Rechtsruck der griechischen Regierung

Der Rechtsextreme Makis Voridis wird Innenminister, die umstrittene Ex-Journalistin Sofia Voultepsi stellvertretende Migrationsministerin

Makis Voridis: früherer rechter Aktivist, Freund von Jean-Marie Le Pen und dem FN nahestehend (hier bei einer Parade zum 1. Mai 2003)

Mavroudis „Makis“ Voridis (Μαυρουδής «Μάκης» Βορίδης) ist ein griechischer Rechtsanwalt und Politiker. Der ehemalige Anführer, Vorsitzende und Gründungsmitglied mehrerer rechtsextremer Gruppen und Parteien war Verkehrsminister der Übergangsregierung Papadimos für die rechtspopulistische LA.O.S. Nach seinem Wechsel zur konservativen Nea Dimokratia 2012 übernahm Voridis deren Fraktionsvorsitz im griechischen Parlament, zuletzt war er Gesundheitsminister im Kabinett Samaras. (Quelle)

4. 1. 2021 – Der Standard

Athen – Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat am Montag sein Kabinett umgebildet und damit Spekulationen über Neuwahlen ausgelöst. Neuer Innenminister ist Makis Voridis, der in den 90er-Jahren die rechtsextreme Partei Elliniko Metopo gegründet hatte. Diese sperrte sich vehement gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Das Innenministerium wäre für die Organisation einer Neuwahl verantwortlich, die normalerweise erst 2023 fällig ist.

Die frühere Journalistin Sofia Voultepsi, die seit 2004 der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia angehört, wurde zur stellvertretenden Migrationsministerin ernannt. Sie hatte 2014 in einer Fernsehdebatte gesagt, die Flüchtlinge seien „unbewaffnete Eroberer“. Mit dem 44-jährigen Nicholas Yatromanolakis, der stellvertretender Kulturminister wird, holte Mitsotakis erstmals einen offen homosexuellen Mann in die griechische Regierung.

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