Selbstverwaltungsinitiativen in Griechenland

Sonntag, den 06. April 2014, Alteburger Str. 139, 50968 Köln
(Haltestelle Chlodwigplatz)

Einlass: 17:30 Beginn: 18:00


Kurzfilme, Vorträge & Diskussion

Gegen die verheerenden Folgen der Weltwirtschaftskrise von 2008/9 ff. und das beispiellose Austeritätsdiktat der Troika formiert sich in Griechenland nicht nur eine breite und starke Protestbewegung. Aus der sozialen Notlage heraus entstehen auch zahlreiche Initiativen der Selbstverwaltung, die dem Scheitern der kapitalistischen Marktwirtschaft und dem Kollaps der sozialstaatlichen Infrastruktur mit der Kraft selbstbestimmter, gleichberechtigter und solidarischer Kooperation zu entgegnen versuchen.
selbstverwaltungsinitiaivenDabei schaffen es einige dieser Initiativen, über die bloße Verwaltung der eigenen Notlage hinaus ein deutliches Signal gegen die vermeintliche Alternativlosigkeit der bestehenden Herrschaftsverhältnisse zu setzen und aufzuzeigen, wie wir ein besseres und freundlicheres Miteinander gemeinsam und aus eigener Kraft gestalten könnten.

Wir laden herzlich ein zur Film-, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung über Selbstverwaltungsinitiativen in Griechenland. Zunächst werden wir mit mehreren Kurzfilmen und Kurzreferaten einige solcher Initiativen vorstellen. Auf dem Programm steht etwa E.R.T., die im letzten Jahr von der Regierung geschlossene öffentliche Rundfunkanstalt Griechenlands, die daraufhin von den Angestellten zeitweilig besetzt wurde und in der noch heute knapp die Hälfte aller ursprünglich Beschäftigten in Eigenregie weiterproduziert. Außderdem stellen wir die Zeitung der Redakteure vor – ein unabhängiges, genossenschaftliches Zeitungsprojekt, in dem sich ehemalige Journalistinnen der in Konkurs gegangenen Tageszeitung Elftherotypia selbst organisieren.
Es wird auch um Micropolis gehen – ein soziales Zentrum in Thessaloniki, das dort seit Ausbruch der Krise eine zunehmend wichtige Rolle im sozialen Alltag der Einwohner spielt und teils gesellschaftliche Aufgaben übernimmt, die die kollabierte sozialstaatliche Struktur nicht mehr zu übernehmen vermag.
Ebenso stellen wir das Krankenhaus Kilkis vor, das in Reaktion auf die drastischen Folgen der Austeritätspolitik für das Gesundheitswesen von den Arbeiterinnen monatelang besetzt wurde und dessen Belegschaft heute mit zahlreichen anderen Ärztinnen in einem landesweiten Verbund solidarischer Arztpraxen organisiert ist, die auch Menschen ohne Versicherung und ohne legalen Aufenthaltsstatus kostenfrei behandeln. Schließlich werden wir Vio.Me präsentieren – eine ehemalige Baustoff-Produktionsfirma in Thessaloniki, deren Belegschaft sich nach ihrer Schließung durch die Inhaber dazu entschloss, das Fabrikgelände zu besetzen und sich die darin befindlichen Produktionsanlagen zur Herstellung von ökologischen Reinigungsmitteln für den Alltagsgebrauch in basisdemokratischer Selbstorganisation anzueignen.

Abschließend möchten wir gemeinsam mit dem Publikum über die Perspektiven und Grenzen der Selbstverwaltung diskutieren und herausstellen, wie wir einander auch praktisch zur Seite stehen können.

Alteburger Str. 139
50968 Köln
(Haltestelle Chlodwigplatz)

So., 06.04.2014
Einlass: 17:30
Beginn: 18:00

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17.03.2014: Lancet-Studie: Leugnung der Fakten Tageszeitung junge Welt

Lancet-Studie: Leugnung der FaktenVon Hansgeorg HermannEine von Forschern der britischen Universitäten London, Cambridge und Oxford am 22. Februar in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte Studie zum griechischen Gesundheitswesen kommt zu erschreckenden Ergebnissen: Tuberkulose, Säuglingssterblichkeit und Suizide – die von der europäischen »Solidargemeinschaft« gegen den Partner Griechenland durchgesetzte Austeritätspolitik hat die Menschen dort nicht nur in wirtschaftlich-soziales, sondern auch in physisches Elend gestürzt.

via 17.03.2014: Lancet-Studie: Leugnung der Fakten Tageszeitung junge Welt.

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17.03.2014: Elend ohne Ende (Tageszeitung junge Welt)

Elend ohne Ende

Von Hansgeorg Hermann

Die zu Beginn des Monats von der griechischen Regierung unter dem rechtskonservativen Ministerpräisdenten Antonis Samaras vollzogene Schließung von rund 350 sogenannten Polikliniken stürzt die breite, in wachsendem Maße von Arbeitslosigkeit betroffene Bevölkerung in neues Elend. Die Polikliniken sind vom staatlichen Träger »­EOPYY« (Nationale Organisation für Gesundheitsdienste) betriebene ambulante Stationen, in denen bisher die primäre ärztliche Versorgung sichergestellt wurde. Sie waren als gesonderte Abteilungen in staatlichen Krankenhäusern untergebracht oder funktionierten im Rahmen ärztlicher Gemeinschaftspraxen.

17.03.2014: Elend ohne Ende (Tageszeitung junge Welt).

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17.03.2014: Ferrari in Garage Tageszeitung junge Welt

Ferrari in Garage

Die Troika vernichtet das griechische Gesundheitssystem. Das erleichtert kriminellen Geschäftemachern das Handwerk

Von Hansgeorg Hermann

Im Februar wurden 350 griechische Polikliniken wie die in Thebes

Im Februar wurden 350 griechische Polikliniken wie die in Thebes (hier im Juni 2011) geschlossen

Zwei Meldungen ließen am Wochenende die Athener aufhorchen. Im sogenannten Frühstücksfernsehen erfuhren sie am Samstag morgen, daß die Gefangenen in der Krankenstation des »Korydallos«, der größten Vollzugsanstalt Griechenlands, einen langen Hungerstreik endlich abgebrochen hatten. Die linksgerichetete Zeitung Avgi (Der Morgen) berichtete am selben Tag über die Festnahme eines betrügerischen Unternehmers im Stadtteil Glyfada, dem es gelungen war, den Krankenhäusern der Hauptstadt Medikamente und Ausrüstung zu Wucherpreisen anzudrehen. Zwei Ereignisse, die angesichts der Not im Land von hohem Symbolwert sind.

17.03.2014: Ferrari in Garage Tageszeitung junge Welt.

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Vio.Me. – Occupy, Resist, Produce!: Deutsch

Gemeinsam können wir es schaffen. Wir, die Arbeiter von VIO.ME- im Stich gelassen von einem Arbeitgeber, der riesige längst überfällige Schulden bei uns hat- haben beschlossen, den Betrieb aufrechtzuerhalten, um zu überleben, gegen die Regeln die uns die kapitalistische Krise und die damit verbundenen arbeiterfeindlichen Maßnahmen aufgezwungen haben.

via Vio.Me. – Occupy, Resist, Produce!: Deutsch.

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Zur Wirtschaftspolitik der deutschen Besatzer in Griechenland 1941-1944

 Martin Seckendorf

Ausbeutung, die in die Katastrophe mündete.

Zur Wirtschaftspolitik der deutschen Besatzer in Griechenland 1941-1944

    Als die deutsche Führung im November 1940 entschied, Griechenland im Frühjahr 1941 aus politischen und militärstrategischen Gründen zu überfallen, wurde zugleich beschlossen, das zu unterwerfende Land und seine Bewohner restlos für die deutsche Kriegswirtschaft und die Versorgung der deutschen Truppen in Griechenland zu nutzen.[1] Mit diesem am 17. Januar 1941 gefassten Entschluß, wurde ein ökonomischer Weg eingeschlagen, der in eine nachhaltige Zerstörung der griechischen Wirtschaft und Währung mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung mündete.

http://holocaust.gr/index.php?option=com_content&task=view&id=29&Itemid=31

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Übersetzung eines offenen Briefes an den Bundespräsidenten Joachim Gauck

Übersetzung eines offenen Briefes an den Bundespräsidenten Joachim Gauck

 von Manolis Glezos

Vorsitzender des Nationalrats für die Einforderung
der Kriegsschulden Deutschlands gegenüber Griechenland

 


Athen 3.3.2014

 

Wir begrüßen die Ankunft des deutschen Bundespräsidenten in Griechenland und versichern Herrn Gauck unserer aufrichtigen Hochachtung, unserer Wertschätzung sowie unserer solidarischen Verbundenheit mit dem deutschen Volk. Wir wollen aber auch versuchen, an die noch nicht eingelösten Verpflichtungen seines Landes gegenüber der Geschichte zu erinnern.

 

Wie wir aus Meldungen in den Medien erfuhren, besucht der Bundespräsident auch die jüdische Gemeinde von Joannina, die fast vollständig dem Holocaust der Nazis zum Opfer gefallen ist: alle Angehörigen der jüdischen Gemeinde von Joannina wurden gewaltsam in die Krematorien des Schreckens gezerrt – nur aus dem einen Grund: sie waren Juden. Der Bundespräsident besucht auch den Märtyrerort Lyngiades, ein kleines Dorf oberhalb von Joannina, in dem Soldaten der Wehrmacht am 3.Oktober 1943 kaltblütig 82 unschuldige und friedliebende Bürger ermordet haben: unter ihnen Säuglinge, Kinder, Frauen und Greise. Dieser Massenmord geriet über Jahrzehnte hin in Vergessenheit, bis ein deutscher Historiker, Prof. Christoph Schminck-Gustavus ihn nach mehrjährigen Nachforschungen wieder ans Tageslicht brachte.

 Mehr als einhundert solcher Massenmorde, denen Zehntausende von Zivilisten zum Opfer gefallen sind, hat die Nazi-Wehrmacht in Griechenland begangen. 1770 Dörfer wurden in unserem Land niedergebrannt, mehr als 400.000 Wohnhäuser in Schutt und Asche gelegt. So ist unser Land zum Schauplatz einer niemals zuvor gesehenen Tragödie geworden; kein anderes Land hat sie in diesem Umfang und in dieser Gestalt erlitten. Das führte dazu, dass Griechenland nach dem Ende der deutschen Besatzung weniger Einwohner zählte als vor deren Beginn: Bombardierungen, Massenhinrichtungen, Hungertote, Opfer von Epidemien und der Rückgang der Geburtenrate bewirkten einen dramatischen Bevölkerungsrückgang von 13,7%. Demgegenüber betrug der Bevölkerungsverlust der Sowjetunion 10 %, von Polen 8 % und der von Jugoslawien 6 %. Gleichzeitig erlitt Griechenland eine unsagbare ökonomische Katastrophe: das Land wurde restlos ausgeplündert und seiner Reichtümer beraubt. Archäologische Altertümer und Kunstschätze wurden gestohlen und ins Reich abtransportiert.

 Gleichwohl hat unser Land bis heute, also 70 Jahre nach Ende der Besatzung, immer noch keine Wiedergutmachung erhalten. Und dies obwohl von Deutschland an alle anderen zerstörten Länder bereits Kriegsentschädigungen gezahlt wurden: an alle anderen – nur nicht an Griechenland! Warum? Auch der Besatzungszwangskredit wurde an Griechenland nicht zurückgezahlt – anders als an Polen und an Jugoslawien. Ebenso wenig wurden die geraubten archäologischen Güter und Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert zurückgegeben. Warum? Wie erklärt sich diese nicht nachvollziehbare Haltung gegenüber unserem Land?

 Der Besuch des ersten Bürgers der Bundesrepublik Deutschland in Griechenland, der sich vor den Opfern verneigt, ist zweifellos von hoher symbolischer Bedeutung. Er ist für ihn auch eine Gelegenheit, die Ereignisse in ihrer vollen Tragweite zu begreifen. Es ist daher auch der rechte Moment, dass Deutschland – im Bewusstsein seiner Verantwortung gegenüber den Opfern von nationalsozialistischen Verbrechen – Reue zeigt. Aufrichtig und mit Taten! Es ist Zeit, dass Deutschland endlich die Mauer der Gleichgültigkeit und Härte unserem Land gegenüber durchbricht. Wenn wir den Willen haben, wird auch ein Weg gefunden werden, unseren Konflikt zu lösen: in einvernehmlicher und in uns wechselseitig anerkennender Weise, ohne Feindschaft und Schmerz.

 Unsere Parole ist: Gerechtigkeit, nicht Rache! 70 Jahre nach Ende der Besatzung und 24 Jahre nach der glücklichen Wiedervereinigung Deutschlands ist endlich die Stunde gekommen, dass die Bundesrepublik mit Taten ihre Schuld gegenüber dem Opfer des griechischen Volkes anerkennt, einem Opfer, das in hohem Maße dazu beigetragen hat, nicht nur Europa,  sondern auch Deutschland selber vom Joch der Naziherrschaft zu befreien. So ist dies auch – und vor allem – eine ethische Frage, eine Frage der Wiederherstellung des Rechts. Es ist aber auch eine notwendige Voraussetzung dafür, dass wir endgültig die schwarzen Seiten der nazistischen Vergangenheit hinter uns lassen, dass beide Länder und Völker gemeinsam ein neues Kapitel in ihrer Geschichte aufschlagen: ein Kapitel des Friedens, der Freundschaft und Zusammenarbeit auf der Grundlage der Gleichberechtigung, der Aufrichtigkeit und des gegenseitigen Verständnisses. So werden wir unser Ziel auch für die nachfolgenden Generationen erreichen.

 


ΜΑΝΩΛΗΣ ΓΛΕΖΟΣ

Πρόεδρος του Εθνικού Συμβουλίου Διεκδίκησης

των Οφειλών της Γερμανίας προς την Ελλάδα

 

 

 

 

Αθήνα 3.3.2014

 

Σε δυο μέρες αναμένουμε τον Πρόεδρο της Ομοσπονδιακής Δημοκρατίας της Γερμανίας κ. Γιόαχιμ Γκάουκ στην Ελλάδα. Θα του εκφράσουμε τον ανυπόκριτο σεβασμό, την βαθιά εκτίμηση και την αλληλεγγύη μας προς τον γερμανικό λαό. Αλλά και θα προσπαθήσουμε να του θυμίσουμε την ανεκπλήρωτη υποχρέωση της χώρας του απέναντι στην Ιστορία.

Όπως πληροφορούμαστε από τα ΜΜΕ, ο Πρόεδρος Γκάουκ πρόκειται να επισκεφθεί την εβραϊκή κοινότητα των Ιωαννίνων, που  εξολοθρεύθηκε, σχεδόν στο σύνολό της, από τους ναζί, με τα μέλη της να οδηγούνται δια της βίας στα κρεματόρια της φρίκης, μόνο και μόνο διότι ήταν Εβραίοι. Θα επισκεφθεί επίσης και τους Λυγκιάδες: ένα μικρό χωριό πάνω από τα Γιάννενα, όπου τα ναζιστικά στρατεύματα του Γ’ Ράιχ στις 3 Οκτωβρίου του 1943 δολοφόνησαν εν ψυχρώ 82 αθώους και φιλήσυχους πολίτες, μεταξύ των οποίων μωρά, παιδιά, γυναίκες και κατάκοιτους γέροντες. Ένα Ολοκαύτωμα, που έμενε για δεκαετίες στη λήθη, έως ότου ένας σπουδαίος Γερμανός, ο Καθηγητής ChristopheSchminckGustavus, μετά από συστηματική και πολύχρονη έρευνα, το τεκμηρίωσε και το έφερε στην επιφάνεια. Και του χρωστάμε ευγνωμοσύνη γι’ αυτό!

Περισσότερα από 100 Ολοκαυτώματα έχουν διαπράξει στη χώρα μας τα ναζιστικά στρατεύματα Κατοχής με δεκάδες χιλιάδες θύματα. 1.770 χωριά καταστράφηκαν, περισσότερα από 400.000 σπίτια κάηκαν. Η χώρα μας υπέστη μία πρωτοφανή τραγωδία, τέτοιας μορφής σε έκταση και ένταση, η οποία δεν προσομοιάζει με καμιά άλλη χώρα. Είναι η μοναδική που, όταν τέλειωσε η Κατοχή, είχε λιγότερο πληθυσμό από τότε που άρχισε. Λόγω των βομβαρδισμών, των εκτελέσεων, της πείνας, των ασθενειών και της υπογεννητικότητας η χώρα μας έχασε το 13,5% του πληθυσμού της. Η ΕΣΣΔ το 10%. Η Πολωνία το 8%. Η Γιουγκοσλαβία το 6%. Παράλληλα υπέστη μία απίστευτη οικονομική καταστροφή: οι υποδομές μας καταστράφηκαν, οι πόροι μας λεηλατήθηκαν. Ταυτόχρονα, οι πολιτιστικοί μας θησαυροί εκλάπησαν και φυγαδεύτηκαν στη Γερμανία.

Κι όμως, εβδομήντα χρόνια μετά τη λήξη της Κατοχής η χώρα μας δεν έλαβε από τη Γερμανία καμία επανόρθωση, καμία αποζημίωση! Όταν μάλιστα όλες οι χώρες που κατέκτησε η Γερμανία έχουν λάβει επανορθώσεις από τη Γερμανία. Όλες, εκτός της Ελλάδας! Γιατί; Κι επίσης: το κατοχικό αναγκαστικό δάνειο δεν έχει αποδοθεί στη χώρα μας, ενώ αντίθετα η Γερμανία ξεπλήρωσε τα αντίστοιχα αναγκαστικά δάνεια, που έλαβε από την Πολωνία και τη Γιουγκοσλαβία. Τέλος, οι αρχαιολογικοί θησαυροί και τα έργα τέχνης αμύθητης αξίας, που εκλάπησαν από την Ελλάδα δεν έχουν επιστραφεί. Γιατί; Πού οφείλεται άραγε αυτή η επιλεκτικά δυσμενής στάση εις βάρος μας;

Η προσκυνηματική επίσκεψη στην Ελλάδα του πρώτου πολίτη της Ομοσπονδιακής Δημοκρατίας της Γερμανίας αποτελεί, αναμφίβολα, μία σημαντική κίνηση με ισχυρό συμβολισμό. Ωστόσο είναι ευκαιρία να λάβει το πλήρες της περιεχόμενο. Είναι, επιτέλους, η στιγμή να αναλάβει η Γερμανία την ευθύνη της και να εκφράσει τη μεταμέλειά της για τα εγκλήματα του Γ’ Ράιχ στην Ελλάδα. Ειλικρινώς και εμπράκτως! Να σπάσει επιτέλους το τείχος της αδιαλλαξίας και της σκληρότητας απέναντί μας. Αν υπάρχει η θέληση, θα βρούμε τον τρόπο να επιλύσουμε τη διαφορά μας. Με δημοκρατικό και αμοιβαία αποδεκτό τρόπο, χωρίς εχθρότητα και πόνο.

Σύνθημά μας: «Δικαιοσύνη! Όχι εκδίκηση». Εβδομήντα χρόνια μετά την λήξη της Κατοχής και εικοσιτέσσερα χρόνια μετά την επανένωση της Γερμανίας έχει έλθει, επιτέλους, η ώρα της έμπρακτης αναγνώρισης της θυσίας του ελληνικού λαού από την Ομοσπονδιακή Δημοκρατία της Γερμανίας. Μιας θυσίας η οποία συνέβαλε τα μέγιστα στην απελευθέρωση της Ευρώπης και της ίδιας της Γερμανίας από το ναζιστικό ζυγό. Είναι, πρωτίστως, ζήτημα ηθικής τάξης! Αλλά και απαραίτητη προϋπόθεση για να αφήσουμε οριστικά πίσω μας τη Μαύρη Βίβλο του Ναζισμού και από κοινού οι δύο χώρες και οι δύο λαοί να ανοίξουμε ένα νέο κεφάλαιο ειρήνης, φιλίας και συνεργασίας, στη βάση της ισοτιμίας, της ειλικρίνειας και της αμοιβαίας κατανόησης. Και τότε θα έχουμε κερδίσει μαζί το στοίχημα του μέλλοντος για τις επόμενες γενιές!

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