahrestages des Massakers von Distomo (10. Juni 1944), ein Filmabend im Sozialen Zentrum Bochum statt.

Wir zeigen den Dokumentarfilm von Marsia Tzivara

Neo-Nazis erhalten nicht nur in Deutschland Zulauf, auch in Griechenland haben sie Aufwind: 2012 schaffte es die Partei Goldene Morgenröte dort sogar erstmals ins Parlament. In ihrem Dokumentarfilm „Burning From The Inside“ befragt Marsia Tzivara griechische Migranten in Berlin zu ihrer Sicht auf die politischen Entwicklungen in ihrer Heimat: auf die Wahlerfolge der Neo-Nazis in Griechenland, auf die faschistischen Strukturen, auf den sozialen Verfall. Wie wurde die „Wiege der Demokratie“ zu einem Land, das von innen brennt? Tzivara untersucht außerdem die Beziehungen zwischen deutschen und griechischen Neo-Nazis – wie ähnlich oder unterschiedlich operieren sie in den jeweiligen Ländern? Und sie blickt auf den Widerstand gegen rechtsextreme Organisationen und Einstellungen, bei dem Griechen und Deutsche zusammenarbeiten.

path6451Als besonderes Highlight des Abends wird die Produzentin und Regisseurin des Films, Marsia Tzivara, anwesend sein und im Anschluss an die Vorführung für eine Diskussion zur Verfügung stehen.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen musikalischen Beitrag (Lieder des Widerstandes – Mikis Theodorakis).

Dokumentarfilm BURNING FROM THE INSIDE (OmU)
D/Griechenland 2014, 64 min, Regie: Marsia Tzivara

Wann:      11.06.2016 um 19:30 Uhr
Wo:           Soziales Zentrum Bochum  
                   Josephstr. 2, 44791 Bochum

Der Eintritt ist kostenlos. Wer möchte kann durch eine Spende zur Finanzierung des Abends beitragen.

Quelle: hellas-solidarität-bochum | … Europa neu beleben …

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Ein Jahr nach dem OXI

Ein Jahr nach dem OXI
Donnerstag, 09.06.2016 | 19:30 Uhr
Allerweltshaus, Köln
Körnerstr. 77-79
50823 Köln
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Skevos Papaioannou (Uni Kreta) und Alexis J- Passadakis (Attac Frankfurt)
Fast 62 % der Griech*innen hatten sich vor knapp einem Jahr im Referendum gegen das Spardiktat der Troika gestellt. Seitdem hat die SYRIZA-Regierung entsprechende Vereinbarungen des Memorandums III der EU unter ständigem Druck umgesetzt.
Wieweit ist es Tsipras gelungen, Abmilderungen oder gar Mindeststandards zu erhalten?

Seit Februar 2016 haben Gewerkschaften, Bauern und verschiedene Berufsverbände in massiven Streiks Gesetzesänderungen bekämpft und zum Teil auch aufgehalten. Weiterer Abbau von Arbeits- und Tarifrechten steht aber auf der Tagesordnung. Und zugleich muss das Land zigtausende Flüchtlinge versorgen, die infolge der Abschottungspolitik der EU und der Balkanstaaten in Griechenland einem ungewissen Schicksal entgegensehen.

In der oppositionellen Linken Griechenlands, in der europäischen Linken insgesamt, finden derzeit programmatische und organisatorische Diskussionen für eine umfassende Alternative statt.

Prof. Dr. Skevos Papaioannou, Uni Kreta
Alexis J- Passadakis, Attac Frankfurt

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Podemos: Merkel hat »Alleinherrschaft der Sparpolitik« durchgesetzt

Spanischer Linkspolitiker Bastinduy kritisiert »makroökonomisches Dogma« der Austerität in Europa / Wahlbündnis mit Izquierda Unida in Umfragen klar vor sozialdemokratischer PSOE

Der spanische Linkspolitiker Bastinduy hat die »Alleinherrschaft der Sparpolitik« kritisiert, die in Europa »von Frau Merkel durchgesetzt wurde«. Die Folge: Armut, Ungleichheit, und soziale Ausgrenzung nehmen zu.

Vollständiger Artikel: http://www.neues-deutschland.de/artikel/1014028.podemos-merkel-hat-alleinherrschaft-der-sparpolitik-durchgesetzt.html
(c) neues deutschland 2016 (3.6.2016)

 

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AK Distomo beteiligt sich an den Gedenkfeiern zum 72. Jahrestag des Massakers von Distomo am 10. Juni 2016

Pressemitteilung 3. Juni 2016

AK Distomo beteiligt sich an den Gedenkfeiern zum 72. Jahrestag des Massakers von Distomo am 10. Juni 2016

In der Zeit vom 4. bis 12. Juni 2016 wird der AK Distomo nach Griechenland reisen, um für die Entschädigungsforderungen aller griechischen NS-Opfer gegenüber Deutschland einzutreten.

Am 10. Juni 1944 wurden in der griechischen Ortschaft Distomo 218 Dorfbewohner_innen von einer SS-Polizeieinheit regelrecht abgeschlachtet. Eine strafrechtliche Verfolgung der Mordaktion gab es nie.

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Portugal folgt nicht

Versuchter Ausbruch aus dem Sparzwang: Regierung trotzt Forderungen Brüssels und beschließt sozial gerechtere Maßnahmen

Robert Ojurovic

Seit sechs Monaten regiert im Land des Fado wieder die Zuversicht. Der berühmte portugiesische Musikstil, besungen werden Sehnsucht, unglückliche Liebe und die guten alten Zeiten, findet im politischen Alltag derzeit kaum Stoff. Wegbereiter dafür scheint der neue Premierminister des Landes zu sein, der Sozialist António Costa, den man in seiner Heimat oft und gern als »chronischen Optimisten« bezeichnet. Und die Portugiesen haben gute Gründe, mit ihm und seinem Bündnis zufriedener zu sein als mit den Herrschaften in den langen Jahren unter der Knute des Kürzungsdiktats.

Vollständiger Artikel: http://www.jungewelt.de/2016/05-31/042.php
(c) Junge Welt 2016  (31. 5. 2016)
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Viome: Ein Bericht von Katharina Schwabedissen

Viome_Seife_ProduktionGut verschlossen ist das Tor zu Viome im Süden Thessalonikis. Die Fabrik ist besetzt. Doch Gäste sind nicht ungebeten, sondern herzlich willkommen. Die Menschen arbeiten im selbstverwalteten Betrieb: gemeinsam organisieren sie die Produktion und entscheiden über das was und wie. Früher wurden hier Baustoffe hergestellt.Viome_Seife_Regale Heute sind es Bioreiniger für den Haushalt.

15 Euro am Tag verdienen die Kollegen. Das ist seit der Krise 2008 das Durchschnittsein-kommen in den unteren Lohnschichten.

Seit einigen Wochen hat die Sozialklinik der Solidarität hier einen Untersuchungsraum. Wer ohne offizielle Erwerbsarbeit ist, der ist auch ohne Krankenversicherung.Seife von VIO.ME

Die Visionen der Belegschaften machen Mut und Hoffnung: Sie wollen die Produktion ausweiten, damit das Einkommen zum Auskommen reicht – und um ein Beispiel dafür zu geben, dass Selbstverwaltung in den Händen der Belegschaft nicht nur Utopie bleibt, sondern Wirklichkeit wird. Bei der Produktion sollen Menschen und Natur im Mittelpunkt stehen. Hier macht die Gesellschaft nicht vor dem Tor halt, sondern ist immer Teil der Gesamtproduktion.

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Die Opfer und nicht die Täter sollen in der Bringschuld sein?

Hagen Fleischer, Karl Heinz Roth und Christoph Schminck-Gustavus

Die Opfer und nicht die Täter sollen in der Bringschuld sein?

Zur Medienkampagne gegen die griechischen Reparationsansprüche
aus dem Zweiten Weltkrieg

Seit Mitte Februar 2016 erschienen in führenden deutschen Medien (Die Welt, Der Spiegel, Focus) Artikel, deren Autoren unter Verweis auf einen ”Experten” die griechischen Ansprüche zur Entschädigung der von den Deutschen während des Zweiten Weltkriegs verursachten Massenmorde und Zerstörungen nicht nur bezweifeln, sondern darüber hinaus eine abenteuerliche Gegenrechnung aufmachen: ”Neuesten Erkenntnissen zufolge” sei nämlich Griechenland Deutschland gegenüber in der Schuld. Dabei berufen sich die Flaggschiffe des journalistischen Mainstreams jeweils auf die gleiche Quelle: einen von dem pensionierten Mannheimer Zeithistoriker Prof. Heinz A. Richter angekündigten Aufsatz. Diesem wird ein neuer Stellenwert zugeschrieben, seitdem der als ”äußerst nüchtern, sachlich” und ”gewissenhaft” gepriesene Autor ”kürzlich” (6. 11. 2015) vor Beamten des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) zu dieser Fragestellung referiert hat, wobei unklar ist, von welcher Seite diese Initiative ausging. Mittlerweile wurde allerdings die verschiedentlich kolportierte Behauptung, Minister Wolfgang Schäuble persönlich sei anwesend gewesen, von seinem Büro dementiert.

Der vollständige Text befindet sich hier (pdf).

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